Die Wurzeln der Glocke liegen ungefähr 5000 Jahre zurück und sind in China zu verorten. Anfangs nutzte man Klingsteine und später dann Frucht- und Klangschalen, aus denen sich mit der Zeit die Glocken entwickelten. In der Kulturgeschichte gelten Glocken sogar als die ältesten Musikinstrumente, die vor allem bei kultischen und religiösen Handlungen und Riten eine wichtige Rolle spielten. Im 4. oder 5. Jahrhundert tauchten die Glocken dann allmählich im Christentum auf.
Im Christentum fungierte die Glocke dabei nicht nur als akustisches Symbol für die Verkündigung der christlichen Botschaft, sondern sie hatte auch eine praktische Bedeutung. So war es in Mönchsgemeinschaften des frühen Christentums üblich, dass die Glocke zu den sieben Gebetszeiten läutete und somit den Tag strukturierte. Dieser Brauch dehnte sich schließlich auf die gesamte christliche Gemeinde aus. Glocken dienen also dazu, den Tag der Gläubigen zu gliedern und sie zum gemeinsamen Gebet zu versammeln. Aufgrund der Religionsfreiheit in Deutschland steht das sakrale Glockenläuten unter rechtlichem Schutz.5
Die Kirchenglocke ist eine große, meist in einem Kirchturm aufgehängte Glocke. Sie ist der Schwingungsträger der Läuteanlage, zu der noch die Läutemaschine und der Glockenstuhl gehören.
Der Klöppel wird aus weichem Eisen hergestellt, beispielsweise aus ungehärtetem Einsatzstahl. Durch zu hartes Material wird die Glocke durch Schwächung des Schlagrings an der Anschlagstelle langfristig geschädigt. Daher muss die Härte eines neuen Klöppels geringer sein als die Härte der Glocke.
Die schwerste Glocke Deutschlands ist aktuell die Petersglocke des Kölner Domgeläuts. Bis 2016 galt sie mit ihren 24.000 kg und einem Durchmesser von 322 cm als größte am geraden Joch schwingend läutende Glocke der Welt.
Die alte Glocke neben der Kirche
Die Glocke, die ihr außerhalb der Kirchenmauer findet, hat keinen Klöppel, der sie zum Läuten bringt. Aber sie verbirgt ein anderes Geheimnis, das die Glocke zwar nicht zum Läuten bringt, aber fast als Klöppel durchgehen kann.
Sucht an der Stelle, wo normalerweise der Klöppel angebracht ist bzw. durchgeführt wird. Seid vorsichtig, wenn ihr den "Klöppel" nach oben zieht.