Um in die Kirche zu gelangen, durchquert ihr das Turmuntergeschoss, das mit einem spätgotischen Kreuzgratgewölbe als Vorhalle dient. An den Wänden befinden sich je zwei Grabplatten von Seelsorgern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das einschiffige Langhaus, in dem ihr nun steht, ist ca. 9 Meter breit und misst mit dem Chor zusammen 24 Meter. Der Altar besteht aus einer modernen Steinmensa mit einer Holzpredella. Darüber ist ein großes Kruzifix angebracht, das auf 1520 datiert wird.8
Menschen bauten Altäre schon immer an Orte, an denen nach ihrer Überzeugung Gott anwesend war. Der Altar ist darum der Mittelpunkt einer Kirche. Er steht meistens im vorderen Teil der Kirche, so dass sich alle Blicke auf ihn richten. Häufig befinden sich Bilder auf dem Altar oder dahinter, die wichtige Szenen aus der Bibel darstellen. Eine Darstellung des Kreuzes Christi befindet sich dabei im Mittelpunkt, entweder auf dem Altarbild oder auf dem Altar selbst. Außerdem liegt in evangelischen Kirchen immer eine aufgeschlagene Bibel auf dem Altar. Dazu kommen in den meisten Fällen Kerzen, Blumenschmuck und Paramente in den liturgischen Farben (Liturgie). Paramente sind verzierte Stoffdecken, mit denen Altar und Kanzel geschmückt werden.9
Der Bibelspruch und das Geheimnis der Zahlen in der Bibel
In der Kirche findet ihr im Altarraum den Bibelspruch wieder, der auch bei den Wiesengräbern zu finden ist.
Da ihr auf weitere Informationen angewiesen seid, müsst ihr ein Hilfsmittel zu Rate ziehen. Glücklicherweise ist der Altar in einer Kirche in der Regel gleich gestaltet und enthält allerorts verschiedene Gegenstände und Symbole. Zentral ist die Bibel, die Heilige Schrift der Christen.
Sucht darin die Bibelstelle und lest den folgenden (zweiten) Vers des Kapitels. Darin werden zwei der vier Elemente erwähnt. Das zweite erwähnte Element ist euer Hinweis!
Nun benötigt ihr noch eine Zahl - und zwar die Zahl, die in der Bibel für "Vollkommenheit" steht.
Die Kombination aus Zahl und Element ist der entscheidende Hinweis. Seht euch um und ihr werdet wissen, wo ihr suchen müsst. Doch die Suche wird nicht einfach sein, denn der nächste Hinweis ist verborgen angebracht und die Suche erfordert Fingerspitzengefühl.
💡 Zusatzinformation:
Zahlen spielen in der Bibel eine besondere Rolle und begegnen uns Lesern überall. Doch sie sind nicht willkürlich, sondern haben meist eine Bedeutung. Einige Zahlen werden nun vorgestellt:
"Alle guten Dinge sind drei" – das Sprichwort lässt sich auch auf die Bibel übertragen. In der Antike galt die 3 als ein Symbol für Geschlossenheit, Vollständigkeit, und so lässt sich analog die Trinität – die göttliche Dreieinigkeit aus Vater, Sohn und Geist – verstehen. Die drei göttlichen Tugenden lauten Glaube, Hoffnung und Liebe (1. Kor 13, 13). In der Heiligen Schrift gibt es zudem die drei Spitzenjünger, also die wichtigsten Begleiter Jesu: Petrus, Jakobus und Johannes, die unter anderem seiner Verklärung beiwohnen (Lk 9, 28-36). Drei Stunden währte die Finsternis, bis Jesus am Kreuz starb (Mt 27, 45), und am dritten Tag ist er von den Toten auferstanden (1. Kor 15, 4).
Die 4 weist auf Ordnung hin. Es existieren vier Himmelsrichtungen und die sogenannten vier Elemente – die Zahl betrifft daher auch in der Bibel den "ganzen" Erdkreis (Mt 24, 31 und Offb 7, 1). Sie ist zudem Zeichen der Vollzähligkeit, sodass sich die frohe Botschaft des Neuen Testaments aus vier Evangelien zusammensetzt. Schließlich gibt es die bereits in vorchristlicher Zeit entwickelten vier Kardinaltugenden Gerechtigkeit, Mäßigung, Tapferkeit und Klugheit, die auch im Alten Testament genannt (Weish 8, 7) und später von Kirchenvätern wie Ambrosius von Mailand wieder aufgegriffen wurden.
Als Zeichen für die Gnade Gottes, seinen Willen und die Abhängigkeit vom Schöpfer steht die 5. So besteht der erste Teil der Heiligen Schrift, des Wortes Gottes, aus den fünf Büchern Mose – auch Pentateuch genannt. Mose empfing auch die zehn göttlichen Gebote auf zwei Steintafeln mit je fünf Geboten (Ex 31, 18). Der zum Heil der Menschen gekreuzigte Christus schließlich wies fünf Wundmale auf.
Für die Vollkommenheit und Fülle in Gottes Heilsplan steht die 7. Sie ist die Summe aus 3 und 4, also aus Vollständigkeit und Ordnung. Entsprechend wurde die Welt an sieben Tagen erschaffen (Gen 1, 2). Die Siebenzahl kommt in der Bibel an unzähligen Stellen vor, nicht nur am Beginn – der Schöpfungsgeschichte –, sondern besonders häufig auch in der durch die Offenbarungsgeschichte dargestellten Endzeit: Dort enthält beispielweise die Buchrolle mit den sieben Siegeln alle göttlichen Bestimmungen für das Ende der Welt (Offb 5, 1). Theologisch weiterentwickelt war die 7 dann auch bedeutsam für die Siebenzahl der Sakramente, die sieben Gaben des Heiligen Geistes oder auch die sieben Freuden und sieben Schmerzen Mariens. Den sieben Haupttugenden – also der Summe aus den drei göttlichen Tugenden und den vier weltlichen Kardinaltugenden – stehen die sieben Todsünden gegenüber: Stolz, Habsucht, Neid, Zorn, Unkeuschheit, Unmäßigkeit und Trägheit.10
Feuer - Luft - Wasser - Erde
Es hilft, den Informationstext aufmerksam zu lesen.
Wisst ihr nicht, was zu tun ist oder wo ihr suchen müsst, dann lest diese Bibelstelle: 2. Mose 25, 31-38. An dem dort beschriebenen "Gegenstand" müsst ihr suchen, es "haftet" etwas daran.