Die zuerst nur als Motorüberholung angedachte Aktion im Jahr 2011 weitete sich in kurzer Zeit zu einer weitgehenden TOTALÜberholung des Fahrzeugs aus, da ich feststellen musste, dass im Vorbesitz sowohl am Aufbau als auch an der Technik erheblich „verschlimmbessert“ wurde. Mit jedem angefassten Teil wurde die Baustelle erst einmal größer.
Im GROBEN aufgezählt:
Motor total „sauer“ und bedarf einer Totalüberholung,
Getriebeendlager und Simmerring defekt,
Kupplung verschlissen, Federn gebrochen,
Hinterachslager und Simmerringe ausgelaufen, Achshalterung einseitig gebrochen,
an der Vorderachse alle Achsschenkelbolzen und Radlager mehr oder weniger ausgeschlagen,
Federhalterrungen vorne und hinten teilweise ohne Schmierung und deshalb verschlissen,
Stoßdämpfer vorn defekt (nachträglicher Umbau auf Einrohrdämpfer),
Armstrong-Stoßdämpfer hinten nicht original und linker ohne Funktion,
Bremsen infolge der defekten Simmerringe vorn und hinten leicht verölt,
Zentralschmierung z.T. nicht mehr vorhanden, teilweise Schmiernippel eingesetzt,
mehrere Punkte ohne Ölschmierung mit entsprechendem Verschleiß,
Karosserieaufbau teilweise in Alu und an den Verbundstellen z.T. korrodiert,
Karosserieträgerrahmen erheblich verrostet und nicht fachgerechte Altreparatur mit Kautschukmasse verputzt / ver-deckt,
Blechkarossenteile vorn angerostet, aber grundsätzlich stabil,
Spitzen am Kofferraumende durchrostet z.T. mit Unterbodenmasse gestrichen,
alle Karosserieschraubenhalter morsch,
ca. 5 mm vergrößerte Spaltmaße im oberen Türbereich, Rahmen gesackt,
Holzrahmen im Bereich der Türaufnahmen „verbraucht“ und Holzrahmen in Türen ebenfalls z.T. faul,
Lackierung teilweise gestrichen,
Chassis angerostet, teilweise überstrichen aber in durchweg noch gutem Zustand,
Tank durchrostet,
gesamte Elektrik erheblich „verbastelt“, Kabel teilweise brüchig und geflickt.
Infolge der v.g. Mängel und des Reparaturstaues entschloss ich mich, das Fahrzeug komplett zu zerlegen und nach Überholung bzw. unter Austausch der defekten Teile wieder aufzubauen. Aufgrund der vorhandenen „Frei“-Zeit habe ich diese Herausforderung aber gerne in Angriff genommen. Es folgen nun die einzelnen Schritte in der Abfolge der Arbeiten.
Der Wagen nach Ausbau der Antriebseinheit und vor weiterer Zerlegung; der Wagen ohne Motor und Getriebe vor der weiteren Zerlegung noch fast komplett; der vordere Aufbau wird demontiert und zerlegt.