Das Lolibachtälchen ist heutzutage fast ganz bewaldet. Noch Mitte des 20. Jahrhundert war der Talgrund baumfrei und wurde beweidet. Der letze offene Teil ist die hier vorgestellte Feuchtwiese.
Abb. 1: Feuchtwiese in Vorfrühling
Abb. 2: Feuchtwiese im Spätsommer
Abb.3: fruchtende Schmerwurz (Tasmnus communis)
Abb. 4: Pfeiffengras (Molinia coerula)
Zwei markante Pflanzen in und um die Feuchtwiese: Die Schmerwurz windet sich als eine deer wenigien einheimischen Lianen am Rand der Feuchtwiese über die Sträucher. Das Pfeiffengras bildet grosse Horste und schiebt die ihre Halme weit nach oben.
Abb. 5: Feuersalamender Juntier
Abb. 6: Scheifhornschrecke auf Mädesüss
Zwischen den dichten Gräsern der Feuchtwiese finden viele Tiere Schutz und Nahrung: Der Feuersalamander verlässt als noch kleines Jungtier im Herbst das Bächlein und sucht sich ein trockeneres Winterquartier, die Schiefhornschrecke ist kaum zuu entdeckten und schmiegt sich mit ihrer grünen Farbe gut getarnt an das Mädesüss.
Der Jahresverlauf in der Lolibach Feuchtwiese:
Bilderfolge 1: Jahresverlauf der Feuchtwiese 2019
Der NVD mäht die Feuchtwiese schon seit vielen Jahren jeweils Anfang September und bewahrt so die Fläche vor der Wiederbewaldung.
Die ganze Fläche ist rund 2000 m2 gross und nicht einheitlich. Dem Bach entlang ist es sehr nass, hier gedeiht u.a. die Sumpfdotterblume und die Hängesegge. In den sonnigeren Bereichen wächst in erster Linie die scharfkantige Segge (Carex acutiformis) und einige auffällige Blütenkräuter wie das Mädesüss, der Gilb-Weiderich, die Kohldistel und verstreut Engelwurz. In den schattigeren Teilen am südlichen Rand trifft man auf viele Waldpflanzen, allen voran auf Bärlauch, der im Frühjahr weite Flächen überzieht, dazwischen wächst das Lungenkraut und die Wald-Primel.
1962 erstellt Max Moor eine erste Artenliste. 2022 überprüfte ich diese.