Das Bahnbord bietet einigen Schmetterlingen Lebensraum. An sonnigen Tagen zwischen Mai und Oktober flattern sie zwischen den Gleisen und der Ackerfläche herum. Es sind meist ganz gewöhnliche Schmetterlinge wie der kleine Kohlweissling, der Grünader-Weissling, das grosse Ochsenauge, der Hauhechel-Bläuling, der Postillion und eine Reihe von Kleinschmetterlingen und Motten. Andere treten nur gelegentlich auf (Schwalbenschwanz, Trauermantel, Admiral) und sind nur selten anzutreffen.
Die Böschung wird seit 2019 zweimal pro Jahr geschnitten. Das Schnittgut wird jeweils weggetragen. An der Böschungskante bleiben die Pflanzen länger stehen. Der angrenzende Acker war über drei Jahre mit einer Luzerne-Klee-Gras Mischung bepflanzt, die regelmässig kurz vor Blüte geschnitten wurde (2019 bis 2022). 2023 wuchs dann zuerst Weizen und ab Ende Juli 2023 bis Herbst 2024 wieder Luzerne-Klee-Gras.
In den beiden Jahren 2022 und 2023 waren die Schmetterlinge sehr unterschiedlich häufig. 2023 flatterten viel weniger Weisslinge herum, auch Bläulinge und Postillione ebenfalls. Und dies obwohl nicht weniger Pflanzen blühten. Woran das lag, ist nicht klar. Einen hinweis findet man bei den Wetterbedingungen,
Im Sommer 2024 zeigten sich wieder mehr Schmetterlinge. Zudem konnten viel mehr Arten beobachtet werden - Arten die in den vorangegangenen Jahren wohl einfach übersehen wurden. Das Auseinanderhalten der Weisslinge war aber nicht möglich. Pieris rapae, P. napi und Pieris brassica sind wohl alle aufgetreten, wann aber welcher Schmetterling gesehen wurde, ist unklar. Ebenso beim Postillion: Ob es sich nicht auch um einen anderen Gelbling handelte ist unsicher. Die Datei mit den Beobachtungsdaten findet man über den folgenden Link (Die Datei muss unbedingt heruntergeladen werden und unter EXCEL geöffnet werden, in Google Sheets funktioniert sie nicht richtig).
Das untenstegende Diagramm zeigt eine Zusammenfassung der Beobachtungen im Sommer 2024.
Abb. 1: kleines Wiesenvögelchen im Mai 2024 (7a)
Das kleine Wiesenvögelein (Coenonympha pamphilus) auf einem Gras neben der Bahnböschung in der typischen Ruhehaltung. Die Raupen verköstigen sich an Wiesengräsern.
Abb. 2: Colias curoceus (Postillion) Sept. 24
Abb. 3: Papilio machao (Schwalbenschwanz) Mai 2022, Böschung Strasse
Abb. 4: Grosses Ochsenauge Juli 24
Abb 5: Lycaena phlaeas (kleine Feuerfalter)
Abb. 6: Polyommatus icarus (Hauhechel-Bläuling) Weibchen; Sommer 2024
Abb.7: Polyommatus icarus (Hauhechel-Bläuling) Männchen; Sommer 2024
Abb 8: Cupido minima (Zwerg Bläuling); Sommer 2024 ?
Abb. 9: Cupido minima) (Zwerg Bläuling) Sommer 2024 ?
Abb. 10: Chiasmis clathrata 1 (Klee-Gitterspanner); Juli 2024
Abb. 11: Gamma Eule; Sommer 2024
Abb 12: Ermaturga atomaria (Heideland-Tagspanner); Aug 2024
Abb. 13: Aphantopus hyperantus (Schornsteinfeger); Juli 2024
Abb.14; Cupidio argiades (kurzschwänziger Bläuling)
Abb.15; Cupidio argiades (kurzschwänziger Bläuling)
Im frühen Frühling tauchte dieser kleine Bläuling (Cupidio argiades) am Strassenbord auf. Das kleine Schwänzchen am Hinterflügel ist zu erkennen. Vielleicht handelt es sich beim Abb. 8 "Cupidio minima" auch um diesen Schmetterling. C. minima ist auf Wundklee ausgerichtet, der bei uns nicht sehr verbreitet ist, was gegen ihn spricht.