Im Winter 2020 / 2021 hat der NVD (Natur- und Vogelschutzverein Dornach) und Pro Natura mit Unterstützung der Gemeinde Dornach begonnen die Bahnböschung im Bereich des Lolibachs zu pflegen. Im vorderen Bereich wurden Sträucher gesetzt im anschliessenden Bereich wird die Grasvegetation seit 2021 zweimal pro Jahr mit einem Balkenmäher gemäht und das Schnittgut abtransportiert (Standorte 5 bis 7b).
Damit kamen auch die Wiesen in der weiteren Umgebung vermehrt ins Augenmerk: Als erstes die Böschungswiesen gegenüber der Bahn am Strassenrand (Standorte 1 bis 4), dann auch die Böschung bei der Rudolf Steiner-Schule an der Kreuzung Apfelseestrasse - Lolibachweg und die Böschungen gegen Angenstein (Standorte 8a bis 8c), ebenso die Wiesen entlang des Lolibächleins bis hin zum Weiher "Neue Heimat" (Standorte 8 bis 11), der Rand des Fussweges (Standort 12), die Böschungswiese hinter der "Neuen Heimat" (Standort 13), die Wiesen unter und oberhalb der Panzersperren (Standorte 14 bis 18).
Karte 1: Standorte mit pflanzensoziologischen Aufnahmen, die über Link aufgerufen werden können (Für die Standorte 8a bis 8c Karte nach oben verschieben).
Das Strassenbord 2021 (hier im Schatten leigend) wird jeweils zusammen mit dem Feld durch den Bauern 1 manchmal 2 Mal pro Jahr gemäht. Die aufrechte Trespe (Bromus erecta) ist das dominierende Gras. Daneben finden sich eine Vielzahl weiterer Kräuter (siehe Site Böschung Strasse 1, 2 und 3).
Abb. 1: Standort 1: Strassenböschung Süd
Abb. 2: Standort 2: Strassenböschung Mitte
Abb. 3: Standort 3: Strassenböschung Nord
Das Bord zur Bahnlinie wurde früher jeweils einmal pro Jahr geschnitten und das Schnittgut liegen gelassen (gemulcht). Da sich an der Stelle nach Einschätzung von ProNatura ein reicher Lebensraum entwickeln könnte, wird das Bord nun seit 2021 in Absprache mit der SBB regelmässig zweimal pro Jahr geschnitten und das Schnittgut wegtransportiert. Seit 2022 werden am Bahnbord die Schmetterlinge gezählt (ab 2024 auch die der Strassenböschung und der Panzersperren). Die Ergebnisse kann man auf der Site: "Schmetterlinge" anschauen. Einen Blick auf die übrgien Insekten kann man auf der Site "Insekten in den Wiesen" werfen.
Abb. 4: Standort 5 bis 7b nach der ersten Mad des Bordes durch Öko Job am 28.Mai 2020
Strauchabschnitt (Standort 5): Die Sträucher treiben. Dazwischen wachsen viele Brombeeren und einige Kräuter
um 1. Mast (Standort 6): In der wiesennahen Zone am unteren Rand der Böschung gedeiht viel Glatthafer ( über 1 m hoch). Die oberene steilen Teile sind sehr schottrig (6).
um 2. Mast (Standort 7a): Die schottrigen oberen Böschungsteile enden beim 2. Mast. Danach zieht sich die Wiese bis ganz zum Gleis hoch.
um 3. Mast (Stanort 7b): Die Wiese bis ganz zum Gleis hoch. Die Böschung ist weniger steil. Zwischen dem 2. und dem 3. Mast blüht 2020 erstaunlich viel Bocksbart (Tragogpogon pratensis)
Abb. 5: Standort 5: Pflanzung der Sträucher 2020
Abb. 6: Standort 6 Bord unter Mast 1
Abb. 7: Standort 7a Bord unter Mast 2
Abb. 8: Standort 7b, Bord unter Mast 3
Abb. 8: Standort 7c, Feld mit Vernässungsstelle;
Das Feld wurde in den letzten Jahren unterschiedlich bewirtschaftet: Einmal als Acker mit Getreide, über längere Zeit auch als Luzernen Kleegras Kunstwiese. In der nordöstlichen Ecke befindet sich eine Vernässungsstelle, in die die Strassenabwässer eingeleitet werden.
Abb. 29: Gesamtansicht
Abb. 9: Böschung an der Apfelseestrasse (Standort 8a) mit blühenden Orchideen (18. Mai 21).
In dieser Magerwiese wächst das Helm-Knabenkraut (Orchis miltiaris). Die Böschung wird von der Gemeinde Aesch regelmässig gemäht. Neben der Orchidee gedeihen auch viele Primeln, von Primula veris bis Primula acaulis und sogar deren Mischformen.
Auf der folgenden Karte findet sich eine Übersicht über die wichtigsten Wiesenstandorte im Bereich Öpfelsee. Jede Zahl bezeichnet einen Standort, an dem eine pflanzensoziologische Aufnahme existiert (unterstrichene Zahlen) oder geplant (Zahlen nicht unterstrichen) ist. Neben den Zahlen steht ein kleines Pflanzensymbol, das mit einer Fotographie des Ortes verlinkt ist. Dann folgt eine Liste mit der Erläuterung der verwendeten Häufigkeitswerte wie sie in der Pflanzensoziologie üblich sind.
Die Tabellen folgen der bei Vegetationsaufnahmen üblichen pfanzensoziologischen Nomenklatur. Details siehe unter folgendem Wikipedia Link.