Auf dem Weg zur Gnadenmutter – Die Oberpfälzer Fußwallfahrer brechen wieder auf
In den Tagen nach Christi Himmelfahrt machen sich die Oberpfälzer Fußwallfahrer erneut auf ihren traditionellen Weg zur Gnadenmutter nach Altötting. Seit 1685 besteht diese Wallfahrt – und sie wurde nie unterbrochen. Weder Kriegsjahre noch die Corona-Pandemie konnten diese lebendige Glaubenstradition zum Schweigen bringen.
Im Mittelpunkt stehen damals wie heute das Rosenkranzgebet, die Fürbitten an die Muttergottes und die Bitte um Beistand in allen Lebenslagen – bis hin zum Gebet um einen guten Tod, wie es im Wallfahrtsbüchlein heißt.
Vier Oberpfälzer Wallfahrtsgruppen pilgern jedes Jahr an den Gnadenort. Zu diesen vier Gruppen gehört – neben Daßwang, Hemau und Beilngries – auch die Günchinger Altötting-Fußwallfahrergruppe, in der viele Teilnehmer aus dem Landkreis Neumarkt vereint sind.
Start in Günching – Ein gemeinsamer Aufbruch
Die Günchinger Pilger machen sich am Freitag nach Christi Himmelfahrt, 15. Mai, auf den Weg. Der Auftakt beginnt um 10 Uhr mit einer Andacht und der feierlichen Verabschiedung in der Pfarrkirche Maria Verkündigung. Stadtpfarrer Martin Becker aus Velburg spendet dabei den Pilgersegen.
Eine weitere Sammelstelle befindet sich um 11.45 Uhr an der restaurierten Mariensäule bei der Trocknungsanlage Lengenfeld oberhalb von Harenzhofen.
Die Route der Günchinger Pilger
Tag 1 – Freitag, 15. Mai
Günching – Lengenfeld – Batzhausen Aufgrund von Gleisbauarbeiten findet die Marienandacht dieses Jahr bei den Sportanlagen des ASV Batzhausen statt.
Weiter zum Eichlberg, wo um 18.00 Uhr der Pilgergottesdienst gefeiert wird.
Tag 2 – Samstag, 16. Mai
Start um 5.00 Uhr an der Mariensäule
Über Maierhofen und Kelheim (Mittagsrast)
Tagesziel: Rohr in Niederbayern
Tag 3 – Sonntag, 17. Mai
Weiterweg über Rothenburg und Heiligenbrunn (Pilgergottesdienst)
Mittagsrast in Hohenthann
Etappenziel: Geisenhausen
Tag 4 – Montag, 18. Mai
Vilsbiburg (Pilgergottesdienst und Frühstück)
Weiter über Egglkofen, Neumarkt-St. Veit und Rohrbach-Erharting
Tag 5 – Dienstag, 19. Mai
Ankunft aller vier Oberpfälzer Gruppen am Franziskushaus in Altötting
Gemeinsamer Einzug um 10 Uhr über den Kapellenplatz
Abschlussgottesdienst um 10.30 Uhr in der St.-Anna-Basilika
Organisation: Übernachtungen und Rückfahrten frühzeitig planen
Die Günchinger Pilgerleitung weist darauf hin, dass es seit der Pandemie schwieriger geworden ist, Übernachtungsquartiere für die einzelnen Etappen zu finden. Eine frühzeitige Planung wird daher dringend empfohlen.
Auch für die Rückfahrt aus Altötting sollten Pilger rechtzeitig Fahrgelegenheiten organisieren.
Ansprechpartner für die Wallfahrer ist:Theo Dirnhofer, Stauf Telefon: (01 71) 3801986 / 09181/905595 per Mail fusswallfahrer-guenching@gmx.de
Eine Anmeldung zur Teilnahme ist bei der Günchinger Gruppe nicht zwingend erforderlich.
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Die Günchinger Fußwallfahrt ist weit mehr als eine traditionsreiche Route. Sie ist ein Weg der Gemeinschaft, ein Weg des Glaubens und ein Weg der Freundschaft, der Menschen über Generationen hinweg verbindet.
Wer sich auf diesen Weg macht, trägt nicht nur seine eigenen Anliegen nach Altötting – sondern auch die Hoffnungen und Bitten vieler anderer.
Mit einem Nachtreffen im Berngauer Hof wurde am Samstagabend die 340. Oberpfälzer Altötting-Fußwallfahrt offiziell abgeschlossen. Im Mittelpunkt stand die Ehrung von 18 treuen Wallfahrtsjubilaren der „Günchinger Gruppe“.
Pfarrer Clemens Mennicken betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Glaubens und der Wallfahrt:
„Der Glaube beinhaltet immer auch einen missionarischen Auftrag. Die Teilnahme an Wallfahrten als öffentliches Bekenntnis zum Glauben ist wegweisend und erfüllend – im eigenen Leben und in der Beziehung mit Gott.“
Er rief dazu auf, diesen Weg des Glaubens weiterhin mutig zu gehen.
Die Pilgerleitung – Christian Weigert, Theo Dirnhofer und Thomas Lögl – dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für eine harmonische und gelungene Wallfahrt. Ein besonderer Moment war die Vorführung eines Films von Johann Schuster aus Leutenbach, der die diesjährige Wallfahrt mit der Kamera begleitet hatte.
Folgende Pilgerinnen und Pilger wurden für ihre langjährige Treue ausgezeichnet:
15 Teilnahmen: Resi Meier, Birgit Krauser, Franz Iberl, Thomas Puschmann, Josef Schmid, Monika Wild
20 Teilnahmen: Gerhard Straubmeier, Claudia Pröbstle
25 Teilnahmen: Angelika Anderle, Johann Schmid, Wally Härtl, Petra List
30 Teilnahmen: Hedwig Meier
35 Teilnahmen: Anneliese Krautwasser, Josef Schön, Johann Hecker
40 Teilnahmen: Josef Kirsch (Waltersberg)
Herzlichen Glückwunsch und ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für dieses beeindruckende Glaubenszeugnis!
Mit herzlichen Grüßen
Die Pilgerleitung
Günchinger Gruppe
Liebe Wallfahrer,
auch in diesem Jahr stehe ich euch wieder mit Rat und Tat zur Seite, um bei der Quartiersuche zu helfen. Besonders neue Pilger und diejenigen, die ihr Quartier verloren haben, können weiterhin auf meine Unterstützung zählen.
Die 340. Fußwallfahrt findet vom 30. Mai bis zum 3. Juni statt und erfordert dieses Jahr keine generelle Anmeldung, obwohl es für neue Pilger von Vorteil ist, sich vorab zu melden. Nach dem frühzeitigen Zählen in der Gruppe werden wir die Quartierleute und Wirte sofort benachrichtigen. Neue Pilger sind herzlich willkommen!
Bei Fragen oder Quartieranfragen könnt ihr euch an fusswallfahrer-guenching@gmx.de oder telefonisch unter 09181/905 595 bei Theo Dirnhofer melden. Auch Christian Weigert und Thomas Lögl stehen euch stets mit Rat und Tat zur Seite!
Theo Dirnhofer
Pilgerleiter
12.03.2025
Liebe Wallfahrer,
wir möchten euch darüber informieren, dass im Jahr 2025 zur Wallfahrt leider keine Übernachtungen im Kloster Rohr möglich sind.
Falls ihr dennoch eine Übernachtung in Rohr während der Wallfahrt benötigt, bitten wir euch, sich im Vorfeld an die jeweiligen Pilgerführer der Züge Hemau, Günching oder Dasswang zu wenden.
Hans Klebl
25.01.2025
Die Ehrung der Wallfahrtsjubilare stand am Samstag im Mittelpunkt beim Nachtreffen der Günchinger Altötting-Fußwallfahrer in Berngau. Zunächst trafen sich die Wallfahrer zum Rosenkranzgebet und Dankgottesdienst mit den Pfarrern Artur Wechsler und Clemens Mennicken in der Pfarrkirche. Wie Mennicken in der Predigt sagte, bestehe die Kirche aus uns „lebendigen Steinen“. Bei der Wallfahrt zur Gnadenmutter nach Altötting gehe niemand für sich allein. Die Gemeinschaft im Glauben sei es, die einen jeden Teilnehmer trage und auch präge.
Beim anschließenden Treffen begrüßte Pilgerleiter Theo Dirnhofer aus Stauf mehr als 100 Pilger von heuer 217 Teilnehmern des Günchinger Zugs. Ein Film über die Wallfahrt 2024 ließ die 339. Altötting-Fußwallfahrt Revue passieren. Höhepunkt war der gemeinsame Einzug in Altötting mit den Gruppen aus Daßwang, Hemau und Beilngries.
Den Wallfahrtsjubilaren überreichte die Pilgerleitung neben der Urkunde auch eine kunstvoll gestaltete Jubiläums-Pilgerkerze.
45-malige Teilnahme
Ludwig Lehmeier (Dippersricht)
Alois Schmid (Danlohe)
40-malige Teilnahme
So wurde Alois Kirsch (Deining)
35-malige Teilnahme
Wally Fink (Deining), Johann Stigler (Günching), Willi Stich (Berg) und Lydia Pröll (Berngau).
30-malige Teilnahme
Mal Georg Fink (Berg), Hildegard Häring (Tartsberg), Renate Seger (Harenzhofen).
25-malige Teilnahme
Hans Härtl (Stauf), Brigitte Schuster (Berngau), Edeltraud Seidl (Berngau) und Alfred Sturm (Berg) dabei.
20-malige Teilnahme
Horst Schmidt (Günching), Michael Kirsch (Unterbuchfeld), Luise Braun (Berngau), Josef Feihl (Oberwiesenacker), Margareta Kratzer (Röckersbühl) und Christiane Wölfl (Batzhausen).
15-malige Teilnahme
Alois Völkl (Neumarkt), Josef Inzenhofer (Mittersberg), Albert Knör (Deining), Thekla Haubner (Berg), Maria Hollweck (Berg), Josef Pröpster (Pelchenhofen), Peter Winter (Velburg), Anita Wurm (Reichertshofen)
Jeder Pilger geht auf eigene Gefahr. Er muß wissen, was er sich gesundheitlich zumuten kann. Im Bedarfsfall greifen Sie bitte zurück auf die Sicherungsfahrzeuge und den Sanitätern.
Auf Straßen stets in Zweierreihen gehen. Lautsprecherdurchsagen bitte befolgen.
Lassen Sie im Pilgerzug jeden Pilger/-in einreihen.
Bitte nehmt aufeinander Rücksicht!!! Befolgen Sie bitte jeweils die aktuellen Anweisungen über den Lautsprecher oder dem Sicherungsdienst. Die Verkehrsregelung übernimmt nur Polizei und Sicherungsdienst.
Nur wenn wir gemeinsam als Pilgergruppe auftreten, sind wir vorbildlich.
Pilgerbücher gibt es bei den Sicherungs- bzw. Begleitfahrzeugen.
Anträge für die Ehrungen (15, 20, 25, 30 .... Teilnahme) bitte bei den Begleitfahrzeugen eintragen.
Verlorene Gegenstände während der Wallfahrt: fragen Sie bei den Sicherungsfahrzeugen, nach der Wallfahrt wenden Sie sich bitte an den Pilgerführer.
Empfehlenswert: Das Gepäckstück mit Name und Anschrift zu versehen.
Wenn Sie das erste Mal mitpilgern und noch kein Quartier für die Nacht haben, bitte rechtzeitig beim Pilgerführer oder an den Begleitfahrzeugen Bescheid geben!