In diesem Abschnitt geht es um alles, was mit dem Gerät selbst zu machen ist; Aktionen über einen Browser sind im Abschnitt -> Webserver beschrieben.
FRANKYmini kann auf zwei Arten verwendet werden: als Handregler oder als im Bedienpult eingebauter Regler.
Als Handregler: den LiPo-Akkustecker unten in die weiße Buchse einstecken, den Akku flach auf den Boden des Geräts legen und die Kabel seitlich führen. Den orangefarbenen Rahmen aufklipsen, dabei darauf achten, dass kein Kabel gequetscht wird. Über die USB-C-Buchse aufladen. (Für die folgende Ersteinrichtung ist der Akku voll genug und es kann später aufgeladen werden.)
Im Bedienpult: einen rechteckigen Ausschnitt (45mm x 22,5mm) herstellen, Einkleben: Beiligendes doppelseitiges Rahmenklebepad an der Unterseite des überkragenden Randes befestigen und FRANKYmini in den Rahmenausschnitt einschieben und andrücken oder Einschrauben: Ohne das Klebepad einschieben, von unten den orangefarbenen Rahmen aufklipsen und in dessen Messingbuchsen von unten ausreichend lange M3-Schrauben auf Klemmung, nicht zu fest, einschrauben, bis sie gegen die Unterseite der Platte drücken und FRANKYmini unverrückbar halten.
In beiden Fällen über den mitgelieferten grünen Stecker Gleichspannung (DC) im Bereich von 6 bis 36 Volt zuführen, auf korrekte Polung achten!
Einschalten: Kurzen (nicht zu kurzen) Druck auf den Regler ausüben. Der Startbildschirm wird angezeigt.
Für die allererste Verwendung müssen WLAN-SSID (Netzwerkname) und -passwort konfiguriert werden. Es muss sich um das WLAN handeln, in dem auch die Z21-kompatible Zentrale (im folgenden kurz Z21 genannt) erreichbar ist (und gleich mitkonfiguriert wird). Nach Einschalten wird nach dem Startbildschirm ein blauer AP-Bildschirm gezeigt (AP: Access Point). Dieser zeigt die gleichnamige SSID des von FRANKYmini aufgebauten eigenen WLAN. Dieses dient ausschließlich dazu, zunächst die WLAN-Konfiiguration durchzuführen.
In den WLAN-Einstellungen eines solchen Gerätes das angezeigte WLAN suchen und verbinden. FRANKYmini realisiert ein sogenanntes Captive Portal (Anmeldeseite). In der Netzwerkkonfiguration ist eine Aufforderung zur Anmeldung zu sehen (siehe letztes Bild, oberer Teil), diese ist zu wählen und es öffnet sich die Konfigurationsseite:
Sollte das nicht der Fall sein, die auf dem AP-Bildschirm unten angezeigte IP-Adresse in die Browser-Adresszeile eingeben (in der Regel ist das 192.168.4.1).
Den Namen des heimischen WLAN eingeben. Es muss das gleiche sein, mit dem die Z21 verbunden ist. Das Passwort eingeben. Die IP-Adresse der Z21 eingeben. Mit" Speichern" bestätigen.
FRANKYmini bootet nun und bei korrekt eingegebenen Daten informiert kurz ein grüner Bildschirm über die erfolgreiche Verbindung. Anderenfalls wird ein roter Bildschirm gezeigt und wieder der AP-Bildschirm gezeigt.
Die Bedienung erfolgt ausschließlich über den Drehregler, im folgenden auch kurz als Regler bezeichent:
/Klick/ - Senkrechten kurzen Druck ausüben, bis es hörbar klickt
/Doppelklick/ - Kurz hintereinander zweimal /Klick/ ausführen (dazwischen loslassen)
/Langklick/ - Wie /Klick/, jedoch nicht sofort loslassen; die zugehörige Aktion wird sichtbar ausgeführt und nun kann der Regler losgelassen werden
/Linksdreh/ - Den Regler nach links, gegen den Uhrzeigersinn drehen. Der selektierte Wert wird erniedrigt.
/Rechtsdreh/ - Den Regler nach rechts - mit dem Uhrzeigersinn drehen. Der selektierte Wert wird ernhöht.
In allen Situation wird beim Drehen eine Beschleunigungsfunktion aktiv: Beim langsamen Drehen wird um 1 erniedrigt/erhöht, bei schnellerem Drehen zunehmend um eine größere Schrittweite. Das kann gut verwendet werden, um auch mit so einfacher Bedienung einen großen Wertebereich schnell abdecken zu können. Wird zwischenzeitlich der Regler losgelassen, beginnt die Schrittweite wieder bei 1. D.h. beim Wunsch, schnell(er) zu einem weit entfernten Wert zu gelangen, sollte der Regle "am Stück" weitergedreht werden.
FRANKYmini ist in verschiedene Bildschirme eingeteilt, die jeweils einen Funktionsbereich abdecken:
Startbildschirm
Fahrbildschirm (Hauptbildschirm)
Menübildschirm
Adressbildschirm
Schaltbildschirm
Programmierbildschirm
Infobildschirm
Bildschirmschoner
Ein Bildschirm kann in der Regel mit /Langklick/ verlassen werden und in der Regel wird damit zum Fahrbildschirm zurückgekehrt.
Unmittelbar nach dem Einschalten, sofern sich FRANKYmini mit dem konfigurierten WLAN verbinden kann, wird für etwa zwei Sekunden der Startbildschirm mit einem stilisierten Eisenbahnmotiv gezeigt. Ansonsten wird der AP-Bildschirm gezeigt.
Wird während der Anzeige des Startbildschirms /Klick/ ausgeführt, erscheint eine Abfrage, ob das Gerät zurückgesetzt werden soll. Es werden allerdings nur die WLAN-Zugangsdaten zurückgesetzt, die Benutzerdaten, siehe unten, bleiben erhalten. Diese Option kann benutzt werden, wenn FRANKYmini in einem anderen WLAN-Netzwerk arbeiten soll (zum Beispiel Wechsel vom heimischen ins Clubumfeld) und die eigenen Zugangsdaten gelöscht werden sollen. Das geht allerdings auch über einen Webbrowser (Tab INIT).
Wird während der Anzeige des Startbildschirms /Langklick/ ausgeführt, erscheint je gespeicherter Datei eine Abfrage, ob diese gelöscht werden soll. Das kann benutzt werden, um Dateien vor Weitergabe von FRANKYmini zu löschen oder nach einem Softwarewechsel, der eventuell manche Dateien obsolet macht, diese zu entfernen.
Wird der Startbildschirm nicht mit /Klick/ oder /Langklick/ unterbrochen oder das Zurücksetzen abgebrochen, wird zum Fahrbildschirm gewechselt.
Der Fahrbildschirm ist der Hauptbildschirm. Oben wird links der gewählte Fahrstufenmodus gezeigt: 28 (die Fahrstufen können von 0 bis 27 gewählt werden) bzw. 128 (die Fahrstufen können von 0 bis 126 gewählt werden). Mittig ist die Lokadresse zu sehen. Ist sie blau, ist der --> Lokspion aktiv. Rechts ist der geschätzte Akkustand zu finden (Achtung: noch gibt es einen Fehler bei der Berechnung).
In der letzten Zeile werden aktive Lokfunktionen angezeigt.
Mittig zeigt der Bildschirm die aktuelle Fahrstufe, die vom Regler gewählt wurde. Auch wenn sie an die Lok gesendet wurde, muss das nicht die tatsächlich von der Lok gefahrene Geschwindigkeit sein, da sie sich noch im Beschleunigen/Bremsen befinden kann. Die Fahrtrichtung wird durch ein Dreieck rechts (nach oben zeigend: vorwärts) oder links (nach unten zeigend: rückwärts) dargestellt. Ist es ausgefüllt, ist die Lichtfunktion (F0) eingeschaltet, ansonsten ist es jeweils ein hohles Dreieck.
Ist die Fahrstufe rot, besteht keine Verbindung zur Z21 (das letzte erwartete Lebenszeichen ist ausgeblieben). Jetzt gewählte Fahrstufen werden gesendet, werden aber nicht ankommen.
Ist sie orange, befindet sich die Z21 im Notaus (Gleisspannung abgeschaltet). Jetzt gewählte Fahrstufen werden gesendet, von der Zentrale aber nicht aufs Gleis gelegt.
Ist sie weiß, befindet sich die Z21 im Fahrbetrieb. Jetzt gewählte Fahrstufen werden gesendet und von der Zentrale aufs Gleis gelegt.
Aktionen
/Klick/ setzt die Fahrstufe auf 0, sofern sie vorher verschieden von 0 war
/Klick/ wechselt die Fahrtrichtung, sofern die Fahrstufe vorher 0 war
/Linksdreh/ setzt die Fahrstufe herab, /Rechtsdreh/ setzt sie herauf
Tipp: Wenn eine Rangierlok mit Bremsverzögerung fährt, /Klick/en und sofort um eine Stufe nach rechts drehen. Damit ist - ohne Hinsehen zu müssen - die Fahrstufe 1 gewählt, auf die die Lok abbremst und nach dem Herankriechen an den Zug/den Wagen punktgenau zum Halten gebracht werden kann.
Hinweis: Die Drehbeschleunigung erlaubt eine schnelle Änderung der Fahrstufe.
/Doppelklick/ schaltet den --> Lokspion ein bzw. aus
FRANKYmini übernimmt die Fahr- und Funktionsbefehle anderer Handregler: wird eine bei FRANKYmini aufgerufene Lok von einem anderen Regler gefahren, werden Fahrstufe, Richtung und gewählte Funktionen auf FRANKYmini aktualisiert. Dadurch kann nahtlos auf FRANKYmini weitergefahren werden.
Die Adresse einer Lok zu wählen ist bei nur einem Bedienelement nicht einfach. Daher gibt es einen "Lokspion", der wie folgt funktioniert:
Ist er ausgeschaltet (die Lokadresse ist weiß), wird die Adresse ausschließlich über den -> Adressbildschirm von FRANKYmini gewählt und kann von außerhalb nicht beeinflusst werden
Ist er eingeschaltet (die Lokadresse ist blau), wird jede Auswahl einer Lok durch einen anderen Handregler an der Zentrale dazu führen, dass FRANKYmini das erkennt und die Lokadresse übernimmt. So kann schnell mit FRANKYmini eine anderswo gewählte Lok weitergefahren werden
Bei 28 Fahrstufen werden die Fahrstufen 0 (Halt) bis 27 ausgesendet.
Bei 128 Fahrstufen werden die Fahrstufen 0 (Halt) bis 126 ausgesendet. Warum "fehlt" hier eine Fahrstufe? In Wirklichkeit wird im DCC-Protokoll die Fahrstufe 1 besonders interpretiert, nämlich als lokbezogener Nothalt. Tatsächlich werden für kontinuierliches Fahren also die Fahrstufen 0, 2, 3, 4, ..., 127 ausgesendet. Um den Sprung von 0 auf 2 für den Lokführer nicht irritierend darzustellen, senden Fahrregler üblicherweise ab der realen Fahrstufe 2 genau diesen Wert, zeigen aber einen um eins niedrigeren Wert an. Die gesendete Fahrstufe 2 wird also als 1, Fahrstufe 3 als 2 usw. angezeigt.
Die Möglichkeit zum lokbezogenen Nothalt bietet FRANKYmini nicht: es fehlt schlicht an der Bedienmöglichkeit (wenige unterscheidbare Bedienhandlungen des Reglers). Andere Regler gestatten über die Zentrale einzustellen, wie die NOTAUS-Taste interpretiert wird: Gleisspannung abschalten (alle Loks bleiben abrupt stehen) oder die aktuelle Lok abrupt anhalten (andere Loks fahren weiter, Beleuchtungen anderer Adressen leuchten weiter).
... und dazwischen weitere Funktionen bis ...
Der Menübildschirm zeigt mehrere Reihen von Aktionen, fünf pro Zeile. Mit /Linksdreh/ oder /Rechtsdreh/ wird durch die Aktionen zeilenweise gescrollt; dabei werden auch bisher nicht sichtbare Zeilen angezeigt. Ein /Klick/ führt die Aktion aus.
Folgende Aktion gibt es:
(#): Umschalten in den -> Adressbildschirm
(L): Schalten der Lichtfunktion (F0)
(1) .. (28): Schalten der Funktionen F1 bis F28
(S): Umschalten in den -> Schaltbildschirm
(P): Umschalten in den -> Programmierbildschirm
(Fs): Umschalten der Fahrstraßen (28 oder 126), die der Regler auswählen kann und die entsprechend als 28er oder 128er Fahrbefehl an die Z21 gesendet werden
(>) oder (<): 180-Grad-Drehung. Dadurch kann gewählt werden, ob die Schrift aufrecht ist, wenn der Regler links oder rechts vom Bildschirm ist und somit mit der rechten oder linken Hand gehalten werden kann
(?): Umschalten in den -> Infobildschirm
(|): Ausschalten von FRANKYmini
Tipp: durch kontinuierliches Drehen kann sehr schnell an das "andere Ende" navigiert werden, beispielsweise kann ohne Hinsehen sehr schnell zum Ausschalten navigiert werden (schneller /Rechtsdreh/ und /Klick/
Mit /Langklick/ wird zum Fahrbildschirm zurückgekehrt.
Die zu steuernde Lok kann gewählt werden. Auch wenn der Lokspion aktiv ist, kann die Adresse verändert werden und die so gewählte Lok später gesteuert werden, jedoch sorgt der Lokspion dafür - sobald an einem anderen Regler eine andere Adresse aufgerufen wird - dass eine anderweitig gewählte Lok gefahren werden kann. Ob der Lokspion aktiv ist, zeigt unten die Statuszeile, zusätzlich ist die gewählte Lokadresse eingeklammert.
Mit /Klick/ wird die aktuelle Adresse um 1000 erhöht (nach 10000 wird wieder von vorn begonnen).
Mit /Langklick/ wird zum Fahrbildschirm zurückgekehrt.
Hier können Weichen und Signale geschaltet werden.
Zentral ist die Adresse zu finden. Die Wahl der Adresse erfolgt durch /Linksdreh/ oder /Rechtsdreh/, das Schalten auf die andere Position durch /Klick/.
Ohne weitere Konfiguration ist die Auswahl einer Adresse zwischen 1 und 100 möglich einzustellen.
Die Lage ist als Plus ("+") für die Grundstellung und Minus ("-") für die Nichtgrundstellung angezeigt.
Die Statuszeile am unteren Bildschirm zeigt an, welche Aktion /Klick/ auslösen wird.
Werden mehr Adressen benötigt oder/und der Adressbereich ist nicht durchgängig, kann das in der Datei Schalten.txt konfiguriert werden (siehe Kapitel Webserver -> Dateien).
Text nach einem Semikolon wird ignoriert.
Wenn ein Eintrag Adressen: existiert, wird der danach stehende Text als der Bereich der zur Verfügung stehenden Adressen betrachtet. Am besten lässt sich das an diesem Beispiel erläutern:
Adressen: 1-4, 7-9, 12-14
Im Schaltbildschirm können nun nur die Adressen 1, 2, 3, 4, 7, 8, 9, 12, 13, 14 gewählt werden, keine anderen.
Optional können zusätzlich zur Zeile mit dem Adressbereich für jede Adresse Typ- und Hinweistextangaben gemacht werden: eine Zeile für die Plus- und eine Zeile für die Minuslage:
1+ Durchf n Halle
1- Ausf n Halle
Der fehlende Buchstabe (Präfix) vor der numerischen Adresse bedeutet automatisch, dass es sich um eine Weiche handelt:
Für Signale gibt es zwei mögliche Präfixe: "S"
Das folgende ist noch nicht implementiert:
und "s". In beiden Fällen wird auf dem Schaltbildschirm der Großbuchstabe "S" vor die Adresse gesetzt zur Kennzeichnung eines Signals. Zusätzlich wird der Präfix "S" und die Adresse in dieser Schriftfarbe angezeigt:
rot, wenn Pluslage ( entspricht Hp0)
grün, wenn Minuslage und der konfigurierte Präfix ein großes "S" ist (entspricht Hp1)
gelb, wenn Minuslage und der konfigurierte Präfix ein kleines "s" ist (entspricht Hp2)
Im Beispiel
S73+ Einf 3 aus Ahb
S73- Einf 3 aus Ahb
s74- Einf 5,6 aus Ahb
wird über die Adresse 73 zwischen Hp0 und Hp1 für die Einfahrt in das Gleis 3 umgeschaltet und über die Adresse 74 der Abzweig in die Gleise 5 oder 6 (weitere Fahrwegverzweigung dahinter) gestellt.
Zwei Weichen einer Gleisverbindung haben vier Zustandskombinationen, von denen aber nur zwei Kombinationen sinnvoll sind. Beide Weichen können praktisch als eine Stelleinheit mit nur zwei (kombinierten) Zuständen angesehen werden und es kann entsprechend schneller bedient werden.
Die Adressen beider Weichen müssen und sollen nicht wie bei Weichen beschrieben einzeln konfiguriert werden; stattdessen werden beide Adressen verkettet beschrieben in zwei Zeilen, also beispielhaft für die Weichen mit den Adressen 49 und 50:
49+50+ Parallelfahrt
49-50- Gleiswechsel
Beim /Linksdreh/ bzw. /Rechtsdreh/ durch den erlaubten Adressbereich wird eine Weichenverbindung dann angezeigt, wenn auf ihre erste Adresse gewechselt würde. Sind die Adressen 48 und 51 erlaubt, folgt der Adresse 48 die Weichenverbindung (49/50) , der durch Weiterdrehen die Adresse 51 folgen würde. Das heißt, dass die Weichenverbindung nur einmal angezeigt wird, obwohl sie aus zwei Adressen besteht.
In der mittigen Adressanzeige werden beide als "W49/50" angezeigt, der Schrägstrich "/" weist also auf die Kombination hin. Als aktuell angezeigter Zustand unter der Adresse wird die Kombination der Einzelzustände herangezogen und wenn diese Kombination auf eine der zwei Konfigurationszeilen passt, wird der Hinweis der betreffenden Zeile angezeigt.
Wieder beispielhaft für W49 und W50 seien die aktuellen Zustände W49+ und W50+. Somit wird "Parallelfahrt" angezeigt und als Aktion in der Statuszeile "Gleiswechsel". Beim Auslösen des Schaltvorgangs über /Klick/ wird zuerst W49- und danach W50- ausgeführt mit einer im Status-Tab des Webservers konfigurierbaren Verzögerung "Weichenumlaufzeit" (Wert in Millisekunden).
Sind durch Schalten mit einem anderen Handregler Zustände von W49 und W50 so kombiniert, dass sie keiner der beiden Zeilen entsprechen (z.B. W49- und W50+), dann wird der Zustand der ersten Zeile angenommen und durch das Angebot des Umschaltens auf den Zustand der zweiten Zeile kann wieder ein geregelter Schaltzustand erreicht werden.
DKW erlauben vier Fahrwege (Kombination zweier Weichen mit je zwei Zuständen). Bei EKW sind durch fehlende Zungenschienen und Herzstücke nur drei Kombinationen möglich. Da trotzdem beide Antriebe unabhängig geschaltet werden können, kann eine vierte Kombination erreicht werden, die jedoch nicht fahrbar ist.
Die Adressen beider Weichen der DKW/EKW müssen und sollen nicht wie bei Weichen beschrieben einzeln konfiguriert werden; stattdessen werden beide Adressen verkettet beschrieben durch vier Zeilen. Wie bei Gleisverbindungen werden die beiden Adressen hintereinander kombiniert und bei DKW ein Präfix "D" und bei EKW ein Präfix "E" verwendet. Klein-/Großschreibung spielt bei diesem Präfix (anders als beim Signal) keine Rolle. Beispielhaft für die DKW mit den Adressen 3 und 4 wäre das
D3+4+ Gerade
D3-4- Schraeg
D3+4- Bogen oben
D3-4+ Bogen unten
oder für eine EKW mit den gleichen Adressen
E3+4+ Gerade
E3-4- Schraeg
E3+4- Bogen oben
E3-4+ Ungueltig
Von kleineren Adressen des erlaubten Adressbereichs kommend, wird durch /Rechtsdreh/ eine DKW bzw. EKW dann angezeigt, wenn auf ihre erste Adresse (hier 3) gewechselt würde. Es wird ein Block von drei der vier Zustände in der Reihenfolge ihrer Beschreibung in der Datei eingefügt. Der Zustand, der der vorliegenden aktuellen Kombination der Einzelzustände der beiden Adressen entspricht, wird nicht eingefügt, weil er ja nicht geschaltet werden muss. Weiterer /Rechtsdreh/ navigiert durch diesen Block und führt schließlich zur nächsthöheren "normalen" Adresse.
Von höheren Adressen des erlaubten Adressbereichs kommend, wird durch /Linksdreh/ ebenfalls der Block dieser drei Zuständen eingefügt, weiterer /Linksdreh/ navigiert rückwärts durch diesen Block und schließlich zur nächstniedrigeren "normalen" Adresse.
Als Adresse wird im Block der DKW/EKW immer der Präfix, die erste Adresse, ein Schrägstrich und dann die zweite Adresse angezeigt, beispielhaft "D3/4" oder "E3/4". Jedoch unterscheidet sich bei den Blockelementen immer Wert der Statuszeile: es werden die kombinierten Zustände als Schaltziel angezeigt, die gerade nicht aktuell vorliegen.
Wieder beispielhaft für W3 und W4 seien die aktuellen Zustände W3+ und W4+. Somit wird bei Adresswahl nach Adresse 2 "D3/4" und darunter "Gerade" angezeigt und als Aktion in der Statuszeile "Schräg", beim nächsten /Rechtsdreh/ "Bogen oben", beim nächsten /Rechtsdreh/ "Bogen unten" und beim nächsten Rechtsdreh Adresse 5. Beim Auslösen des Schaltvorgangs über /Klick/ wird die in der Statuszeile angezeigte Kombination geschaltet: z.B. W3- und danach W4- mit einer im Status-Tab des Webservers konfigurierbaren Verzögerung "Weichenumlaufzeit" (Wert in Millisekunden). Der neue geschaltete Zustand wird nun unter der kombinierten Adresse "D3/4" angezeigt und intern der Block der drei Zustände aktualisiert (der jetzt geschaltete Zustand entfernt und der vorherige Zustand in den Block aufgenommen).
Zusammenfassend gesagt, kommt man aus dem normalen Adressbereich in eine DKW/EKW in den Block der drei möglichen anderen Kombinationszustände und verlässt diesen Block wieder in den normalen Adressbereich. /Linksdreh/ und /Rechtsdreh/ sind genauso innerhalb des Blocks möglich, und /Klick/ löst den gewünschten Zielzustand aus, welcher sich auf die drei Blockelemente auswirkt.
Hier können CV über das Programmiergleis geschrieben und gelesen werden (roter, grüner Button) oder über Hauptgleisprogrammierung (PoM) geschrieben werden. RailCom-Programmierung wird FRANKYmini nicht unterstützen, da ich nicht über entsprechende Hardware zum Testen verfüge.
Über den Regler können CV-Nummer, CV-Wert, Bits des Bitfelds (Kreise in der zweiten Zeile) bzw. die Aktionen gewählt werden. Ein Rahmen um die Eingabefelder zeigt deren Selektion an, bei den Buttons ist es deren Inversdarstellung, die die Selektion anzeigt.
CV-Nummer und CV-Wert: /Klick/ führt in den Editiermodus. Mit /Linksdreh/ oder /Rechtsdreh/ kann der Wert angepasst werden. /Klick/ führt zur Werteübernahme und Rückkehr in den Selektionsmodus
Bitfeld: Das Bitfeld zeigt immer synchron den CV-Wert an. Wird dieser geändert, ändert sich das Bitfeld. Wird ein Bit verändert, wird der CV-Wert verändert. Das rechts stehende Bit ist Bit 0 (Wert 1/0, das links stehende Bit ist Bit 7 (Wert 128/0). /Klick/ auf eine Bitfeld ändert es von 0 auf 1 oder von 1 auf 0.
Schreiben: /Klick/: Der angezeigte CV-Wert wird in die angezeigte CV-Nummer geschrieben
Lesen: /Klick/: Der Wert der angezeigten CV-Nummer wird gelesen und im Erfolgsfall in den CV-Wert geschrieben
Schreiben Adr. #: /Klick/ Der angezeigte CV-Wert wird in die angezeigte CV-Nummer der Lok mit der angezeigten Adresse geschrieben. Diese Adresse ist auf dem Button zu sehen und wird aus dem Adressbildschirm bzw. Fahrbildschirm übernommen (es ist also die zuletzt gesteuerte Lok). Soll eine andere Lok programmiert werden, kann die Adresse über den Adressbildschirm geändert werden und zum Programmierbildschirm zurückgekehrt werden. Dieser umständliche Weg ist jedoch nicht notwendig. Ein /Doppelklick/ wechselt in den Editiermodus für den Button und mit /Linksdreh/ bzw. /Rechtsdreh/ kann die Adresse geändert werden, /Klick/ beendet den Editiermodus und ein nächster /Klick/ auf dem Butten führt die Programmierung aus
Komfort für Decoderreset
Wurde auf dem Programmiergleis CV8 erfolgreich ausgelesen führt /Klick/ auf "Schreiben" dazu, dass ein Reset des Decoders ausgeführt wird. Dazu wird die Reset-Information der Konfigurationsdatei Hersteller.txt (siehe --> Webserver) benutzt, denn es ist nicht für jeden Hersteller CV8=8 zu setzen. Vor Ausführung des Resets wird noch eine Nachfrage angezeigt.
Komfort für Geschwindigkeitskennlinie
Geplantes Feature: Bei Auswahl einer CV der Kennlinie (CV67 bis CV94) und /Linksdreh/ auf einen negativen Wert (der sonst nie zulässig ist) wird ein dem Indexwert entsprechender vordefinierter Satz von Kennlinienpunkten aus Kennlinie.txt gelesen (-1 für erstes Element, -2 für zweites Element usw.), als grafisches Diagramm angezeigt, und eine Bestätigung /Klick/ auf diesem führt zum entsprechenden Schreiben von CV67 bis CV94. Alternativ kann wie üblich jede einzelne CV manuell beschrieben werden. Die Kennlinie muss jedoch per CV29 noch aktiviert werden.
Mit /Langklick/ wird zum Fahrbildschirm zurückgekehrt.
Der Infobildschirm zeigt die benutzten WLAN-Daten, die Z21-IP-Adresse und weitere Informationen.
Mit /Langklick/ wird zum Fahrbildschirm zurückgekehrt.
Nach etwa 60 Sekunden Inaktivität wird der Bildschirm geleert, gedimmt und der Akkuladezustand gezeigt.
Mit einer beliebigen Bedienhandlung wird der Bildschirmschoner beendet und zum vorherigen Bildschirm zurückgekehrt.
Um die eingeschränkten Bedienelemente zu ergänzen, stellt FRANKYmini einen Webserver zur Verfügung. Durch Eingabe der IP-Adresse (zu finden im Infobildschirm) in einem Browser auf Smartphone, Tablet oder PC können weitere Einstellungen vorgenommen werden.
Implementiert ist ein sogenanntes Responsive Design, d.h. die Webseitendarstellung passt sich dem Gerät (Smartphone, Tablet, PC) an. Der Adresskonfigurationsseite am Anfang dieser Anleitung ist beispielsweise wie auf einem Smartphone dargestellt, die weiteren Seiten dieses Kapitels sind wie auf einem PC dargestellt.
Tab "DATEIEN"
Anzeige der Konfigurationsdateien von FRANKYmini.
Alle Dateien können angezeigt und heruntergeladen werden. Es empfiehlt sich, bei Änderungen ab und an ein "Backup" zu machen, indem Dateien heruntergeladen und an auffindbarem Ort gespeichert werden. Zwar überschreibt/löscht FRANKYmini nie diese Dateien (siehe jedoch -> Reset, jedoch nicht bei einem Firmwareupdate), dennoch kann die Aufbewahrung "für den Fall der Fälle" hilfreich sein.
Dateien, die auf .sys enden, können nicht modifiziert werden. Andere Dateien können direkt editiert werden oder von einer modifzierten heruntergeladenen Kopie überschrieben werden. Achtung: Der Name der hochgeladenen Datei wird nicht überprüft und deren Inhalt überschreibt auf jeden Fall den der Datei, für die "Upload" gewählt wurde. D.h. es kann über diesen Weg keine neue Datei "eingeschmuggelt" werden.
Die Dateien beinhalten:
config.sys: Speicherung interner Zustände, bspw. der zuletzt gewählten Bildschirmorientierung
log.sys: Logdatei (wenn eingeschaltet)
CV.txt: Liste der CV-Namen und -Werte. Das dient für den Programmierbildschirm als Anzeigeunterstützung. So wird bspw. bei gewählter CV1 der Hinweis "(Kurze) Adresse" eingeblendet oder bei gewählter CV29 und gewähltem Bit 2 unter dem CV-Wert der Hinweis "28 & 128 Fahrstufen" angezeigt
Hersteller.txt: Liste der Werte in CV8 und der zugehörigen Hersteller. Zusätzlich, aber optional, wird noch die CV angegeben (vor dem Gleichheitszeichen), die für ein Decoderreset programmiert wird und auf welchen Wert (nach dem Gleichheitszeichen). "1=0" bedeutet, für einen Rest CV1 mit 0 zu beschreiben (typisch für cT-Decoder). Üblich ist "8=8" und muss deshalb nicht angegeben werden. Das heißt, wenn diese Angabe fehlt, nimmt FRANKYmini "8=8" an
Schalten.txt: Konfiguration der verfügbaren Schaltadressen und ihrer Namen - Details siehe Bescheibung des Schaltbildschirms
Im Auslieferungszustand enthalten die .txt-Datein am Anfang die Beschreibung, wie sie aufgebaut sind sowie einen Beispieldatensatz. Es sollte erwogen werden, die Dateien gleich herunterzuladen und als Referenz zu speichern, falls durch eigenes Umkonfigurieren insbesondere die Information ihrer Struktur verloren gehen sollte.
Tab "Screen"
Der aktuelle Bildschirm von FRANKYmini wird angezeigt sowie einige der Werte, die für diesen Bildschirm Verwendung finden. Zum einen verwende ich diese Seite, um die Screenshots dieser Bedienungsanleitung zu erzeugen, zum anderen könnte er nützlich sein bei Fehlermeldungen.
Tab "CONFIG"
In dieser Datei können einige grundlegende Einstellungen vorgenommen werden:
Orientierung: Primär dient diese Einstellung der Anpassung an eine Haltung von FRANKYmini in der linken Hand (Bildschirm links und Regler rechts) oder der rechten Hand (entsprechend umgekehrt), kann aber auch für den festen Einbau in ein Stellpult interessant sein.
Diese Einstellung kann auch an FRANKYmini direkt (Menübildschirm) vorgenommen werden.
Töne: Ein-/Ausschalten der Quittungstöne der Drehreglerbedienung
Fahrstufen: Standardfahrstufenzahl, mit der FRANKYmini Loks steuert (28 oder 126). Ist für eine Lok einen abweichende Fahrstufenzahl in der -> Lokdatenbank konfiguriert, wird diese bevorzugt.
Diese Einstellung kann auch an FRANKYmini direkt (Menübildschirm) vorgenommen werden.
Lokdatenbank: Siehe -> Fahrbildschirm
Diese Einstellung kann auch an FRANKYmini direkt (Menübildschirm) vorgenommen werden.
Logmodus: Ist er eingeschaltet, wird die Datei log.txt aktualisiert.
Tab "UPDATE"
Hierüber kann ein Update der Firmware erfolgen. Das kann notwendig sein, um Fehler zu beheben oder neue Features zu erhalten. Am Ende dieser Seite ist die Liste verfügbarer Firmware zu finden. In der Regel ist nur die neueste Firmware herunterladbar, die älteren Einträge sind nur für das Nachvollziehen der Änderungshistorie zu sehen.
Die Firmware herunterladen (Rechtsklick auf den Link der neuesten Version in der untenstehenden Tabelle, lokal abspeichern).
Update-Seite im Browser des Smartphones, Tablets bzw. PCs, auf den die Firmware heruntergeladen wurde, aufrufen.
Heruntergeladene Datei auswählen.
Update starten
Warnungsdialog bestätigen, Fortschrittsanzeige auf Webseite (und Gerät) erscheint.
Nach erfolgreichem Update Gerät über die Webseite neu starten
Im Infobildschirm kann die neue Version verifiziert werden
Siehe Ende der Seite Update, Changelog und bekannte Fehler