Revier Velten den 10.1.44 Liebe Mutti Eben erhielt ich Dein Päckchen von 25.1 Habe vielen dank dafür ich habe mich sehr darüber gefreut. So ist das Päckchen nicht in die Luft gegangen wie ich es zu erst vermutet habe. Die Plätzchen weren mir ganz gut schmecken ich habe einige schon gekostet nut etwas zerbreckelt sind sie. Die Butter ist noch gut ich werde Sonntag ganz gut gebrauchen konnen da kaufe ich mir wieder Semmeln. Die Marken dann haben wir heut bekommen da wir weniger Brot bekommen haben. 300 gr. W. Also 6 Johrippen. Da werde ich wieder nach Hause denken. Heute werde ich versuchen aufsustellen um ins Kino zugehen. Meinen Daumen kann ich etwas bewegen was ich dauerst versuche Hoffentlich gelingt es mir ihn bald so gut zu bewegen wie früher. Das Fr. Schubert gestorben ist, ist ja schrechlich. Da hat das junge Glück schon ein Ende. Ich werde hier immer nur Jermy Colmes genant Das war einmal ein berühmter Detektiv. Gestern besuchte eine junge Frau ihren Mann der auf meinem zimmer mit liegt. Sie hat mit die Hände gewaschen und beim Mittagsessen die Kartoffeln geschält. Rürend nicht. Ich habe ihren Mann immer geholfen. Sei es ihm das Essen zu geben Teller abwaschen usw. Das Bett habe ich ihm auch gemacht und andere Dinge daf[r habe ich von ihm schon 4 Ziggerette bekommen. Schon was? Wie geht es denn bei Euch zu Hausse. Ist viel Fliegealarm. Heut Mittag beim Essen war Fliegeralarm (Großalarm. Schwere Verbände im Anflug. Sie sind warscheinlich abgedreingt worden. Joachim Gleusbitz hat mir geschrieben. Hat ich es Dir schon mit geschrieben. Draußen liegt schon ziemlich hoch Schnee. Heute hieß es das die Untergruppe aufgelöst und versetzt würde. Wir würden auch daran gehören. Also schickt mir vorläufig nichts nastlagernd wenn ich nicht voher geschrieben hab. Nochmals vielen Dank für Dein Pächchen Es grüst Dich Dein Sohn H. Christoph