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Land & Leute

Die Philippinen sind ein Archipel im pazifischen Ozean, welcher aus 7'107 Inseln besteht. Da er ein Teil des "Pazifischen Rings" ausmacht, befinden sich dort noch zahlreiche aktive Vulkane. Die Jahreszeiten teilen sich in Regenzeit und Trockenzeit auf, wovon letzere ab ca. Ende Dezember bis im Juni andauert.

Wegen ihrer zentralen Lage stellen die Philippinen einen kulturellen und genealogischen Schmelztiegel verschiedener ethnischen Gruppierungen dar. Deshalb ist es schwer, typisch philippinische Züge zu definieren. Und doch lassen sich Philippiner durch diese ausgeprägte Mischung leicht von anderen Asiaten unterscheiden.

Erstmals vereint wurde die Nation durch die Kolonialherrschaft Spaniens. Nachdem Magellan die Philippinen unter dem Spanischen Prinz Felipe entdeckt hatte, regierte Spanien das Land für weitere 333 Jahre. In dieser Zeit wurde den Einheimischen vieles von der europäischen Kultur auferlegt. Seit ihrer Befreiung um 1898 durch die USA leiden die Philippinen unter der instabilen politischen Lage, welche während der 70er in der Diktatur von Ferdinand Marcos ihren Höhepunkt fand. Mit der so genannten "People Power" Revolution gelang es dem Volk schliesslich, den Tyrann gewaltlos zu exilieren.

Auf den Philippinen werden über hundert verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. Was alle Philippiner vereint, ist die Nationalsprache "Tagalog", die Sprache der Hauptstadt Manila, welche jeder Philippiner in der Schule lernt. Zudem lernen sie auch Englisch, das der Bevölkerung als 2. Amtssprache und Arbeitssprache dient.

Eine Besonderheit der philippinischen Kultur ist der starke Familienzusammenhalt. Des Weiteren sind die meisten Philippiner streng gläubig: etwa 80% der Bevölkerung gehört seit der Kolonialzeit der Römisch Katholischen Glaubensrichtung an. Es gibt aber auch Muslime, Protestanten, und Angehörige anderer Konfessionen. Die Religion der Urbevölkerung war animistischer Natur, später entwickelte sich eine mythologische Glaubensstruktur, welche vermutlich vom Hinduismus beeinflusst war.

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