Holocaustleugner bekämpfen die Ansicht, dass es im 2. Weltkrieg KZs und Vernichtungslager gegeben hat, in denen Juden und andere Gefangene systematisch getötet worden sind. Diese Leute nennen sich auch „Revisionisten“, weil sie überzeugt sind, dass unser Wissen über Hitler, die Nazis, den Nationalsozialismus und die Vernichtung der Juden falsch ist, und darum „revidiert“ werden muss. Es ist klar, dass diese Holocaustleugner und Revisionisten enge Kontakte zu den Neonazi-Gruppen pflegen und diese mit ihren Ideen „füttern“. Die Revisionisten und Holocaustleugner sind weltweit gut miteinander vernetzt.
Aufgabe 13
Finden Sie heraus, was der "Leuchter report" ist und halten Sie in zwei Beispielen fest, wie er widerlegt wurde. Schauen Sie dann den folgenden Ausschnitt und beschreiben Sie die Wirkung, welche Fred Leuchter auf Sie hat.
Aufgabe 14
Suchen Sie als Abschluss dieser Lernsequenz im Internet ein Video, das sich mit Neonazis beschäftigt oder von Neonazis erstellt worden ist. Suchen Sie nach einem „eindrücklichen“ Video. Halten Sie die Internet-Adresse fest und kommentieren Sie, warum Ihnen dieses Video „Eindruck“ gemacht hat.
Weiterführende Aufgabe
Das Video zeigt ein Interview mit dem Holocaustleugner Richard Williamson. Sie sehen einen Ausschnitt aus einem Gespräch mit Richard Nelson Williamson. Er wurde 1940 in London geboren und ist „einer der vier Bischöf der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. Die Aufhebung seiner Exkommunikation durch Papst Benedikt XVI. löste Kontroversen auch innerhalb der römisch-katholischen Kirche aus, da Williamson den Holocaust geleugnet hat. Am 24. Oktober 2012 schloss die Bruderschaft ihn wegen Ungehorsams als Mitglied aus. Im November desselben Jahres gründete er eine eigene Bewegung namens "The St. Marcel Initiative". (zitiert aus: wikipedia, 5.6.13)
Weiterführende Aufgabe
Fassen Sie kurz die Position von Williamson zusammen. Welche Ansichten vertritt er?
Exkurs: Antirassismus-Strafnorm in der Schweiz (frewillig, aber spannend)
Am Schluss dieses Videos fürchtet sich der Holocaustleugner Williamson vor seinen eigenen Aussagen, denn was er gesagt hat, darf in Deutschland - wo das Interview durchgeführt worden ist - nicht öffentlich gesagt werden. Auch die Schweiz verbietet per Gesetz bestimmte Äusserungen in der Öffentlichkeit. Lesen Sie die schweizerische Antirassismus-Strafnorm unter:
http://www.ekr.admin.ch/themen/00042/00054/index.html?lang=de
Auf dieser admin.ch-Seite finden Sie den ausführlichen Text auf der rechten Seite:
RASSENDISKRIMINIERUNG i.S.v. ART. 261BIS StGB – EINE ÜBERSICHT Lesen Sie danach die nähere Bestimmung und Begründung dieses Gesetztes unter (Link oder pdf). Lesen Sie die Abschnitte „Rechtsgut“, „Verhältnis zur Meinungsfreiheit“ und „Leugnen von Völkermord“.
Was ist der Kerngedanke, der dem Gesetz zugrunde liegt?
Dieses Gesetz schränkt die Meinungsäusserungsfreiheit in der Öffentlichkeit ein? Mit welcher Begründung wird dies getan?
Würde sich Williamson mit dem Interview, das er gegeben hat, auch in der Schweiz strafbar machen? Begründen Sie Ihren Entscheid.