Die nächsten zwei Ausschnitte stammen aus einer Dokumentation über Adolf Eichmann. Es handelt sich um eine Episode einer 1998 erschienenen, mehrteiligen Doku-Serie mit dem Titel "Hitlers Helfer".
Adolf Eichmann war für die Transportorganisation der Deportationszüge zuständig und damit wesentlich für den Holocaust mitverantwortlich. Nach dem Krieg kam er zwar in Kriegsgefangenschaft; es gelang ihm aber, unterzutauchen und sich über die sogenannte "Rattenlinie" nach Argentinien abzusetzen. Dort spürte ihn der israelische Geheimdienst 1960 auf und entführte ihn nach Israel, wo ihm der Prozess gemacht wurde. Dieser endete mit der Todesstrafe.
Auch in diesem Film kommen Zeitzeugen zu Wort. Im Gegensatz zu Lanzmanns Film „Shoa“ arbeitet diese Dokumentation aber mit anderen filmischen Mitteln. Beschreiben Sie diese und erläutern Sie deren Wirkung auf den Zuschauer. Geben Sie 3-4 Beispiele.
Wo sehen Sie Vor- und Nachteile dieser Form?
Aufgabe 11
Aufgabe 12
Informieren Sie sich über die „Folgen“ des Eichmann-Prozesses. Halten Sie insbesondere die Ausführungen über Hannah Arendt und den in diesem Zusammenhang wichtigen Begriff der „Banalität des Bösen“ fest, z.B. auf http://de.wikipedia.org/wiki/Eichmann_Prozess.
Vertiefung
Bei diesem Ausschnitt handelt es sich um den Schluss der Dokumentation, welche die Entführung Eichmanns zeigt.
Der hier zu findende Spiegel-Artikel (Link oder pdf) stellt Schalom Nagar ins Zentrum, der damals Eichmanns Gefängniswärter war und durch das Los dazu bestimmt wurde, die Hinrichtung auszuführen.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-78145188.html
Trailer zu einem Dokumentarfilm über Schalom Nagar: