Das Ziel ist das Ziel!
Ein Projektmanager weiß wo er hin will. Er fomuliert klare Ziele und Meilensteine. Er bewertet vor jeder Entwicklung, ob sie das Projekt nachhaltig dem übergeordneten Ziel näher bringt.
"Wer Visionen hat, sollte einen Arzt Projektmanager aufsuchen!"
Ein Projektmanager entwickelt und gewährleistet eine einheitliche Vision unter allen Projektbeteiligten. Ein Projekt kann mehrere Ziele haben, doch die Lösung lässt sich nur mit einer gemeinsamen Vision entwickeln.
"Die kleinste Geige gibt nicht (immer) den Ton an, aber nur solange sie spielt, spielt das Orchester."
Ein Projektmanager kennt alle zur Verfügung stehenden Ressourcen (Budget, Personal, Maschinen, etc.), ihre Werte und Betriebskosten.
Die optimalste Lösung ist nicht die teuerste, sondern diejenige, die das beste Ergebnis nachhaltig bei maximaler Schonung der Ressourcen erreicht.
Erfahrung
seit 2022
Nach vorangegangener Konzeptentwicklung, gründete ich zusammen mit 8 Kolleg*innen im Februar 2022 die celrage GmbH, in welcher ich sowohl Gesellschafter, als auch Geschäftsführer bin. Alle betriebswirtschaftlichen Tätigkeiten (Fördermittelaquise, Arbeitsverträge, Buchhaltung, Versicherungen, Markeneintragung, uvm.) führte ich gemeinsam mit meinem Geschäftsführerkollegen. Insgesamt entwickelten wir über ein Jahr im neunköpfigen Team mit fast einer halben Million Euro Budget einen Spieleprototyp.
Während wir um Produktionsmittel für das Spiel warben, entwickelten wir für die Unternehmen Horsch (Landmaschinenhersteller) und Ferdinand Tausendpfund (Bau) Spielkonzepte zu Marketingzwecken. Hierbei übernahm ich die Vertragsverhandlungen und überwachte die Anforderungserfassung (Requirements Engineering).
Da nach Abschluss des Prototyps das Produktionsbudget für das Spiel nicht aufgebracht werden konnte (Publisher- / Investorensuche), kündigte ich die Arbeitsverträge und stellte alle Mitarbeitenden Arbeitszeugnisse aus. Nach kurzer Auftragssuche bahnte sich ein vielversprechendes Projekt mit einem großen regionalen Unternehmen an, welches letztlich bedauerlicherweise nicht zustande kam.
seit 2020
Kurz nachdem ich 2020 nach Regensburg zurückkam und bei lyniat.games als Storyteller einstieg, wurde ich Gesellschafter der GmbH. Eine kleine Unternehmung zwar, für mich jedoch eine hervorragende Gelegenheit praktische Erfahrung zu sammeln.
Im Sommer 2021 wechselte ich zum FinTech-StartUp Remonon und war ein paar Monate als Geschäftsführer ihrer Muttergesellschaft genohero GmbH eingetragen. Mit den Gesellschaftern stimmte ich den Finanzplan und anstehende Meilensteine ab, zeichnete Verträge und behielt vor allen Dingen einen Überblick über die Entwicklung.
2020
Schon während meiner Tätigkeit als Vorstand des Rommelwood e.V. (s.u.) habe ich erfolglos versucht einen Wohnheimsverband zu gründen, um mit dem Studentenwerk auf Augenhöhe sprechen zu können.
Nachdem ich in Regensburg Erfahrungen in der Spieleentwicklung gesammelt hatte und sich das, von einem guten Freund organisierte, GameDev-MeetUp großer Beliebtheit erfreute, kam die Idee auf, einen Verein für Videospielentwicklung zu gründen – einen regionalen Branchenverband. Ich schrieb einen Satzungsentwurf und moderierte Diskussionsrunden und schließlich die Gründungsversammlung. Auf das Amt des Vorstands verzichtete ich zugunsten meines Bruders.
Seit Beginn an stehe ich dem Verein und seinem Vorstand mit Rat und Tat zur Seite und organisiere verschiedene Veranstaltungen und Kooperationen. Insbesondere die zunehmenden Kontakte zu Vertreter*innen von Stadt und Politik (städt. Beamte, Staatssekretäre, Abgeordnete) aber auch Tech-Konzernen zeigen, dass unsere Verbandsarbeit langsam Früchte trägt.
von 2018 bis 2020
Nachdem ich mich bereits lange im Rommelwood e.V., dem studentischen Wohnheimsverein am Süd-Campus in Erlangen, engagiert hatte, z.B. in der Betreuung Neueingezogener oder als Helfer bei Festen, wurde ich 2018 zum Vorstand gewählt.
Der Rommelwood e.V. ist in Häuser und Teams (Bar, Fahrrad, Kino, Netz, etc.) unterteilt und damit ähnlich hierarchisch organisiert wie Unternehmen, nur dass Ämter durch Wahlen besetzt werden.
Ich sah meine Aufgabe vor allen Dingen darin, allen Engagierten ihre Beteiligung zu ermöglichen und sie dabei zu fördern. So moderierte ich Versammlungen und Planungsmeetings, gründete Gartenteam und Redaktion, ernannte einen Datenschutzbeauftragten, als dies zur gesetzlichen Vorgabe wurde und trat der Presse und dem Studentenwerk gegenüber als Repräsentant der Bewohnerschaft auf.
Tatsächlich habe ich so viel für den Verein getan, dass ich dadurch mein Studium verzögert habe. Doch die praktischen Erfahrungen, die ich dort sammelte, erscheinen mir wesentlich wertvoller. So habe ich beispielsweise gelernt zu durch Anerkennung und Inspiration zu führen, statt durch finanziellen Anreiz. Ich lernte Satzungen und Verträge lesen und schreiben und ich schloss Freundschaften, auf die ich heute noch zurückgreifen kann.
Für alle meine Projektmanagement-Rollen habe ich im Wohnheimsverein etwas gelernt.
Besonderes
Unternehmer sein, heißt "etwas zu unternehmen". Den Mut aufbringen und loslaufen. Der erfolgreiche Unternehmer ist aber weder verblendet noch leidenschaftslos. Vor der Unternehmung entwickelt der Unternehmer eine Vision - ich tat dies im Herbst 2021: Es mag sich kitschig anhören, doch ich spielte der Runde aus leidenschaftlichen Kreativen einen Song vor, der dazu aufrief frei zu denken und seinem Traum zu folgen (Bodo Wartke: Falsches Pferd). Wir entwickelten viele fantastische Spielideen. Und dann kondensierten wir diese zu einer gemeinsamen Vision – innovativ, beispiellos, realistisch. Das war unsere Spielidee von Go Red (location based mobile game auf dem Mars).
Eine Visionär sieht die Zukunft, so wie sie sein könnte und sollte. Er versteht es dieses Bild in prächtigen Farben in die Köpfe seiner Mitmenschen zu projizieren und sie zu bewegen, sich gemeinsam mit ihm auf den Weg in diese Zukunft zu machen. Für Go Red bestanden die ersten Monate mit wöchentlichen Meetings, in welchen wir an einem gemeinsamen Konzept schrieben, Mitstreiter*innen fanden und uns einschworen. Das Team war geboren.
Ein Team braucht einen Namen, eine Banner unter welchem es sich sammeln kann, ein Schiff mit welchem es die abenteuerliche Reise antritt - eine Firma. Zu Neujahr 2023 moderierte ich einen Corporate-Identity-Workshop. Das Team entwickelte gemeinsame Werte und gab sich einen Namen. Am 22. Feb. 2022 unterzeichneten ich und meine Bruder (fortan Geschäftsführer-Kollege) Korbinian die Gründung der celrage GmbH. Die beantragten Fördermittel flossen, ich stellte zusammen mit meinem Team einen Entwicklungsplan auf und auf die Vision folgten Taten.
Im Juli 2023 war unser Prototyp entstanden, dem es gelang die vereinte Vision der celrage-crew in einem spielbaren vertical-slice zu vermitteln.
Während der gesamten Entwicklung von der Idee bis zum Prototyp und seiner Vorstellung vor Investoren und Publishern, behielt ich stets das Ziel im Blick, wog Risiken ab und hielt Haus mit Arbeitskräften, Budget und Zeit. Gerne und gewissenhaft schulter(t)e ich die Verantwortung eines Unternehmers, denn ohne Unternehmergeist kommt kein Projekt in Schwung.
Darum ist ein guter Projektmanager ein Unternehmer.