Qualitäten
Für vieles gibt es schon gute Maßnahmen und fertige Lösungen. So individuell wie der Anwendungsfall, ist jedoch auch eine gute Lösungen.
Ein Projektmanager besitzt die Fantasie sich eine andere Welt vorzustellen, versteht Inspiration aus verschiedenen Quellen zu ziehen und inspieriert nicht zuletzt auch sein Team. Kreativität kreiert.
"Es könnte was schief gehen!"
Ein Projektmanager hat wohl gelernt Risiken zu bewerten, kennt keine Angst und trifft mit seinem Team mutig Entscheidungen.
Ein Projektmanager fragt nicht "Ja aber!", sondern: "Warum nicht?"
"Geht nicht? Debuggen. Korrigieren. Nochmal!"
Ein Projektmanager verspürt Frustration über Ineffizienz, Fehlschläge und Verzögerung, lässt sich jedoch nicht von seinem Ziel abbringen und plant seinen Kurs mit wachsamem Blick auf alle Unwägbarkeiten.
Ein Projektmanager scheitert mit seinem Team. Er fragt nicht nach Schuldigen sondern findet Ursachen und lernt mit seinem Team.
Erfahrung
seit 2020
Kurzgeschichten und Gedichte schreibe ich schon lange. 2020 begann ich bei dem Games-Start-Up als lyniat.games als Storyteller. Zunächst arbeitete ich am Story-Generator für ein Pen-and-Paper-Tool.
Für verschiedenen Game-Jam-Projekte ersann ich Geschichten, entwarf Charaktere und schrieb Dialoge. Gelegentlich betätigte ich mich dabei auch als Voice Actor.
Für den Game-Prototyp Go Red (location based mobile game auf dem Mars) entwarf ich mit zwei Kollegen den Plot, gestaltete die Lore und zentrale Charaktere.
Für den Tag der Offenen Tür im Degginger (Zentrum Kreativwirtschaft Regensburg) war ich federführend für die Gestaltung der Krimi-Tour verantwortlich: Besuchende schlüpften dabei in die Rollen von Mordermittler*innen, erkundeten so spielerisch das Haus und lernten die dort arbeitenden Kreativen kennen.
von 2018 bis 2020
Teil meines Engagements im Erlanger Wohnheimsverein Rommelwood e.V. war die Gründung und Leitung der Redaktion, welche per Newsletter und Social-Media die knapp 750 Campusbewohner über die vielen Aktivitäten im Verein informierte.
von 2014 bis 2018
2014 habe ich in Erlangen das Studium Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechink begonnen. Große Freude bereitete mir Regelungstechnik, systemnahe Programmierung und Experimentalphysik. Auch die Mathematik lockte mich stets mit ihren Rätseln.
Ohne akadamischen Abschluss in den Ingenieurswissenschaften wechselte ich 2018 zur Berufspädagogik Elektrotechink nachdem ich durch mein Engagement im Wohnheimsverein erkannte, wie gern ich mit (und an) Menschen arbeite.
von 2008 bis 2011
Schon als Kind bastelte ich gerne mit meinem Großvater einfache elektische Schaltungen. Mein Spielzeug bestand bald überwiegend aus Fischertechnik™ und so bat ich meinen Physiklehrer in der 7. Klasse ein Wahlfach Robotik einzuführen. Dank Sponsoring kam dieses Fach noch im selben Jahr zustande. Aufgrund mangelnder Erfahrung meines Lehrers übernahm ich den Unterricht und brachte meinen Mitschüler*innen bei, wie sie mit der grafischen Programmiersprache von RoboPro ihre selbst gebastelten Fischertechnik-Modelle programmieren konnten.
Wenn mich eines Frustrationstoleranz gelehrt hat, dann Programmieren. Code funktioniert selten auf Anhieb und geflissentliches Testen und hartnäckige Fehlersuche machen einen großen Teil dieser Tätigkeit aus.
seit langem
2022 habe ich mich den Young Writers des Schriftstellerverbands VS Ostbayern angeschlossen, mit welchen ich gerade an einer Anthologie arbeite. Ich beteilige mich an Lesungen, moderiere oder halte bei Bedarf Workshops zum Storytelling in Games.
Die Texte der Website des GameDev Regensburg e.V. wurde fast ausschließlich von mir geschrieben und auch die Artikel zum Verein im Regensburger Almanach stammen aus meiner Feder.
Ich habe große Freunde am Verfassen von Rätselgedichten (hier ein Beispiel).
Besonderes
Spiele sind mehr als nur Unterhaltung. Durch Genius Physik habe ich in meiner Kindheit nicht nur die Keplerschen Gesetze und die Unmöglichkeit des Perpetuum mobile gelernt, ich entwickelte auch ein grundlegendes Verständnis für Wirtschaft. Wenn ich heute spiele, sind es meistens Games, die mein strategisches und planerisches Geschick herausfordern. Ich baue Fabriken in Satisfactory oder löse logistische Engpässe in Anno 1800 und manchmal plane ich gemeinsame Weltraumoperationen in Star Citizen.
Als ich 2020 bei meinem ersten Lehrpraktikum an einer Berufsschule erkannte, wie wenig von den an der Universität diskutierten Konzepten im Unterricht Anwendung fand, wandte ich mich deprimiert ab. Ich wollte Wissen vermitteln ohne Zwang, ohne Frust und ohne zu (ver-)urteilen. In dieser Stimmung besuchte ich den Global Game Jam 2019 in München und fand dort viele junge (und jung gebliebene) Kreative mit einem gemeinsamen Ziel: ein Game machen. Als ich Sonntagabend erschöpft im Zug von München nach Regensburg stand (keine Sitzplätze frei), wusste ich, was ich wollte: Ich will im interdisziplinären Team arbeiten, mit Leidenschaft ein Projekt voranbringen und dabei mit vereinter Kreativität nie dagewesenes erfinden.
Vielleicht mag es überheblich oder idealistisch klingen, doch Spieleentwicklung ist genau das. Nach jenem wegweisenden Game Jam, schloss ich mich dem Regensburger Games-Start-Up lyniat.games an. Zunächst als Storyteller, später als Scrum-Master. Ich brachte mich ins Projektmanagement ein und lernte immer besser den Entwicklungsprozess verstehe. Beim Auftrag des bayer. Digitalministeriums eine digitale Weihnachtsgrußkarte zu entwickeln übernahm ich die Rolle des Product Owners, formulierte die Verträge, erfasste die Anforderungen und stellte in regelmäßigen Meetings mit dem Ministerium sicher, dass die Entwicklung auf Kurs blieb.
Als sich lyniat.games auflöste, wechselte ich ein halbes Jahr in ein Fintech-Start-Up, kehrte dann jedoch in die Spieleentwicklung zurück. Im Aug. 2021 entstand die Idee für Go Red einem location-based mobile Game auf dem Mars. Ich schrieb einen Förderantrag an den FilmFernsehFonds Bayern und übernahm nach Bewilligung zunächst das Projektmanagement für die Konzeptentwicklung und ab Juli 2022 für die Prototypenentwicklung, wobei ich die eigens hierfür gegründete celrage GmbH hier auf das Organisationsmodell Soziokratie 3.0 umstellte (dazu mehr beim Teamleiter).
Als Schmelztiegel der Künste, ist die Spieleentwicklung die Kreativdomäne, welche alle anderen vereint. Der Erfindergeist eines vielfältigen Game-Development-Teams findet Lösungen für jedes Problem.
Darum ist ein guter Projektmanager ein Erfinder.