Das Projekt führen wir nur gemeinsam zum Erfolg!
Ein Projektmanager inspiriert alle am Projekt beteiligten und stellt eine einladende Arbeitskultur sicher, welche zu guten Leistungen motiviert und wertschätzende Zusammenarbeit fördert.
Erfolge der Einzelnen sind Erfolge des Teams.
Ein Projektmanager weiß die Fähigkeiten aller am Projekt arbeitenden einzuschätzen und stellt sicher, dass Aufgaben gewissenhaft und fristgerecht angegangen werden. Dafür schafft er ein klares Verständnis über die erforderliche Tätigkeit und gibt sie an sein Team ab.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Ein Projektmanager gewährleistet, dass notwendiges Wissen zur Verfügung steht bzw. angeeignet werden kann. Er fördert die Entwicklung aller am Projekt arbeitenden und vermittelt selbst Soft-Skills zur Förderung der Kommunikation und des Verständnisses.
Erfahrung
seit 2022
Aller Anfang ist schwer, heißt es. Neue Dinge (z.B. Sportarten) beginnen viele, weil sie von jemandem persönlich dazu ermuntert wurden. Es fühlt sich gut an, bei den ersten Schritten in einem neuen Gebiet einen Mentor an der Seite zu haben, der geduldig alle Fragen beantwortet, Fehler erlaubt und doch im Notfall da ist, um gelassen einzugreifen.
Da regelmäßig die Hälfte der Teilnehmenden zum ersten Mal einen Game Jam* besuchen, wenn sie für dieses Event zum GameDev Regensburg kommen, ist es mir wichtig, ihnen eine einladende Umgebung zu bieten, in welcher sie unbekümmert ihre kreativen Talente erforschen können.
Mittlerweile habe ich fünf Game Jams mit stetig steigender Teilnehmerzahl organisiert. Das schlechteste Feedback vom Summer Game Jam 2024 war: "Wirkte am Anfang schon wie in der Schule, war hinterher aber das geilste Wochenende dieses Jahr."
*Event, an welchem über ein Wochenende in kleinen Teams Spiele entwickelt werden
von 2020 bis 2023
Aus einem Wohnheimsverein wechselte ich 2020 zum fünfköpfigen Team von lyniat.games. Nachdem ich dort lernte, meine Kompetenzen aus dem Verein im unternehmerischen Kontext zu nutzen, stand ich ab Sommer 2021 dem Entwicklungsteam von Remonon als Scrum Master zur Seite, ehe ich im Frühjahr 2022 gemeinsam mit Kollegen das Games-StartUp celrage gründete.
Als derjenige mit der meisten Erfahrung in Teamorganisation und -koordination, moderierte ich anfänglich die Meetings und war schließlich maßgeblich für die Implementierung der Soziokratie 3.0 verantwortlich (siehe unten).
von 2018 bis 2020
Zwei Jahre lang leitete ich als Vorstand den Rommelwood e.V., einen studentischen Wohnheimsverein mit ca. 750 Mitgliedern. Insgesamt setzten sich, verteilt über verschiedene Teams (Barbetrieb, Fahrradwerkstatt, Garten, Kino, Netz & Website, uvm.) mind. 60 Engagierte ein.
Als Vorstand lag es in meiner Verantwortung, das Engagement der Mitglieder zu ermöglichen, z.B. durch Finanzplanung oder Verhandlungen mit dem Vermieter. Auf der anderen Seite musste ich auch Regeln durchsetzen und sicherstellen, dass bestimmte – z.T. unliebsame – Arbeiten erledigt wurden. In wirtschaftlichen Betrieben gibt es hierfür Verträge und Gehälter, im Ehrenamt gibt es Wertschätzung und Dankbarkeit. Ich lernte mit diesen beiden, die Motivation und das Engagement aufrecht zu erhalten. Dass der Verein Feste mit über 100 Helfenden und 2.000 Besuchenden organisieren konnte, ist für mich Beweis für den Erfolg meiner Methode.
Besonderes
Allerorts (insb. in Stellenausschreibungen) liest man von "flacher Hierarchie". Damit hat das Management vieler Firmen erkannt, dass (insb. jungen) Arbeitnehmern wichtig ist, Einfluss auf ihr Unternehmen, die Prozesse und sein Wirken zu haben. Dies ist keine Bedrohung für Chefs, sondern eine Chance, mehr Verantwortung denen zu lassen, die näher an der Ausführung der Arbeit dran sind. Chefs auf der anderen Seite sind dann nicht mehr genötigt "Meister aller Disziplinen" zu sein, sondern können sich mehr auf das große Ganze und die "Gesundheit" ihrer Teams konzentrieren.
Als ich im Dezember 2021 den Corporate Identity Workshop für celrage moderierte, wurde schnell klar, dass die kreativen Teammitglieder großes Vertrauen ineinander hatten, gemeinsam die Verantwortung für Erfolge und Rückschläge tragen wollten. Arbeitsanweisungen ausgehend von einem Chef schienen keine zielorientierte Lösung, zumal niemand den gesamten Kreativprozess der Spieleentwicklung überblicken konnte. Daher schlug ich die Soziokratie 3.0 vor und führte diese später durch Schulungen und die Implementierung bestimmter Tools und Prozesse ein.
Häufig werde ich skeptisch gefragt, ob diese Form der Demokratie im Unternehmen uns nicht verlangsame, wenn jeder überall mitbestimmen könne. Das verneine ich überzeugt aus vielen Gründen: Entscheidungen werden in der S3.0 durch Konsent getroffen, d.h. ein Vorschlag gilt als angenommen, wenn es keine Einwände gibt. Dadurch, dass alle Verantwortung übernehmen, alle Unternehmensprozesse und -daten einsehen können und direkt ansprechen, wenn sie Spannungen entdecken, werden Risiken und Reibungspunkte gelöst noch ehe sie zu Problemen werden. Trotz der Freiheit, überall aktiv zu werden bedeutet das nicht, dass es keine fest vereinbarten Zuständigkeitsbereiche oder Rollen gibt und indem jeder einen Teil der Verantwortung für das Team übernimmt, arbeitet auch jeder eher dort, wo seine Stärken das Unternehmen am meisten voranbringen.
Schließlich ist der beste Beweis für die Tauglichkeit der Soziokratie 3.0 unser Erfolg: Wir haben im Team aus neun Leuten über ein Jahr einen hervorragenden Game-Prototyp entwickelt.
Eines der wichtigsten Argumente, warum ich die S3.0 so schätze ist, dass ich sie nicht dogmatisch über ein gesamtes Unternehmen stülpen muss, sondern je nach Anforderung und Praktikabilität einzelne, kurz aber hinreichend dokumentierte, Bausteine ausprobieren kann. Entgegen meiner großen Vorliebe für diese Organisationsform, heißt das nicht, dass ich Hierarchien gänzlich ablehne. Der wichtigste Faktor ist – wie zu Beginn genannt – die Einstellung der Mitarbeitenden. Nicht jeder ist bereit große Verantwortung zu tragen und manchem ist es womöglich sehr recht, wenn er genau gesagt bekommt, was er wann tun soll. Es ist Aufgabe eines guten Teamleiters zu erkennen, unter welchen Bedingungen sein Team am effektivsten und am liebsten arbeitet, damit das Projekt ein gemeinsamer Erfolg wird.
Darum ist ein guter Projektmanager ein Teamleiter.