Acrylic on original Guatemalan coffee sack
„Abuela Guatemala“ ist mehr als ein Porträt – es ist eine Hommage an Herkunft, Erinnerung und gelebte Geschichte.
Das Gesicht dieser alten Frau ist geprägt von Falten, Linien und Spuren – nicht als Zeichen von Alter, sondern als sichtbare Chronik eines Lebens. Jede Falte wirkt wie eine Erzählung. Ihr Blick ist ruhig, würdevoll und direkt. Kein Pathos, kein Mitleid – nur Präsenz.
Gemalt auf einem originalen Kaffeesack aus Guatemala trägt das Werk seine Herkunft im Material selbst. Das grobe Jutegewebe ist nicht nur Bildträger, sondern inhaltlicher Bestandteil. Es erzählt von Kaffeeplantagen, Handarbeit, Export, globalem Handel – von der Reise eines Rohstoffs durch die Welt.
Die typografischen Aufdrucke des Kaffeesacks bleiben bewusst sichtbar. Zahlen, Stempel und Markierungen überlagern das Gesicht wie zusätzliche Bedeutungsschichten. Sie stehen für Wirtschaft, Geschichte, Identität – und bilden einen Kontrast zur menschlichen Würde im Zentrum des Bildes.
Die warmen Erd- und Ockertöne greifen die Farbigkeit des Kaffees auf. Rote und blaue Akzente verweisen auf traditionelle Textilien Guatemalas. Das Zusammenspiel von Material, Farbe und Motiv schafft eine Verbindung zwischen Mensch, Land und Produkt.
Für mich steht dieses Werk für Authentizität.
Roh. Echt. Unverfälscht.
Der Kaffeesack trägt Spuren seines früheren Lebens – das Porträt trägt die Spuren eines gelebten Lebens. Beides verschmilzt zu einer Einheit.
„Abuela Guatemala“ ist kein exotisches Motiv.
Es ist eine Würdigung von Herkunft und kultureller Identität.