M u r i e l B e n a r r o s c h
(*1974 ,Genf, Schweiz)
Installation, Performance: „Berührung“
Ein Körper steht da. Lebendig. Als Statue.
Man darf ihn berühren – man soll.
Muriel Benarroschs Arbeit überschreitet die Trennung zwischen Werk und Betrachtenden, zwischen Intimität und Öffentlichkeit.
Berührung wird zum Akt der Emanzipation – und zur Zumutung.
Sie thematisiert Machtverhältnisse, Nähe, Kontrolle, aber auch Sehnsucht nach Verbindung.
In einer Welt, in der Normen Körper disziplinieren, und Kunst berührungsfrei bleiben soll, fordert diese Arbeit einen anderen Raum ein:
Einen Raum, in dem Kontakt heilsam, verstörend, echt sein darf.
Was passiert jenseits der Grenze, wo Kunst nicht mehr distanziert, sondern durchdringt?
Z u r P e r s o n
Muriel Benarrosch (*1974, Genf) arbeitet an der Schnittstelle von Material, Idee und Raum. Ihre Installationen verbinden Fotografie, Stop-Motion, Skulptur, Licht und Performance und entstehen entweder aus intuitiven, materialbasierten Experimenten oder aus konzeptuellen, ideengetriebenen Fragestellungen.
Geprägt von ihrer Ausbildung als Landschaftsarchitektin und langjähriger Erfahrung in der Erwachsenenbildung, verbindet sie räumliches Denken mit einem dialogischen Verständnis von Kunst. Aus dieser Haltung entstehen Arbeiten, die sich aus authentischen Erfahrungen und Begegnungen speisen und Kunst als Mittel der Emanzipation begreifen – für die Künstlerin wie für das Publikum. Ihre Werke laden dazu ein, eigene Perspektiven zu entwickeln und Teil des kreativen Prozesses zu werden.
Muriel Benarrosch schloss 1999 ihr Landschaftsarchitektur-Diplom in Genf ab und arbeitete zwei Jahrzehnte in Erwachsenenbildung und Management, bevor sie 2023 über das Propädeutikum an der ZHdK zur Kunst zurückkehrte. Frühere Arbeiten wurden u.a. im „Festival de jardins extraordinaires“ in Neuchâtel (1998) gezeigt, aktuelle Projekte an verschiedenen Werkschauen und Ausstellungen der Studierenden der ZHdK (2024).
K o n t a k t
muriel@benarrosch.ch