Freie Schrift für Historie & Genealogie im Schneeberger Raum

Resonanz & Presse

Da sag ich doch einfach mal: Meine HOCHACHTUNG vor eurer Leistung, liebe Ina und lieber Stefan, dieses Projekt so bewundernswert in die Realität umgesetzt zu haben. Mein Freund hatte mir vor Tagen den ersten neuen Boten zugeschickt. Ich bin sehr angetan von Form und Inhalt und wünsche euch Schriftführern für die Fortführung des Heftes gutes Gelingen!

Georg J. aus Dresden

Hallo Ina und Stefan, Glückwunsch den beiden Schriftführern zur Neuauflage des Schneeberger Botens, den ich heute mit Freude im Briefkasten gefunden habe. Ich melde hiermit ein Abonnement darauf an. Ich finde es herzerfrischend, dass solch ein Medium zur Verbreitung von historischen und genealogischen Informationen wiederbelebt wird und hoffe, dass das viele Schneeberger es ebenso sehen.

Lutz K. aus Wiesenburg

Schneeberger Bote blickt in die Geschichte

erschienen am 14.02.2020von Mario Ulbrich

Heimatforscher starten alte Schriftenreihe in neuer Aufmachung

Von der ersten Ausgabe des neuen "Schneeberger Boten" wurden nur 100 Exemplare gedruckt, doch eines davon wird sogar in Schweden gelesen. Karin LÖNNBERG aus Linghem bekommt ihre Ausgabe druckfrisch zugeschickt.

Sie ist Ahnenforscherin, ihr Vorfahr Carl Friedrich LEHMANN stammt aus Schneeberg. Er war Bergmann und wanderte nach dem Ende des zweiten Berggeschreis im 18. Jahrhundert nach Schweden aus, wo er in einer Kupfermine arbeitete. Daher interessiert sich LÖNNBERG, die die Geschichte ihrer Familie erforscht, auch für die Schneeberger Historie.

"Ich habe für Karin in den hiesigen Kirchenbüchern recherchiert, so haben wir uns kennengelernt", sagt Stefan ESPIG. Der Genealoge aus Wildbach hat den "Schneeberger Boten" gemeinsam mit Ina GEORGI wiederbelebt. Beide gehören dem Freundeskreis Stadtarchiv Schneeberg an. "Wir wollen den Leuten zeigen: Guckt mal, was früher hier alles los war", erklärt ESPIG. "Wir haben viel Stoff, den wollen wir in die Öffentlichkeit bringen."

Den ersten Boten gab es von 1915 bis 1923. Er berichtete über Kriegsgefallene, die Schneeberger Seminarstiftung und Geschichte. Die Neuauflage beschäftigt sich mit Geschichte und Ahnenforschung im Schneeberger Raum. "Alles mit Quellen belegt", sagt ESPIG. Jährlich sollen zwei Ausgaben erscheinen.


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>> siehe Heft 1 Ausgabe 2019/ 1

Wertschätzung ist eine der schönsten Formen von Anerkennung.

Da wird eine alte Tradition wieder belebt. Ich habe schon ein Exemplar. Danke an Ina und Stefan!

Axel S. aus Aue

Nach fast 100 Jahren wiederbelebt … es gibt ihn wieder, den "Schneeberger Boten"! Sogar im Norden Europas wird er gelesen.

Bergstadt Schneeberg


Ganz großes Kompliment für euren "neuen" Schneeberger Boten. Für die Zukunft immer interessante Themen, damit es nicht bei der 2. Ausgabe schon wieder vorbei ist. Viel Kraft und Spaß dabei!

Heinz P. aus Aue

Ich lese gerade die neue und 1. Ausgabe des „Schneeberger Bote“. Sehr interessant gestaltet mit historischen Inhalten wie: Stadtbrand 1719, Braugeschichte, Hopfenfelder, Wappenkunde, Sagen und Legenden, Die Schnorr Pforte, u.v.a.m. Die Schrift ist in der Stadtinformation zu einem Unkostenbeitrag von 2 EUR erhältlich. Super, ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe. Ein großes Dankeschön an Ina Georgi und ihr Team.

Andreas M. aus Schneeberg

Der Schneeberger Bote – die Zeitung aus der Vergangenheit

Stefan Espig und Ina Georgi vom Freundeskreis Stadtarchiv Schneeberg haben die alte Schneeberger Zeitung wiederbelebt. Doch nun bringt der Bote den Schneebergern nicht mehr das aktuelle Zeitgeschehen näher, sondern berichtet aus der Vergangenheit. Aktuell sind 2 Ausgaben pro Jahr geplant.

Schneeberg Online

"Bote" rückt Advokaten & Poeten in den Fokus

erschienen am 08.06.2020von Anna Neef

Ein Heft zur Historie von Schneeberg ist jetzt das zweite Mal erschienen.

Wer war Carl Friedrich DÖHNEL? Und was hat er mit der 200-Jahr-Feier der Lateinschule in Schneeberg 1823 zu tun? Fragen wie diese beantwortet der "Schneeberger Bote". Die zwölfseitige Schrift ist jetzt das zweite Mal erschienen. Im A4-Format dreht sich alles um die Vergangenheit und um spannende Geschichten aus der Bergstadt.

"Wir hätten Stoff genug für eine wöchentliche Erscheinungsweise", sagt Stefan ESPIG aus Wildbach, der diese "Freie Schrift für Historie und Genealogie im Schneeberger Raum" gemeinsam mit Ina GEORGI herausgibt. Ziel: Vergangenes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. "Es gibt viele spannende Geschichten", sagt ESPIG. Sie werden im "Boten" aber nicht als wahlloses Sammelsurium nacherzählt, sondern vorab grundlegend recherchiert und mit Quellen belegt. Schon die erste Ausgabe 2019 bestach durch Vielfalt: Der Fürst-BISMARCK-Turm auf dem Keilberg, der Stadtbrand 1719, das halbhundertjährige Ehe-Jubiläum der BORTENREUTERs, Braugeschichte sowie die Sage über die SCHNORR-Pforte im Bergmannsdom waren Themen.

In der aktuellen Ausgabe, die in Museum, Tourist-Info und Buchhandlung am Markt ausliegt, rückt Advokat und Poet Carl Friedrich DÖHLEL in den Fokus. In Text und Bild erfährt der Leser Wissenswertes zum Wirken dieses Mannes. Auch um Richtstätten sowie um Buchempfehlungen geht es zum (symbolischen) Preis von zwei Euro. "Wir machen das komplett ehrenamtlich", sagt ESPIG. Die Einnahmen decken den Druck der bisher durchschnittlich 150 Exemplare pro Auflage. "Wir hoffen, es steigert sich." Wert legen GEORGI und ESPIG auf Genauigkeit. "Wir recherchieren im Stadtarchiv und in Kirchenbüchern. Manches erweist sich als falsch, Anderes lässt sich belegen oder um Fakten und Daten erweitern." Hilfe kommt vom Freundeskreis Schneeberger Stadtarchiv und vom "Roland" als Gemeinschaft zur Förderung erzgebirgischer Familienkunde. Wunsch wäre es, den "Schneeberger Boten" zum Sammelobjekt für Gleichgesinnte zu machen. "Zu erzählen gibt es mehr als genug."

Vorgänger des Hefts war eine gleichnamige Veröffentlichung, die das Schneeberger Lehrerseminar ab 1915 herausgab. "Davon übernahmen wir das Cover", sagt ESPIG und macht neugierig auf die erste Sonderausgabe, die sich pünktlich zum Bergstreittag dem 85-jährigen Bestehen des Schneeberger Bergmannsbrunnens widmet.


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>> siehe Heft 2 Ausgabe 2020/ 1

Zum Bergstreittag erscheint „Bote“ zu Bergmannsbrunnen

erschienen am 21.06.2020von Anna Neef

Am morgigen Mittwoch vor 85 Jahren ist ein Wahrzeichen von Schneeberg eingeweiht worden. Dem widmet sich ein Sonderheft zur Historie.

Seit 85 Jahren prägt er das Bild der Stadt Schneeberg mit: der Bergmannsbrunnen gegenüber dem Rathaus. Dem Anlass haben die Herausgeber des „Schneeberger Boten“ – eine Schrift über Historie und Genealogie von Stadt und Umgebung – ein Sonderheft gewidmet.

„Der Brunnen war es uns wert“, sagt Stefan Espig, der den „Boten“ mit Ina Georgi gestaltet. Anlässlich des diesjährigen Bergstreittags am morgigen Mittwoch erscheint die Ausgabe zu besagtem Brunnen, der den offiziellen Namen „Neuer Anbruch“ trägt und vor 85 Jahren einen Kälberbrunnen ersetzte. „Wir haben in Archiven recherchiert und alles aufgearbeitet.“ Für zwei Euro erfahren Leser auf acht Seiten gleich eingangs, dass der Brunnen am 22. Juli 1935 – dem ersten Bergstreittag nach 20-jähriger Pause – eingeweiht wurde. Im Vorfeld gab es einen Wettbewerb, an dem sich 99 Künstler mit Entwürfen beteiligten.

Historische Aufnahme der Figur des Bergmannsbrunnens

Den Zuschlag erhielt Anton Schuler (1898-1989) aus Passau, der damals in Dresden lebte. Seine Brunnenfigur gestaltete er erst als „Barmherzigen Samariter“ und im zweiten Anlauf als „Wettermann“. Beide Ideen überzeugten die Stadtväter indes nicht, die sich einhellig für einen Bergmann entschieden. Der Bildhauer machte sich erneut ans Werk – und konnte dank einigen Gestaltungstipps aus Schneeberg am Ende einen Entwurf liefern, der auf Gefallen stieß. Kosten für Skizze und Fertigung: 11.500 Reichsmark. Auch der Standort des Brunnens mit der 2,20 Meter hohen und 726 Pfund schweren Bronzefigur war rasch gefunden. So erhebt der Bergmann mit Blick zur St.-Wolfgangs-Kirche die Bergmannsblende.

Den Titel „Neuer Anbruch“ trägt das Werk, da seinerzeit alle auf einen wirtschaftlichen Aufbruch hofften. Die großen Bergbauzeiten waren vorbei. Schneeberg und Neustädtel zählten 1935 rund 1100 Arbeitslose. Zudem beschreibt die Broschüre, wie nach 20 Jahren Pause der wiederbelebte Bergstreittag begangen wurde. Nach Umzug und Gottesdienst zog die Parade zum Brunnen, wo der Oberregierungsrat aus Dresden die Weihe vornahm. Laut „Erzgebirgischem Volksfreund“ erfüllte sich damit für Schneeberger Heimatfreunde der Wunsch, neben der St.-Wolfgangskirche ein weiteres sichtbares Symbol des Bergbaus zu besitzen. Übrigens: Der Schwarzenberger Industrielle Friedrich Emil Krauß (1895-1977) textete um 1935 für den Brunnen ein Lied.

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>> siehe Heft 3 Sonderausgabe 2020

Freundeskreis Stadtarchiv legt Grabdenkmäler frei

erschienen am 21.10.2020von Anna Neef

Wie Männer aus Lauter und Johanngeorgenstadt nach Schneeberg kamen: Alte Stelen auf dem Friedhof verraten es. Historiker suchen nun weitere Informationen und Fotos.

Bei Weitem nicht nur in staubigen Büchern stöbern die Mitglieder des Freundeskreises Stadtarchiv Schneeberg, um der Geschichte auf die Spur zu kommen. Sie packen auch richtig an – wie unlängst auf dem Friedhof der Bergstadt, um dabei Erstaunliches zu entdecken.

„Unser Augenmerk galt dem Bereich an der unteren Mauer“, berichtet Stefan Espig. Wie der Wildbacher erläutert, hatte die Natur da ganze Arbeit geleistet. Denn seit Jahrzehnten durfte das Grün ungestüm wachsen und gedeihen – und hat so Grabdenkmäler regelrecht eingewickelt. Efeu habe den Säulen über die vielen Jahre teils arg zugesetzt. „Wir nahmen uns der Sache an.“ Und nach einem schweißtreibenden Einsatz hatten die Historiker Erfolg: Vier Stelen und Tafeln kamen letztlich wieder zum Vorschein und bedürfen nun noch einer Reinigung. „Danach müssen wir überlegen, wie man sie vor der Witterung künftig schützen kann“, sagt Espig. Fasziniert haben die Sachzeugen sofort. Denn alle erzählen eine eigene Geschichte. In zwei Fällen sind sogar schon einige Eckdaten bekannt.

Die Inschriften waren zwar schlecht lesbar, aber zuordnen konnten die Mitglieder des Freundeskreises die Gedenkstätten dennoch. Eine ist Christian Gotthelf Baumgärtner gewidmet, der von 1726 bis 1793 lebte und aus Johanngeorgenstadt stammt. Wie sein Name nach Schneeberg kommt? Ganz einfach: Er war Postkommissar und Bürgermeister der Stadt und soll zudem Logenbruder der „3 Rosen“ gewesen sein. Gestiftet hat das Denkmal zu seinen Ehren sein Sohn vermutlich um 1810. „Er gilt auch als Mitbegründer der Freimaurerloge Archimedes“, so Espig.

Ein anderes Denkmal erinnert wohl an Johann Gottlieb Hänel (1747-1804) aus Lauter, der sich als Kauf- und Handelsmann in Schneeberg verdingte und einen Namen machte. „Auch die Daten seiner Frau sind noch sehr gut lesbar.“

Bei den anderen beiden Exemplaren arbeite man noch an der Zuordnung. Dazu, sagt Espig, wären Informationen oder alte Fotos wichtig, die die Grabmale vielleicht in einem noch besseren Zustand als zuletzt zeigen. „Das wäre uns bei der Erforschung eine große Hilfe.“


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Diese Stelen wurden von Efeu und anderem Pflanzenbewuchs befreit. Foto: © Espig

Wie ein Vöglein zum Todesschützen wurde

erschienen am 03.12.2020von Anna Neef

Der „Schneeberger Bote“ berichtet von einem tragischen Todesfall. Und belegt die Legende, dass die Schnorrs einen eigenen Zugang zur Wolfgangskirche hatten.

Ein Vöglein als Mörder? Von dieser scheinbar hanebüchenen Geschichte erzählt der „Schneeberger Bote“ in seiner aktuellen Ausgabe. Das Heft befasst sich in regelmäßigen Abständen mit Historie und Genealogie im Schneeberger Raum. Besagter Fall trug sich laut Sterberegister anno 1720 zu. An Tragik nicht zu überbieten: Damals starb der Sohn von Georg Flößel, ein gewisser Johann Gottfried, im Alter von nur zwölf Jahren, weil sich ein Vöglein auf den gespannten Hahn von Vaters Flinte setzte und einen Schuss auslöste – der den Spross tödlich traf. Das Stöbern in Archiven und Kirchenbüchern erweist sich demnach als durchaus spannende Angelegenheit.

Die Schnorr-Pforte – heute zugemauert – ist in ihren Umrissen deutlich zu erkennen. Sie gilt als privater Zugang in die Wolfgangskirche. Foto: Anna Neef

Doch der zweite „Bote“ im Jahrgang 2020 bietet noch weit mehr als diesen Krimi. Einmal mehr geht es um die bekannte Bergherrenfamilie Schnorr, die auch in Schneeberg Spuren hinterließ, unter anderem die Schnorr-Pforte als privater Zugang in die St.-Wolfgangs-Kirche. Nach etlichen Akteneinsichten und Archivbesuchen stellten die Historiker nun fest: Veit Hans Schnorr der Jüngere (1644-1715), geboren und gestorben in Schneeberg, wurde nicht nur 1687 von Kaiser Leopold I. geadelt und trug seither den Namen „von Carolsfeld“. Er ließ sich auch „von seinem vertrauten Tischler und bekannten Baumeister Johann Georg Roth aus Lößnitz“ im Bergmannsdom seinen Kirchenchor, sprich eine Art Loge errichten. Von außen führte besagte Schnorr-Pforte hinein, die der Hammerherr durch die Kirchenmauer brechen ließ. Er ging fleißig zur Kirche. Erst im Zuge des Wiederaufbaus von St. Wolfgang nach 1945 wurde der Zugang zugemauert.

Doch der zweite „Bote“ im Jahrgang 2020 bietet noch weit mehr als diesen Krimi. Einmal mehr geht es um die bekannte Bergherrenfamilie Schnorr, die auch in Schneeberg Spuren hinterließ, unter anderem die Schnorr-Pforte als privater Zugang in die St.-Wolfgangs-Kirche. Nach etlichen Akteneinsichten und Archivbesuchen stellten die Historiker nun fest: Veit Hans Schnorr der Jüngere (1644-1715), geboren und gestorben in Schneeberg, wurde nicht nur 1687 von Kaiser Leopold I. geadelt und trug seither den Namen „von Carolsfeld“. Er ließ sich auch „von seinem vertrauten Tischler und bekannten Baumeister Johann Georg Roth aus Lößnitz“ im Bergmannsdom seinen Kirchenchor, sprich eine Art Loge errichten. Von außen führte besagte Schnorr-Pforte hinein, die der Hammerherr durch die Kirchenmauer brechen ließ. Er ging fleißig zur Kirche. Erst im Zuge des Wiederaufbaus von St. Wolfgang nach 1945 wurde der Zugang zugemauert.

Über vier Seiten erstreckt sich die Familiengeschichte im aktuellen Heft. Diesmal dreht sich alles um die von Ryssels, die im 17. Jahrhundert nach Schneeberg kamen. Laut Stammbaum reichen die Wurzeln der Unternehmerfamilie nach Maastricht zurück. Carl und Heinrich sind die Begründer der Schneeberger Unterlinien. So heiratete Heinrich als Ratsherr und Kaufmann aus Leipzig 1624 in der Bergstadt Rosina Pöckel, Tochter von Enoch Pöckel und Maria Siegel. Das Handelsgeschlecht von Ryssel brachte Seidensticker, Edelstein- und Seidenwarenhändler hervor. Die Familie wurde in kurzer Zeit sehr reich. Über Aufstieg und Niedergang der Gebrüder Vater in Schneeberg – etwa mit manueller und maschineller Klöppelei – wird auf den folgenden Seiten berichtet. Mit ihren Spitzenerzeugnissen belieferten die Erzgebirger selbst das englische Königshaus.


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>> siehe Heft 4 Ausgabe 2020/ 2

Schneeberger Bote - natürlich gekauft und wieder sehr begeistert - weiter so! Es ist so schön, dass es eine genealogische Publikation nur für unseren Raum gibt!

Thomas S. aus Aue

Hallo! Vielen Dank für den Schneeberger Boten. Er kam gerade recht zum 1. Advent. Die Schnorr`sche Türgeschichte ist also wirklich wahr - schön! Veit Hans Schnorr ist ein direkter Vorfahre von mir (7-Ur-Großvater).

Eckhard R. aus Quickborn

Autoren hoffen auf Funde auf den Dachböden - Schneeberger Bote: Neues Projekt benötigt Mithilfe der Bevölkerung

erschienen am 01.06.2021 von Anna Neef

Die erste Ausgabe im neuen Jahr hat es schwer, an die Leserschaft zu kommen: Durch Corona sind oder waren jene Anlaufstellen zu, in denen die historische Schrift ,,Schneeberger Bote" üblicherweise zu haben ist. Für zwei Euro das Stück erfahren mittlerweile 200 Stammleser Wissenswertes aus der Vergangenheit in und um Schneeberg. Diesmal geht die Reise bis nach Ronneburg und Carlsfeld.

So stiftete der Hammerherr und Schneeberger Amtsrichter Veit Hans Schnorr von Carolsfeld (1644-1715) mit seiner Frau Susanna - eine gebürtige Schwarzenbergerin die Trinitatiskirche in Carlsfeld. Errichtet wurde diese von 1684 bis 1688. Am Innenleben hatten Schneeberger Anteil. So stammt der Kanzelaltar von Johann Heinrich Böhme. Die Ölgemälde in der Sockelzone werden durch hölzerne Schieber verdeckt und nur zu besonderen Anlässen gezeigt. Darauf zu sehen ist das Stifter-Ehepaar - gemalt wahrscheinlich vom Schneeberger Constantin Seitz.

Die Recherchen für die erste Ausgabe 2021 führten die Autoren unter anderem ins Stadtarchiv. Auch Kirchenbücher wurden für das zwölfseitige Heft durchforstet. Ob Schneebergs vergessene Gaststuben wie das ,,Café Reuther" - eröffnet 1889 in der Zwickauer Straße 6 - oder das Handelsgeschlecht von Ryssel: Gewohnt detailreich erfährt der Leser Episoden aus vergangenen Zeiten.

Viel Recherche verlangte der Beitrag über ein Findelkind, das im Taufbuch von 1811 durch einen ungewöhnlich langen Eintrag die Aufmerksamkeit der Historiker auf sich zog. Den Jungen brachte demnach Dr. Friedrich Gabriel Sulzer, seines Zeichens Veterinärmediziner, nach Schneeberg mit. Vermutlich war er von Karlsbad ins heimatliche Ronneburg unterwegs, als ihm eine ,,klägliche Weibsperson" im Wald zwischen Hirschenstand und Wildenthal einen Korb in die Hand drückte und davonlief - im Korb lag das Kind, das Sulzer nach Schneeberg brachte, wohin er etwa zu Ernst August Geitner (1783-1852) Kontakte in der wissenschaftlichen und schöngeistigen Gesellschaft" pflegte. Doch warum er hielt der Knabe den Namen Wilhelm Hohlweg? Und wer war sein Retter?

Der ,,Bote" gibt Auskunft und ruft zudem auf: Für ein neues Projekt werden Fotos, Bilder, Zeichnungen und Hinweise gesucht. Entstehen sollen eine Häuserchronik und eine Übersicht historischer Erbbegräbnisse auf dem Friedhof ,,St. Trinitatis".


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>> siehe Heft 5 Ausgabe 2021/ 1