Wochenbericht 20.08.2025 - 24.08.2025


--- Achtung! Bitte vor dem Lesen dies zu Kenntnis nehmen und verstehen ---

Meine Berichte aus Peru beschreiben in großen Teilen meine subjektive Wahrnehmung von allem, was ich erlebe. Diese ist auf keinen Fall allgemeingültg. Daher kann sie vereinzelt Ausdrucksweisen enthalten, die einer politisch korrekt differenzierten Darstellung nicht hundertprozentig gerecht werden. So könnte beispielsweise der Eindruck entstehen, man müsse automatisch Mitleid mit allen haben, die in einer Form der Gesellschaft leben, wie sie hier präsentiert wird. Das ist jedoch falsch. Lebensumstände sind an jedem Ort  auf der Welt unterschiedlich, und genauso leben an jedem Ort Menschen, deren Gewohnheiten an ihre Lebensumstände angepasst sind. Es wäre sogar aufdringlich, hier die negativen Aspekte in den Fokus zu stellen und eine Notwendigkeit zur vermeintlichen Verbesserung zu sehen, ohne, dass darum geben wurde. Gleichzeitig verdient jede Form der Armut selbstverständlich Aufmerksamkeit und hat eine tatsächliche Notwendigkeit zur Verbesserung. Hier zwischen die richtige Balance zu finden, einerseits, gewisse Lebensumstäde als die standardmäßige peruanische Kultur zu sehen, gleichzeitig aber auch tatsächliche Armut zu verstehen und über sie zu berichten, ist alles andere als einfach und teilweise unmöglich. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, derartige Beschreibungen trotzdem so zu übernehmen, wie ich sie wahrnheme, mit diesem Disclaimer vorweg und der expliziten Bitte an alle Leser, so gut es geht, sich selbst Gedanken dazu zu machen. 

Viel Spaß beim Lesen!


Am Mittwoch ging es endlich los. Nach einer Flugreise, die mir sogar noch länger vorkam als letztes Mal mit dem selben Reiseziel, landete ich mit dreizehn weiteren Freiwilligendienstleistenden in Lima, wo es mit einem Uber durch den wenig sanften Straßenverkehr  zu einer Unterkunft ging, die so etwas wie eine Mischung aus einem Kloster und einer Jugendherberge zu sein schien. Diese war - besonders für Lima - echt schön. Wir verbrachten drei entspannte Tage zusammen, bevor es dann für mich am Freitag weiter nach Iquitos ging, wo sich die Arbeitsstelle für meinen Freiwilligendienst befindet.