Der erste Monat meiner Ferien verlief weitgehend unspektakulär, noch bin ich nicht verreist. Allerdings bin ich über einige Ecken an Kontakten (die ehemalige Gastfamilie meines Mitfreiwilligen Frank) an ein Institut vermittelt worden, das Ferienkurse in Englisch auf A1-Niveau in drei Gruppen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anbietet. Da mir jegliche Art von Arbeit, die mit Unterrichten zu tun hat, sowieso Spaß macht, engagiere ich mich nun auch dort als Assistenzkraft, zumindest, bis ich wieder mehr zu tun habe als jetzt (sei es bei meiner eigentlichen Arbeit in der Uni oder durch Freizeitbeschäftigungen). Dadurch habe ich einige neue Einblicke in Schulen von Peru gewonnen, die wir im Team besucht haben, um für diese Kurse in den Schulklassen zu werben. Beide Male wurde ich dabei mit großer Begeisterung mitgenommen und den Klassen vorgestellt, da man offensichtlich froh war, mit dem Gesicht eines "echten Ausländers" werben zu können. Dass meine Muttersprache nicht Englisch ist, scheint für diese Wahrnehmung zweitrangig zu sein.
Eine Unterrichtsstunde mit der Kindergruppe hatte ich nun bereits und die war sehr schön. Die Kinder haben motiviert und fröhlich mitgemacht (hoffentlich bleibt das so😅), und der Lehrer, mit dem ich zusammenarbeite (ein junger Student), war auch sehr nett und fast schon überschwänglich motiviert.
Ich in einer Schule beim Anmeldebögen-Verteilen
Ansonsten hält langsam die Weihnachtsstimmung Einzug, die hier zwar natürlich in keinster Weise an das Wetter geknüpft ist, aber durchaus an Liedern und Dekoration wie in Deutschland.
Kleine Weihnachtsfeiern bei der Familie mit der Fischfarm, die ich ein paar Mal in vergangenen Wochenberichten erwähnt habe.
Ein weihnachtlich dekorierter Supermarkteingang
Außerdem war ich die letzten zwei Wochen zweimal mit der Gastfamilie in Freibädern, die beide etwas außerhalb von Iquitos und damit fast schon mitten im Regenwald lagen, aber damit ein sehr schönes Ambiente hatten. Schwimmen ist natürlich sowieso immer ein Highlight.
(scheinbares Bild ist ein Video; draufklicken, um einen kleinen Rundumblick zu sehen)
Und hier noch ein paar zusammenhangslose Bilder, die einfach im Alltag entstanden sind:
In einem sog. Colectivo: ähnlich wie ein Bus, nur mit dem Unterschied, dass man nicht so genau weiß, wann, von wo und wohin er fährt. Die Stadtteile, die auf der Route angefahren werden, stehen draufgeschrieben und wenn man mitfahren / aussteigen möchte, gibt man ein kurzes Zeichen.
Eines der ikonischsten peruanischen Gerichte: Ceviche (unfritierter Fisch mit Zwiebeln, Gewürzen, einer bestimmten Soße und ggf. weiteren Meeresfrüchten) mit fritierten Kochbananen (Beilage für so gut wie alles) und als Getränk Inka Kola.
Einer der Salamander, die Abends viel an Wänden rumrennen und so ziemlich als einziges Tier nicht als Plage bekämpft wird (vermutlich, da es Mücken frisst)
Ein Brot, das aussieht, als hätte es die Nummer 3 (Ich fand's lustig, bin aber vermutlich der Einzige)