Wochenbericht 15.09.2025 - 21.09.2025
Nachdem ich einen Großteil der letzten Woche krank war, geht es mir inzwischen deutlich besser und ich habe meine täglichen und wöchentlichen Aktivitäten wieder aufgenommen. Aktuell verbringe ich viel Zeit mit Unterrichtsvorbereitungen für Englisch: Was für mich in den letzten Wochen noch eher nebenbei war, während mir vor allem Deutsch als Fremdsprache Spaß gemacht hat, wird langsam zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. Das hat folgenden Grund: In Deutsch konnte ich deutlich aktiver den Unterricht mitgestalten, während ich in Englisch eher eine Randfigur war, da sich der Englischunterricht an der Uni kaum von dem, wie er in Deutschland an Sekundarschulen bekannt ist, unterscheidet. Daher war das für mich bisher nicht so spannend. In der letzten Zeit habe ich aber damit angefangen, mit Schülern, die noch deutlich zu große sprachliche Schwierigkeiten haben, um den Unterricht zu folgen, einzeln in einen Nebenraum zu gehen und ihnen etwas grundlegender weiterzuhelfen. Diese sprachlichen Schwierigkeiten sind teilweise echt gravierend. Man merkt, dass Englisch hier an vielen Schulen vermutlich nur in einem sehr kleinen Umfang unterrichtet wird*. Da die Uni jedoch von Studenten vieler verschiedener sozialer, familiärer und finanzieller Umstände besucht wird*, sind Leute, die auf einem Niveau Englisch sprechen, das geschätzt etwa dem von mir als "normaler deutscher Abiturient" entspricht, in einer Klasse mit Leuten, die kaum einen einzigen Satz zustande bringen. Für zweite Art von Personen bin ich nun also zuständig: Ich versuche, mit ihnen individuell etwas den vorherigen Stoff aufzuholen, und gleichzeitig mit dem aktuellem Thema in vereinfachter Form weiterzuarbeiten, da dies leider von ihnen für ihre nächsten Prüfungen erwartet wird. Hier die richtige Balance zwischen "weitermachen" und "wiederholen" zu treffen, ist leider gar nicht so einfach. Ich erstelle dafür viele individuelle Übungen für die Schwierigkeiten einzelner Personen und habe auch meine ehemalige Englischlehrerin nach Unterrichtsmaterial gefragt, das sie mir dann auch gerne geschickt hat, vielen Dank dafür!
Ich freue mich aber vor allem darüber, dass ich diese Aufgabe bekommen habe, weil ich nun endlich auch in diesem Kurs eine sinnvolle Aufgabe habe, die den Schülern hilft, die den Professoren hilft, und vor allem, die mir trotz der Herausforderung immer wieder Spaß macht und damit einfach bestätigt, dass mein Vorhaben, Lehramt zu studieren, wahrscheinlich wirklich eine gute Idee ist. Ich bin also insgesamt sehr zufrieden damit, wie sich meine Position an der Uni entwickelt.
Zum Schluss noch ein paar Fotos, die allerdings in keinen Zusammenhang zum Text stehen: