Schon ist die Hälfte meines Peru-Jahres um! Zu diesem Anlass haben wir insgesamt 13 Freiwilligen in ganz Peru uns in Lima getroffen, um uns untereinander sowie mit den Programmkoordinator:innen über unsere bisherigen Erfahrungen auszutauschen. Dazu waren wir in einem wunderschönen Hotel mit Pool und umgeben von Bergen. Die Tage dort waren wirklich schön. Vor allem tat es auch gut, zu erfahren, dass Andere ähnliche (oder auch teilweise ganz andere) Probleme haben wie ich.
Nach dem Treffen habe ich mit drei Mitfreiwilligen zwei Tage Urlaub in der Kleinstadt Ica, die am Rand der Huacachina-Wüste liegt, gemacht. Die Reise von Lima nach Ica entwickelte sich als unfreiwilliges Abenteuer, da unser Bus auf den ersten Kilometern auf der Autobahn wegen eines qualmenden Motors evakuiert wurde. Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen. Wir sind dann in einem Sammeltaxi mit einigen weiteren Passagieren zum nächsten Fernbusbahnhof einige Ortschaften weiter gefahren und konnten von dort einen anderen Bus nach Ica nehmen, wo wir mit dreieinhalb Stunden Verspätung kurz nach 4:00 Morgens angekommen sind.
Doch für die Erlebnisse des nächsten Tages hat sich dieses Unterfangen extrem gelohnt. Es ging in die Huacachina-Wüste zu einer Buggy- und Sandboardig-Tour durch die Dünen. Von einer Oase aus, die durch eine kleine Straße mit der Stadt Ica verbunden ist, fuhren wir mit einem Tourguide und acht weiteren Touristen (wir waren jeoch die einzigen Ausländer:innen) mit 100 km/h die Sandberge. Schon das war eine Achterbahnfahrt, aber das Highlight war natürlich das Sandboarding, bei dem wir auf snowboardartigen Holzbrettern wir die steilen Abhänge runtergerutscht sind.
Ich beim Sandboarding
Wir in der Wüste mit der Oase im Hintergrund
Sonnenuntergang in der Wüste
Plaza de Armas (Hauptplatz) von Ica
See der Oase mit der Wüste im Hintergund
Terrasse des Hotels in Ica
Direkt im Anschluss ging es dann noch für eine Woche nach Trujillo ans Meer, wo ich eine Mitfreiwillige besucht habe. Die Stadt wirkt durch ihre extrem quadratische Straßenaufteilung in Blocks und fast nur gleichaussehenden Häuser auf den ersten Blick ehrlich gesagt nicht so schön, wie sie tatsächlich ist. Doch bei einem kurzen Spaziergang wurde ich schnell vom Gegenteil überzeugt: Es gibt überraschend viele gemütliche Grünflächen und Mini-Parks an fast jeder zweiten Straßenecke.
Doch meine Hauptmotivation für Trujillo war natürlich das Meer. Die Strände und die Wellen dort waren zwar alles andere als ruhig, aber dafür umso besser zum Surfen geeignet. Der Besuch für fünf Tage hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Ich abends an der Promenade
Surfen
In einem Park
Auf einer Aussichtsplattform
Eine nicht ganz durchdachte Rutsche
Übrigens ist die ganze Küstenregion jetzt von Überflutungen und Erdrutschen durch Starkregen betroffen, selbst die peruanischen Medien sprechen von einer Ausnahmesituation. Daher hatte ich beim Zeitraum meiner Reise ziemliches Glück. Ob ich bis zum Semesterbeginn am 23. März (worauf ich mich schon sehr freue, da ich mir ein paar Sachen vorgenommen habe, um mehr Sinnvolles bei der Arbeit zu tun zu haben) nochmal verreise, weiß ich noch nicht und hängt auch davon ab, wie sich diese Katastrophenlage weiter entwickelt.