Eine Lernplattform bzw. ein Learning Management System (LMS) dient der Bereitstellung von Lernmaterialien und der Organisation von Lernvorgängen.
Die aktuellen IT-Infrastrukturen verfolgen das Prinzip BYOD (= Bring your own Device) und ermöglichen damit eine sofortige Umsetzung, denn praktisch alle Lehrer und die meisten Schüler besitzen bereits Endgeräte.
Die Anbieter versichern, dass ihre Applikationen den Vorgaben der DSGVO genügen und damit auch den Anforderungen der Landesschulbehörden, was regelmäßig angezweifelt wird. (wikipedia.org)
LMS sind sehr unterschiedlich, je nach Ausrichtung und Spezialisierung.
In der Regel enthalten diese grundsätzlich eine Art Wissensmanagement bzw. Dateimanagement der jeweiligen Lern- & Lehrmaterialien.
Zur etwas übersichtlicheren Sortierung wurde hier aufgeteilt in Plattformen, die sich eher an die eigenen Mitarbeiter oder Kunden wenden (corporate learning / skills / HR) - und Systeme für Bildungsanbieter / Bildungsträger ("Campus").
Virtuelle Klassenräume, Video-Konferenzsysteme, Webinar-Software, ... haben daher einen eigenen Bereich erhalten.
Die Systeme grenzen sich aber nicht klar ab und sind häufig auch für die jeweils anderen Kategorien einsetzbar oder gar geeignet. Zukünftig soll dies durch eine kurze Tabelle mit den wichtigsten Funktionen schnell ersichtlich werden.
e-teaching.org Einblick in den Bereich Lernplattformen
Übersicht Lernplattformen für Schulen der Medienberatung NRW
Lehr-und Lernplattformen der Bundesländer auf DigiBitS Übersicht von "DigiBitS"/"Deutschland sicher im Netz e.V." über Lehr- und Lernplattformen der Bundesländer
Die Top 11 der kostenlosen Open-Source-LMS-Tools für kleine Unternehmen https://www.capterra.com.de/blog/739/top-11-kostenlose-open-source-lms
In verschiedenen Bundesländern gibt es Lernplattformen, die oft auf den Open-Source-Plattformen Moodle oder ILIAS basieren.[6] Edu-sharing,[7] eine quelloffene, vernetzte Infrastruktur für den Austausch und die gemeinsame Nutzung digitaler Bildungsmedien, bildet den Kern einiger Landeslernplattformen.[8] Schnittstellen zur Anbindung von Moodle, ILIAS und anderen Lernplattformen sind vorhanden. Die Bundesländer Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen verwenden eine gemeinsam mit dem Hasso-Plattner-Institut Potsdam entwickelte HPI Schul-Cloud. Diese Vorgehensweise soll eine optimale Anpassung der Software und Integration der Lehrerfortbildung sichern.
Auf dem Treffen der Kultusminister im Kanzleramt am 21. September 2020 wurde die „schrittweise Entwicklung einer Bildungsplattform durch den Bund“ festgelegt.[9]
Bundesländer-Übersicht:
Baden-Württemberg: DAKORA auf Moodle-Basis[10], itslearning[11], Moodle von BelWü
Berlin: Lernraum Berlin auf Moodle-Basis[13]
Bremen: itslearning[14]
Brandenburg: Schul-Cloud Brandenburg auf Basis der HPI Schul-Cloud[15][16]
Hamburg: LMS Lernen Hamburg auf Moodle-Basis[17] und eduPort (Hamburg)[18]
Hessen: Schulportal Hessen auf Moodle-Basis[19]
Mecklenburg-Vorpommern: itslearning[20]
Niedersachsen: Niedersächsische Bildungscloud auf Basis der HPI Schul-Cloud mit Schnittstelle zu Moodle[21] und ILIAS[22]
Rheinland-Pfalz: Schulcampus RLP auf Moodle-Basis[24]
Saarland: Online-Schule Saarland auf Moodle-Basis[25] und Lernwelt Saar[26]
Sachsen: LernSax auf WebWeaver-Basis[27] und Opal Schule[28] sowie Moodle[29]
Sachsen-Anhalt: Bildungsserver Sachsen-Anhalt auf Moodle-Basis[30] mit emuCLOUD,[31] emuTUBE[32]
Schleswig-Holstein: itslearning[33][34]
Thüringen: Schulportal Thüringen auf Basis der HPI Schul-Cloud[35]
Die Anmeldung der Schulen an den Lernplattformen der Bundesländer ist sehr unterschiedlich. Mehrere Bundesländer haben noch unter 50 Prozent (Stand August 2020) angemeldet. Einzelne Regelschulen streben nach Insellösungen.