OGP Strategie Phase 2
Open Data for everything
Veranstaltungen und Rückschau
Mit dem Eintritt der OGP in ihr zweites Jahrzehnt wurde der Strategieprozess für 2023-2028 gestartet. Durch die Anwendung der bislang gewonnenen Erkenntnisse möchte sich die OGP strategisch stärken, um ihrem Versprechen einer offenen, inklusiven, rechenschaftspflichtigen und reaktionsfähigen Regierung noch besser Sorge zu tragen.
Foundations for Evidence bases Policymaking Act (US 2019) - Anticipatory governance
Einige Snippets an Interviews aus dem US-Radio (im Youtube-Feld) zur Umsetzung des Evidence Acts:
https://www.oliverrack.eu/dada/evidenz-gesetz
Data Science in Politik und Verwaltung
Der Frage, wie die Einbindung von Datenlaboren im öffentlichen Sektor gelingen kann, gehen für die Stiftung Neue Verantwortung Pegah Maham mit Andy Wang in ihrem aktuellen Papier nach. Ihre wichtigsten Empfehlungen haben sie zu einem Leitfaden zusammengefasst:
https://www.stiftung-nv.de/de/publikation/data-science-politik-und-verwaltung
Mit Daten Staat machen - Zum datenbasierten Regieren in den Bundesländern
Ein nachhaltiges und effizientes Datenmanagement ist die Grundlage für eine wirkungsvolle Verwendung von Daten, etwa um evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen. Diese Studie stellt daher bewusst die Verarbeitung und Nutzung digitaler Daten in den Mittelpunkt. Auf Basis einer quantitativen Befragung von 83 Referatsleiter:innen und semistrukturierter Expert:inneninterviews mit 31 Abteilungsleiter:innen aus den Landesministerien haben wir den aktuellen Stand der Datennutzung und des Datenmanagements auf Landesebene systematisch untersucht.
Institutionalizing Data Analysis in German Federal Governance - An overview and recommendations from the U.S. experience
Mit einer Investition von 239 Millionen Euro werden in allen Ministerien und im Kanzleramt Datenlabore eingerichtet und damit neue Kapazitäten in der gesamten Bundesregierung geschaffen. Um erfolgreich zu sein, müssen diese Datenlabore in ein bereits bestehendes Netzwerk von Datenteams der Ministerien, statistischen Ämtern, technischen Diensten und staatlich finanzierten Forschungsinstituten integriert werden, was die Frage aufwirft, wie die verschiedenen Rollen der Datenanalyse in einer komplexen Regierungsbürokratie am besten organisiert werden können. Dieses Papier bietet den ersten umfassenden Überblick über den Stand der staatlichen Datenanalyse in Deutschland
https://twitter.com/AlexCEngler/status/1506707608383721491
Measuring Data Demand Within the Public Sector - Discussion Paper 2021 von Lisbon Council für die Generaldirektion Communications Networks, Content and Technology Unit G.1 Data Policy and Innovation
Das Diskussionspapier "Messung des Datenbedarfs im öffentlichen Sektor" ist das erste von zwei Papieren, die das Engagement der Wiederverwender von data.europa.eu im öffentlichen Sektor fördern. Das zweite Papier wird sich auf die Förderung der datengesteuerten Wertschöpfung im öffentlichen Sektor konzentrieren und Erkenntnisse aus der laufenden Kampagne einbeziehen, Schlussfolgerungen ziehen und politische Empfehlungen abgeben.
The Path to Becoming a Data-Driven Public Sector, OECD
Die Regierungen des einundzwanzigsten Jahrhunderts müssen mit den Erwartungen ihrer Bürger Schritt halten und das Versprechen des digitalen Zeitalters einlösen. Datengestützte Ansätze sind besonders effektiv, um diese Erwartungen zu erfüllen und die Art und Weise, wie Regierungen und Bürger interagieren, neu zu überdenken. Dieser Bericht hebt die wichtige Rolle hervor, die Daten bei der Schaffung von Bedingungen spielen können, die öffentliche Dienstleistungen verbessern, die Wirksamkeit öffentlicher Ausgaben erhöhen und ethische und datenschutzrechtliche Erwägungen berücksichtigen. Er stellt einen datengesteuerten Rahmen für den öffentlichen Sektor vor, der Ländern oder Organisationen helfen kann, die Elemente zu bewerten, die für die Nutzung von Daten erforderlich sind, um in allen öffentlichen Sektoren besser informierte Entscheidungen zu treffen.
Auch sehr wichtige Forschung:
Social impacts of algorithmic decision-making: A research agenda for the social sciences
Frederic Gerdon, Ruben L Bach, Christoph Kern, Frauke Kreuter
Die Forscher beschäftigen sich mit der Frage, ob und wie algorithmische Entscheidungsfindung (ADM) soziale Ungleichheit verstärken kann. Die meisten bisherigen Forschungsarbeiten zu diesem Thema stammen aus der Informatik. Die Sozialwissenschaften haben jedoch ein großes Potenzial, zur Erforschung der sozialen Folgen von ADM. Auf der Grundlage eines Prozessmodells von ADM-Systemen zeigen sie, wie die Sozialwissenschaften die Literatur über die Auswirkungen von ADM auf soziale Ungleichheit voranbringen können, indem sie Verzerrungen in Trainingsdaten aufdecken und abmildern. Zudem untersuchen wie sie Fairnessvorstellungen in Bezug auf spezifische Ergebnisse von ADM-Systemen und in Bezug auf konkrete soziale Kontexte bewertet werden müssen. Die Sozialwissenschaften können bewerten, wie Individuen mit algorithmischen Entscheidungen in der Praxis umgehen und wie einzelne Entscheidungen zu sozialen Makroergebnissen aggregiert werden.
Ihre Forschung wird u.a. finanziert durch:
VolkswagenStiftung für das Projekt "Consequences of Artificial Intelligence for Urban Societies" (CAIUS) und die Baden-Württemberg Stiftung für das Projekt "Fairness in Automated Decision making" (FairADM). Die Veröffentlichung dieses Artikels wurde durch das Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) gefördert.
https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/20539517221089305
Das Minstry of Justice UK hat heute sein neues Datenverbesserungsprogramm ins Leben gerufen, das im gesamten Justizministerium und mit dessen Partnern im gesamten Strafjustizsystem zusammenarbeitet und dessen Datenumstellung vorantreiben wird.
Unsere Strategie - drei Dinge, die Sie sich merken sollten
https://mojdigital.blog.gov.uk/2022/08/30/becoming-a-truly-data-led-justice-system/
Guidance: Measuring the Economic, Social and Environmental value of public sector location data
Missionsorientierte Forschungs- und Innovationspolitik für eine gelingende Transformation
Zukunft braucht gemeinsames Handeln. Uns bleibt nur wenig Zeit, um die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen. Wir müssen nicht nur das Ausmaß und die Geschwindigkeit unseres gemeinsamen Handelns erhöhen, sondern auch seine Wirkung deutlich verbessern.
Um diese hochgesteckten Ziele zu erreichen, hat sich in den letzten Jahren auf europäischer und jetzt auch auf nationaler Ebene die „missionsorientierte Forschungs- und Innovationspolitik“ als ein neues politisches Handlungsfeld etabliert.
Die sogenannten „Missionen“ wie beispielsweise "10x100" orientieren sich an den 17 Sustainable Development Goals (SDGs), den Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung. Sie sollen die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft unterstützen und begleiten.
Umfrage:
Die vorliegende Befragung untersucht, welche Rolle die Zivilgesellschaft dabei spielen kann. Die Ergebnisse der Umfrage werden in die aktuelle politische Debatte über die Missionsorientierung einfließen, um die Transformationspolitik kohärenter und inklusiver zu gestalten. Startpunkt ist eine Befragung, die „klären“ will, inwiefern zivilgesellschaftliche Akteure in ganzer Breite das Thema kennen, es auch als Chance auch für ihre Ziele sehen und was sie benötigen, um sich zu beteiligen. Ein durchaus ambitioniertes Vorhaben, dass wir nach der Veröffentlichung der Befunde (Futures Lounge am 07.12.) in einem Projekt - gerne auch experimentell - fortführen und vertiefen möchten, gerne auch mit Partnern.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: burmeister@d2030.de
Zur Umfrage:
https://questionpro.eu/a/TakeSurvey?tt=jM%2BMyJOE0gU2hFys%2B4oF2A%3D%3D
Mehr Infos:
10x100
UPCOMING
Democratizing Data: AI tools for discovery
hosted by LMU Munich and University of Mannheim
29. September, 15-18 Uhr, in der Universitätsbibliothek Mannheim (hybrid)
Der Ruf nach besseren Daten und Belegen für die Entscheidungsfindung ist in den USA sehr real geworden, wie die Verabschiedung des Foundations of Evidence-based Policymaking Act (Evidence Act) und des CHIPS+ Act zur Einrichtung eines National Secure Data Service zeigt. Die Herausforderung besteht darin, nicht nur herauszufinden, welche Daten produziert werden, sondern auch, wie sie verwendet werden - im Wesentlichen geht es darum, ein Amazon.com für Daten aufzubauen, damit sowohl Regierungen als auch Forscher schnell die Daten und Beweise finden können, die sie benötigen.
Sie möchten herausfinden, wie Forschungsdaten genutzt werden, um welche Fragen zu beantworten, und wer die Expert:innen sind?
Julia Lane kommt nach Mannheim und zeigt Ihnen, wie Sie API, Dashboard, Jupyter Notebooks und Visualisierungstools nutzen können, um Forschungsdaten zu entdecken. Melden Sie sich hier für den kostenlosen Workshop am 29. September, 15-18 Uhr, in der Universitätsbibliothek Mannheim an: https://www.xing-events.com/BXCQYED
Wenn Sie nicht persönlich teilnehmen können, registrieren Sie sich hier, um den ersten Teil des Workshops online zu verfolgen: https://www.xing-events.com/XEIYXEX
U.a. weitere Veranstaltungen der BERD Academy
Data 4 Policy: Is the Statistical Era Being Replaced by an Era of Data? by Walter J. Radermacher
In-Person Workshop, LMU Munich
https://www.berd-nfdi.de/berd-academy/
Togo goes on - Bildung
In Mannheim und Hamburg werde ich zusammen mit Gerhard Seiler von Irights-Lab mit der Afro-diasporischen Community über Open Educational Ressources reden und mit den Teilnehmern diskutieren, welche Rolle darin Open Government Data spielen können. Auch darüber was eine offene Bildungs- und Entwicklungspolitik bedeutet.
Besonders interessant auch vor dem Hintergrund, dass das Land Hamburg seit diesem Sommer direkt an der OGP im OGP Local Program teilnimmt und derzeit das Multistakeholderforum aufbaut.
19.10.2022 ab 18:00 bis 21:00 Uhr, Mannheim, Kulturhaus Mannheim-Käfertal
Gartenstraße 8 Im Stempelpark, Mannheim
29.10.2022 um 18:00 bis 21:00 Uhr, Hamburg, Afrotopia culture + innovation
Biedermannplatz 19, Hamburg
https://togogoeson.org/de/kalender/
3. IFG-Days Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg haben sich die IFG-Days fest etabliert und verlassen diesmal bereits schon ihre bisherige Heimat Stuttgart, denn sie finden in Freiburg statt. Bedauerlicherweise werden es für den Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes Baden-Württemberg die letzten sein, bei denen er Gastgeber ist: denn er wird zum Jahresende auf eigenen Wunsch seinen Auftrag abgeben und zu neuen Ufern aufbrechen. Ein herber Verlust als Advokat für Informationsfreiheit (und Datenschutz) und als Person. Das LfDI-Team ist jedoch von einem Geist geprägt, der einen optimistisch sein lässt, dass auch in Zukunft die Informationsfreiheit in Baden-Württemberg einen guten Rückhalt haben wird. Zuvor wird aber Stefan Brink noch einen Entwurf für ein Transparenzgesetz auf den Weg bringen, den er bei den IFG-Days vorstellen wird. Außerdem sind u.a. dabei: Saskia Esken, Parteivorsitzende der SPD und Felix Reda von der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V..
Donnerstag, 6. Oktober 2022, ab 17:30 Uhr und Freitag, 7. Oktober 2022, von 9 bis 18:30 Uhr
Im Historischen Kaufhaus in Freiburg und online.
Kick-off-Workshop zum Vorhaben „Mehr Open Data aus der Zivilgesellschaft“
Die Bertelsmann-Stiftung setzt sich bereits viele Jahre für Open Government und Open Data ein. Insbesondere der Programmbereich Smart Country bei treibt sehr strukturiert das Thema Open Data für Kommunen voran, beispeilsweise durch den Musterdatenkatalog für Kommunen und regelmäßigen Austauschen zu Open Data, an dem viele Kommunen teilnehmen. Nun will man die Daten aus zivilgesellschaftlichen Organisationen auch stärker fördern - also Daten aus Zivilgesellschaft für die Zivilgesellschaft. Der Programmbereich wird sich in Zukunft entsprechend "Daten für die Gesellschaft" nennen und zB Fokusthemen wie Nutzen für Kommunen, Open Data und Open Data u Zivilgesellschaft miteinander verknüpfen.
8. November 2022 am Berliner Standort der Bertelsmann Stiftung (Werderscher Markt 6) von 11:00 – 16:00
Bei Fragen/Interesse geren an Mario Wiedemann wenden oder an mich.
EU Datathon 2022
Die diesjährige Ausgabe des EU Datathon, des jährlichen EU-Wettbewerbs für offene Daten, der vom Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union organisiert wird, verspricht, besonders lohnend zu werden. Mit 159 Beiträgen aus 38 Ländern, der bisher höchsten Zahl in der Geschichte des EU-Datathons, können wir einen spannenden Finalwettbewerb erwarten.
Seien Sie bei der Endrunde dabei! Sie findet am 20. Oktober 2022 statt. Reservieren Sie Ihren Platz, um die Veranstaltung online zu verfolgen, an den Diskussionen teilzunehmen und den Gewinner des Public Choice Award mitzuwählen. Nur EU-Datathon-Teams und -Redner werden vor Ort in Brüssel teilnehmen.
https://op.europa.eu/de/web/eudatathon
Save the Date: European Data Summit der Konrad-Adenauer-Stiftung
noch nicht online, aber voraussichtlich 30.11. - 02.12. 2022 in Berlin u online
https://www.kas.de/de/european-data-summit
Rückschau
Dialog City: Citizen Archive
"Den Mensch in den Mittelpunkt der Smart City stellen": wahrscheinlich traf der Apell der bayerischen Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach selten so ins Schwarze wie bei ihren Schlussworten zum Barcamp Dialog City - gleichzeitig KickOff des gleichnamigen und von der EU ko-finanzierten Projekts ihrer Heimatstadt Aschaffenburg, das das Gedächtnis, das Kulturerbe, das Archiv der Stadt und Citizen Science zum Zugpferd der partizipativen Digitalisierung macht. Die Smart City als partizipativer Speicher von Gegenwart und Fundus für Anwendungen der Zukunft, die Stadtgesellschaft, Orte und Umwelt, Kultur und Politik in historischen Kontext stellen können und der Seele und Kultur einer Stadt zum digitalen Ausdruck verhelfen können: Kaum ein andere Anwendungsfall einer Smart City ist so stark auf Zusammenarbeit mit den Menschen angewiesen, stellt diese damit in den Mittelpunkt und macht sie zu Smart Citizen, zu Expert:innen, bringt sie in Dialog, setzt die vernetzte Gesellschaft des WWW so originär in Wert und gibt ihr gleichwohl so viel zurück. Quasi steht die Arbeit an einem co-kreativen Digitaler Zwilling der städtischen Seele im Raum. Da treffen sich Open Government, offenes Wissen, Citizen Science und Commons in Cultures.
Jetzt gilt es Toolkits und Literacy für die Archivierung bei den Bürgern aufzubauen. Kompetenzen für Personal Digital Archiving ist nicht nur als Beitrag für das kollektive Gedächtnis einer Stadt oder einer Community wichtig, sondern auch für das eigene effiziente (Zusammen-)Arbeiten und am Ende auch für den digitalen Nachlass und wesentlich für die digitale Bildung.
Der Mitschnitt:
https://www.youtube.com/watch?v=q4ehnchhtls