Gründung des Heimatvereins
aus der Erinnerung von Wilhelm Terhorst
Die Entstehung des Heimatvereins hat eine längere Geschichte. Schon ab Mitte der achtziger Jahre trafen sich Schepsdorfer Heimatfreunde zu gemeinsamem Tun. Es wurde an vielen Stammtischen über die Schepsdorfer Heimatgeschichte gesprochen und ausgiebig diskutiert. Eine erste gemeinsame Aktion war im Jahre 1986 eine Fahrradtour zum Schloss Herzford. Willi Weege aus Reuschberge, ein Kenner der Heimatgeschichte und ständiger Gast in Schepsdorf, führte uns zu den noch heute erkennbaren Resten der Burg "thor Slipse" und in die Kellergewölbe des schön renovierten Herzforder Schlosses.
Ein Jahr später erfolgte die erste Busfahrt zur Besichtigung des Stiftes Börstel. Zur endgültigen Gründungsidee kam es bei der 65. Geburtstagsfeier von unserem damaligen Ortsbürgermeister Hans Jansen am 24. Januar 1989. Johannes Böker, der damalige Schulleiter der Grundschule Schepsdorf, Heiner Pott, damaliger Stadtdirektor, und ich saßen an einem Tisch und unterhielten uns wieder einmal über die Schepsdorfer Geschichte und über den Bau der Heimathäuser in anderen Stadtteilen. Nach diesem längeren Gespräch waren wir uns einig, über Parteigrenzen hinweg selbst in Schepsdorf einen Heimatverein zu gründen. Den endgültigen Anstoß gab der Bau des Dorfplatzes und eines Brunnens mit 24 Relief-Bildern aus der Geschichte Schepsdorfs.
Zum 28. September 1989 wurde in die Gaststätte „Zum Berge" eingeladen. 18 Personen waren erschienen und erklärten ihren Beitritt zum Heimatverein Schepsdorf und darüber hinaus Ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit. Sie wählten einen vorläufigen Vorstand. Zum kommissarischen Vorsitzenden bestimmten sie Johannes Böker, zum Stellvertreter Wilhelm Terhorst. Bei einer weiteren Zusammenkunft wurde ein Satzungsentwurf beraten mit dem Ziel, den Verein beim Amtsgericht eintragen zu lassen. Des Weiteren wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, um eine effizientere Arbeit zu erreichen.