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Thore schritt wütend auf und ab. Er wollte das gesamte Dorf ausgelöscht haben, nicht nur die paar mickrige Häuser zerstört! Schließlich wusste er schon länger, dass die Auserwählte in dieser Umgebung wohnte. Und heute hatte er die Information bekommen, dass die Elfen jemanden losgeschickt hatten, um die Auserwählte bei seiner Vernichtung zu unterstützen… An der Tür klopfte es. Er drehte sich um. „Herein!“, rief er herrisch und genervt. Herein trat eine muskelbepackte Gestalt mit kurzen schwarzen Haaren und langen, gebogenen Hörnern. Thore lächelte hart. „Alecto. Ich hoffe es ist wichtig.“ „König Thore, mein Gebieter. Würde ich je kommen, wenn es nicht wichtig wäre?“ Die Stimme des Königs wurde so kalt wie Eis. “sprich“ Alecto fuhr sich mit seiner von Narben übersäten, schwieligen Hand über seine Haare. „Wir haben den Jungen Elfen und die Auserwählte entdeckt“ Der König fuhr herum „Und warum stehst du dann noch hier faul rum, Alecto? Oder willst du ihren Platz lieber einnehmen?“ Seine Stimme klang hart wie Stein, sie grollte drohend. Alecto wurde blass, vor Furcht trat er einen Schritt zurück und wandte sein Gesicht zu Seite, das Zeichen vollkommenster Unterwürfigkeit. „Natürlich, mein Gebieter. Ich rufe meine Männer zusammen und wir reiten unverzüglich los“ Er zuckte zusammen, als ein Drache zu brüllen begann, die Ketten rasselten. Er senkte ein letztes Mal seine Augen, bevor er aus der Tür verschwand. Thore lächelte. Wenn seine Kalë die Auserwählte und ihren lachhaften Begleiter fangen, oder besser noch töten, konnten, bevor sie ihre Macht entdeckte, dann würde ihn niemand mehr aufhalten können. Sein Blick fiel auf ein Bild, welches neben der Tür hing und für einen kurzen Moment legte sich Trauer über sein Gesicht. Auf dem Bild war eine Rune abgebildet, eine mächtige Rune. Es war die Rune des Todes, sie konnte nur von einem sterbenden Menschen gezeichnet werden. Und in seinem Fall war es seine Frau gewesen. Sie hatte diese Rune gemalt, um ihn zu retten, diese Rune hatte ihm ein Leben gegeben, welches so lang wie das eines Drachen war, er konnte nicht mehr erkranken. Aber das war nicht der Grund gewesen, warum sie diese Rune gezeichnet hatte. Sie hatte diese Rune gezeichnet, weil sein Herz durchstochen worden war. Sie hatte ihre letzte Lebensenergie und all ihre Verzweiflung in diese Rune gesteckt, damit die Rune ihn Heilen konnte. Ihr hatte er alles zu verdanken. Der König seufzte und riss seinem Blick los. Dann knurrte er unwillig. Die Vergangenheit machte ihn schwach. Er musste sich jetzt auf wichtigere Dinge konzentrieren und durfte sich dabei nicht von irgendwelchen längst vergangenen Sachen ablenken lassen.