Kultur + Umgebung

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Unweit vom gräflichen Schloss entfernt stand einst ein halbverfallenes Schlössl, das von den Schiffleuten als Ort der bösen Geister gemieden wurde. Diesen Platz wählte der fromme Graf Conrad Balthasar von Starhemberg aus, um auf dem Felsen eine Kapelle, getreu der Grabeskirche zu Jerusalem, zu bauen. 1667 wurde hier die erste heilige Messe abgehalten. Zwei Serviten aus Wien versahen die Seelsorge in der Schlosskirche.

Aber auch dem Andenken der Geburt Christi wollte Graf Conrad Balthasar eine Kirche widmen. Nach den genauen Plänen der Geburtskirche in Bethlehem entstand 1675 auf der Klippe des Felsens unter der Grabeskirche ein Heiligtum, das bis heute in Europa einzigartig ist. Ehrfurcht flößen die Muschelgrotte und die unterirdischen Räume der Geburtskirche ein.

Dieser Eindruck löst sich erst, wenn man die einfache, ohne Prunk gehaltene Klosterkirche betritt. Der Hochaltar, der heiligen Rosalia geweiht, verdeckt den niedrigen Grotteneingang in die heilige Grabeskapelle. Zu beiden Seiten des heiligen Grabes führen zwei Türen ins Freie, von wo man herrliche Rundsicht genießt. Das Klostergebäude selbst wurde 230 Jahre lang von Serviten betreut. Wegen Priestermangels übernahm 1904 die Tiroler Provinz dieses Ordens das Kloster.

Die Geschichten der Burgruine am rechten Ufer der Donau reichen bis in das 12. Jahrhundert. Die Burg hatte viele namhafte Besitzer wie z.B. die Kuenringer, Jörg Scheck von Wald oder Anna von Polheim-Parz.

Stift Melk - Das große Kulturensemble Europas

Seit mehr als 1000 Jahren ist Melk ein geistliches und kulturelles Zentrum des Landes, zunächst als Babenbergerburg und dann ab 1089 als Benediktinerkloster. In den Kaiserzimmern ist eine ständige Ausstellung eingerichtet, die die wesentlichen Epochen


der Geschichte und die Gegenwart des Klosters anhand von ausgewählten Exponaten aus Schatzkammer, Archiv und Bibliothek des Stiftes illustriert. Der Marmorsaal und die Bibliothek sind Meisterleistungen barocker Raumkunst mit den berühmten Fresken Paul Trogers. Die Stiftskirche ist Abschluß und Höhepunkt des Rundganges.

Kartause Aggsbach, Steinstadel und Hammerschmiede

Die Kartause Aggsbach (Cartusia Portae Beatae Mariae, Chartreuse de la Porte de la Vierge Marie) wurden 1380 von Heidenreich von Maissau und seiner Gattin Anna gestiftet. Nach der Kartause Mauerbach (1313) und der Kartaue Gaming (1330) war die Kartause Aggsbach die dritte und letzte Ordensniederlassung der Kartäuser in Österreich.

Kirchenführungen: Mag. Christine Nussbaumer, telefonische Vereinbarung 0664 9370444 od. 02753 83010, per e-Mail nussbaumer.christine(at)A1.net

Kartause Aggsbach

Hammerschmiede

Steinstadel

Brunobild

Museumseingang

Kirchenschiff

DONAU – Menschen, Schätze & Kulturen

Vom Schwarzen Meer zur Schallaburg

Die Ausstellung lädt zu einer inspirierenden Reise flussaufwärts: Vom Schwarzen Meer durch die engen Felsschluchten des Eisernen Tors, vorbei an den weiten Ebenen Ungarns durch die malerische Wachau auf die Schallaburg.

Vor Millionen Jahren begann sich die Donau ihren Weg zu bahnen, heute ist sie der zweitlängste Fluss Europas. Wie kein anderer steht die Donau für die Vielfalt des europäischen Kontinents und seine wechselvolle Geschichte. Seit tausenden Jahren ist auch der Mensch an ihren Ufern präsent und nutzt sie für seine Zwecke. Schon in der Jungsteinzeit entstanden entlang des Stromes beeindruckende Kulturen. Den Römern diente er als Grenze ihres mächtigen Imperiums, den Habsburgern als Lebensader eines Reiches, das nicht umsonst den Namen „Donaumonarchie“ trägt.


In abwechslungsreichen Etappen werden Einblicke in die Geschichte des Donauraums und Ausblicke auf seine vielfältigen Landschaften geboten. Menschen erzählen vom Leben am großen Strom, ungewöhnliche Exponate zeichnen Bilder seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.


So verschmelzen alle Eindrücke dieser Reise zu jenem bunten Mosaik, das den Donauraum bis heute prägt.

Foto von Helmut Lackinger (c)