Kultur + Umgebung

Servitenkloster Schönbühel

Anmeldung Fr. Haar Tel. +43 (2752) 8795 # +43 650/4080958

Unweit vom gräflichen Schloss entfernt stand einst ein halbverfallenes Schlössl, das von den Schiffleuten als Ort der bösen Geister gemieden wurde. Diesen Platz wählte der fromme Graf Conrad Balthasar von Starhemberg aus, um auf dem Felsen eine Kapelle, getreu der Grabeskirche zu Jerusalem, zu bauen. 1667 wurde hier die erste heilige Messe abgehalten. Zwei Serviten aus Wien versahen die Seelsorge in der Schlosskirche.

Aber auch dem Andenken der Geburt Christi wollte Graf Conrad Balthasar eine Kirche widmen. Nach den genauen Plänen der Geburtskirche in Bethlehem entstand 1675 auf der Klippe des Felsens unter der Grabeskirche ein Heiligtum, das bis heute in Europa einzigartig ist. Ehrfurcht flößen die Muschelgrotte und die unterirdischen Räume der Geburtskirche ein.

Dieser Eindruck löst sich erst, wenn man die einfache, ohne Prunk gehaltene Klosterkirche betritt. Der Hochaltar, der heiligen Rosalia geweiht, verdeckt den niedrigen Grotteneingang in die heilige Grabeskapelle. Zu beiden Seiten des heiligen Grabes führen zwei Türen ins Freie, von wo man herrliche Rundsicht genießt. Das Klostergebäude selbst wurde 230 Jahre lang von Serviten betreut. Wegen Priestermangels übernahm 1904 die Tiroler Provinz dieses Ordens das Kloster.

Die Geschichten der Burgruine am rechten Ufer der Donau reichen bis in das 12. Jahrhundert. Die Burg hatte viele namhafte Besitzer wie z.B. die Kuenringer, Jörg Scheck von Wald oder Anna von Polheim-Parz.

Stift Melk - Das große Kulturensemble Europas

Seit mehr als 1000 Jahren ist Melk ein geistliches und kulturelles Zentrum des Landes, zunächst als Babenbergerburg und dann ab 1089 als Benediktinerkloster. In den Kaiserzimmern ist eine ständige Ausstellung eingerichtet, die die wesentlichen Epochen


der Geschichte und die Gegenwart des Klosters anhand von ausgewählten Exponaten aus Schatzkammer, Archiv und Bibliothek des Stiftes illustriert. Der Marmorsaal und die Bibliothek sind Meisterleistungen barocker Raumkunst mit den berühmten Fresken Paul Trogers. Die Stiftskirche ist Abschluß und Höhepunkt des Rundganges.

Kartause Aggsbach, Steinstadel und Hammerschmiede

Die Kartause Aggsbach (Cartusia Portae Beatae Mariae, Chartreuse de la Porte de la Vierge Marie) wurden 1380 von Heidenreich von Maissau und seiner Gattin Anna gestiftet. Nach der Kartause Mauerbach (1313) und der Kartaue Gaming (1330) war die Kartause Aggsbach die dritte und letzte Ordensniederlassung der Kartäuser in Österreich.

Kirchenführungen: Mag. Christine Nussbaumer, telefonische Vereinbarung 0664 9370444 od. 02753 83010, per e-Mail nussbaumer.christine(at)A1.net

DER HÄNDE WERK

16. MÄRZ BIS 3. NOVEMBER 2019

2019 lässt sich auf der Schallaburg mit allen Sinnen erleben, dass eine moderne Welt ohne altes und neues Handwerk, ohne die Geschicklichkeit unserer Hände nie denkbar wäre. Die Ausstellung lässt erfolgreiche Handwerkerinnen und Handwerker zu Wort kommen, zeigt einmalige Meisterstücke und erfinderisches Werkzeug, präsentiert erlesene Handarbeiten und erinnert an nahezu vergessene Geschichten handwerklichen Lebens. Die Reise führt vom Mittelalter bis in die Gegenwart und lädt ein, die Zukunft mitzugestalten.

Kurt Farasin, Künstlerischer Leiter: „Die Ausstellung „Der Hände Werk“ ist eine Liebeserklärung an die unglaublichen Fähigkeiten unserer Hände. Von dem Wunderwerkzeug Hand zur Wunderkammer in der Ausstellung - es geht um das Tätigsein und die Bedeutung der Hand für unsere Kultur, aber auch für uns ganz persönlich. Die Ausstellung zeigt, wie viel Geschicklichkeit, Wissen und Erfahrung in den Werkzeugen, den Produkten, den Arbeitsabläufen und der Organisation stecken. Wozu unsere Hände im Stande sind, zeigen außergewöhnliche Meisterstücke verknüpft mit persönlichen Geschichten in spannenden Themenräumen. Mein persönliches Highlight ist die kommende Veranstaltungsreihe Handwerkstatt Schallaburg: jedes 1. Wochenende im Monat laden Handwerker und Handwerkerinnen zum Mitarbeiten ein. Selber Hand anlegen lautet die Devise in unserer Ausstellung der Sinne! Unser Publikum soll mit dem Gedanken rausgehen, dass Handwerk eine Zukunft hat!“

Foto von Helmut Lackinger (c)