Willkommen in der Pfarrei St. Walburga Idar-Oberstein
Die Vorgängerkirche unserer heutigen St. Walburga-Kirche wurde in den Jahren 1855/58 im neugotischen Stil erbaut und am 22. September 1962 durch Bischof Wilhelm Arnoldi konsekriert. Nach über 100 Jahren war der bauliche Zustand der Pfarrkirche allerdings so schlecht, dass 1967 die Genehmigung zum Abriss der Kirche erteilt wurde. An gleicher Stelle folgte 1967/68 die Errichtung eines Neubaus zusammen mit einem Pfarrzentrum. Die Konsekration der neuen Pfarrkirche nahm Weihbischof Carl Schmidt am 20. Oktober 1968 vor. Eine grundlegende Innen- und Außenrenovierung erfolgte in den Jahren 1999/2000.
Zur Pfarrei St. Walburga gehören die Stadtteile Oberstein, Enzweiler, Hammerstein, Göttschied und Regulshausen. Ebenso gehören Frauenberg, Gerach, Herrstein, Hintertiefenbach, Ober- und Niederwörresbach zur Pfarrgemeinde.
Zurzeit gehören ca. 2617 Katholiken zu unserer Gemeinde.
Ansprechpartner/Gremien
Küster/in: Rodica Dries
Telefon: 06781-668789
Vermietung / Vergabe Pfarrheim: Bitte über das Pfarrbüro Oberstein
Pfarrgemeindegerat
Alle vier Jahre wird von den Mitgliedern der Pfarrgemeinde der Pfarrgemeinderat gewählt.
Die Mitgliederinnen und Mitglieder des Pfarrgemeinderates (PGR) unterstützen und beraten die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger bei ihrer Arbeit. Zudem sind sie Ansprechpartner für die Mitglieder der Pfarrgemeinde. Die Zusammenarbeit der Pfarrgemeinderäte wird auf der Ebene der Pfarreiengemeinschaft im Pfarreienrat koordiniert.
Weitere Informationen zur Arbeit der Pfarrgemeinderäte und Pfarreienräte finden Sie auf der Webseite des Bistums Trier.
Folgende Personen sind bei der konstituierenden Sitzung in den Vorstand gewählt oder sind in die verschiedenen Aufgaben delegiert worden:
Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat (VR) wird vom Pfarrgemeinderat gewählt. Alle vier Jahre wird die Hälfte der Mitglieder für acht Jahre neu gewählt. Der Vorsitzende dieses Gremiums, welches das kirchliche Vermögen verwaltet und die Finanz- und Personalangelegenheiten der Pfarrei regelt, ist der Gemeindepfarrer.
Weitere Informationen zur Arbeit des Verwaltungsrates finden Sie auf der Webseite des Bistums Trier.
In St. Walburga besteht der Verwaltungsrat aus 4 gewählten Mitgliedern und dem Pastor.
Er setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzender:
Stellvertr. Vorsitzender:
Mitglieder:
Pfarrer Sens, Peter F.
Decker, Rolf
Hötger, Damian
Dr. Kolbeck, Paul
Ulrich Morlampen
Müller Barbara
Theobald Hedi
Gruppen
- Kolpingsfamilie: Ansprechpartner: Herbert Rittmann
- Ü-60-Treff „Kaffee und Tee bei Goffine“ *)-> Infos im Pfarrbrief
- Themen-Gottesdienstkreis
- Bastelkreis: Ansprechpartner: Theobald, Hedi
- Orgelbauverein
- Gottesdiensthelfer: Lektorendienste, Kommunionhelfer und Wortgottesdienstleiter -> Infos im Pfarrbüro
*) "Kaffee und Tee bei Goffiné" weil das Treffen im Goffiné-Saal im Pfarrheim Oberstein stattfindet. Nähere Informationen zu P. Leonard Goffiné finden Sie, wenn Sie hier weiterlesen!
Ökumene
Unser Stadtteil und die Umgebung ist überwiegend evangelisch geprägt, so dass wir Katholiken in der Diaspora (Minderheit) sind. Aber es gibt viele gemeinsame Aktivitäten und Begegnungen, z.B.
- Buß- und Bettags-Gottesdienst
- Weltgebetstag der Frauen
Kontakte zu evangelischen Kirchengemeinde in Oberstein
-> siehe Links
P. Leonard Goffiné - Berühmter Pfarrer in Oberstein
Im Archiv der Kirchengemeinde befindet sich u.a. ein hochinteressantes Buch, die katholische Handpostille, von P. Leonhard Goffiné, Pastor in Oberstein von 1696 - 1719.
KATHOLISCHE HANDPOSTILLE
Kurze Auslegung aller Sonn- und festtäglichen Episteln und Evangelien, Darlegung der daraus folgenden Glaubens- und Sittenlehren, Erklärung der hl. Messe und der wichtigsten Kirchenbräuche, Anleitung zum Gebet in der Familie.
Die Handpostille war gedacht als Vorbereitung auf den sonntäglichen Gottesdienst, dem man nun besser folgen konnte, und wurde wohl häufig beim samstäglichen Rosenkranzgebet der Familien und Hausgemeinschaften vorgelesen. Sie konnte aber auch als Gottesdienstersatz für die Dienstboten oder Alten/Kranken dienen, die am Besuch der Sonntagsmesse gehindert waren.
Die Handpostille hatte einen kaum beschreibbaren Erfolg; sie wurde eines der meistgedruckten Bücher der Buchgeschichte, erschien sie doch in Hunderten von Ausgaben an mindestens 32 deutschsprachigen Druckorten. Allein beim Verlag Benziger in Einsiedeln/Schweiz soll sie in 543.914 Exemplaren gedruckt worden sein. Zuletzt wurde sie 1955 in Limburg/Lahn aufgelegt.
Zudem erschien sie in vielen Weltsprachen: mährisch, böhmisch, ungarisch, rätoromanisch, schwedisch, französisch (mind. 16 Ausgaben), englisch (mind. 30 Ausgaben), italienisch, niederländisch, slowenisch, polnisch und in Swaheli.
Im Vorwort zur 38. Auflage schreibt der Herausgeber, Stadtpfarrer und Dekan Ott, „Es wird kaum ein katholisches Unterrichts- und Erbauungsbuch, die „NACHFOLGE CHRISTI“ von Thomas von Kempen ausgenommen, so viele und verschiedene Auflagen erlebt haben und in allen Ländern der Welt verbreitet sein, wie des frommen und seeleneifrigen Ordenspriesters P. Goffiné „Evangelium-Auslegung.
Dieses Buch vererbt sich als theures Vermächtnis vom Vater auf den Sohn; dies Buch bringt die Baut als werthes Andenken mit in ihre neue Heimstätte, dieses Buch begleitet den Auswanderer in die neue Welt.“
Leonhard Goffiné wurde am 6. Dezember 1648 in Broich bei Jülich geboren. Sein Wirken als Ordensgeistlicher ist im Konventualenverzeichnis[6] der Abtei Steinfeld aufgezeichnet.[7] Danach trat er 1667 er in den Prämonstratenser-Konvent des Klosters Steinfeld/Eifel ein und legte am 16. Juli 1669 seine Profess ab. Von 1671 bis 1675 studierte er am Collegium Norbertinum und der alten Universität Köln Theologie und wurde im Dezember 1675 zum Priester geweiht. Seine Primiz feierte er am Fest Maria Lichtmess des folgenden Jahres im Prämonstratenserinnen-Stift Dünnwald bei Köln. In diesem unter der Paternität[8] des Abtes von Steinfeld stehenden Priorat hatte Goffiné seine zweijährige Novizenzeit absolviert. Nach seiner Priesterweihe war er hier und im Prämonstratenserinnenkloster Ellen bei Niederzier, Kreis Düren als Kaplan tätig. Am 26. Februar 1680 wurde er Novizenmeister der Abtei Steinfeld.
Sein seelsogerisches Einsatzfeld erstreckt sich über die ganze Prämonstratenser-Zirkarie Westfalen. Ende 1680 wird er von Abt Theodor Firmenich als Pastor nach Clarholz bei Gütersloh abgeordnet. [9] Weitere Stellen als Pastor bis 1696 waren Niederehe[10],Coesfeld[11], Wehr (Eifel)[12], Rheinböllen und Bacharach. Zwischenzeitlich wurde er mehrfach als Exerzitienmeister nach Steinfeld zurückgerufen. Leonhard Goffiné war ab 1696 Pastor in Idar-Oberstein, er verstarb am 11. August 1719 in Oberstein an einer entzündlichen Darmerkrankung.