"Narbenfrei" operieren
MIC - SILS™ - NOTES 

Die Chirurgen des Klinikums Magdeburg (früher Städtisches Klinikum) gehören schon seit 1991 zu den ersten Anbietern minimal-invasiver Chirurgie (MIC) in der Region. 
Über kleine Einstiche werden ein Kamerasystem und verschiedene Instrumente in den Körper eingeführt. Die sog. Schlüsselloch-Operationstechnik wurde in den zurückliegenden Jahren ständig weiterentwickelt und ausgebaut, so dass zunehmend Eingriffe im Bauchraum nicht nur minimal-invasiv, sondern mit den weiterentwickelten, noch schonenderen Verfahren durchgeführt werden können.

Für die Patienten bieten die innovativen Techniken noch weitreichendere Vorteile als die minimal-invasive Chirurgie. So sind geringere Wundschmerzen mit einer geringeren Beeinträchtigung des Immunsystems zu erwarten. Entsprechend reduzieren sich die Risiken für Entzündungen und Narbenbrüche.Der Blutverlust ist geringer. Der gesamte Genesungsprozess verläuft spürbar rascher und die Patienten können früher aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Ein weiterer Vorteil der neuen Operationstechniken ist die deutliche verbesserte Kosmetik (d.h. keine bis kaum mehr sichtbare Narben). War bisher bei den laparoskopischen Darmoperationen neben den 4-5 Kleinschnitten meistens auch noch ein zusätzlicher, etwas längerer Bauchschnitt erforderlich, lassen sich diese Operationen im Klinikum Magdeburg nun mittels SILS™-Technik elegant und fast unsichtbar über den Bauchnabel durchführen.


SILS™ - OP-Technik verhindert sichtbare Narben

SILS™ ("Single Incision Laparoscopic Surgery = Laparoskopische Chirurgie über einen Zugang) bedeutet die verfeinerte Technik der Schlüssellochchirurgie, bei der man statt mehrerer kleinerer Schnitte nur mehr einen einzigen braucht.

 Im Gegensatz zur herkömmlichen laparoskopischen Chirurgie, bei der in der Regel 3 - 5 über das Abdomen verteilte kleine Hautschnitte als Zugang gewählt werden, wird bei der SILS™-Technik nur noch eine Inzision von knapp 15 bis 20 Millimeter vorgenommen. Dieser Hautschnitt wird in der Tiefe des Bauchnabels platziert und führt somit am Ende des Eingriffes zu einer kaum bis nicht sichtbaren Narbe, die im Nabel verschwindet. In den Hautschnitt wird während des Eingriffs ein Spezialtrokar (Operationshülse) mit 3 Arbeitskanälen eingebracht, über den dann z.B. auch eine Darmteilentfernung durchgeführt werden kann.

Seit Dezember 2010 führen wir am Klinikum regelmäßig Gallenblasenentfernungen und seit Dezember 2011 auch Darmoperationen in dieser SILS™-Technik durch. 

Zukünftig werden auch Zwerchfellbruchverschlüsse und adipositas-chirurgische Eingriffe über diesen neuen Zugangsweg vorgenommen.


NOTES - Fast narbenfreies Operieren

Die Abkürzung NOTES steht für "Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery = Endoskopische Chirurgie über natürliche Körperöffnungen". Es ist eine interessante Entwicklung in der Minimalinvasiven Chirurgie und fasst neue und altbekannte Operationstechniken zusammen, die eine Kombination aus Endoskopie und Laparoskopie darstellen.

Ziel dieser Entwicklung ist die noch weitere Minimierung des Zugangstraumas bei einem Eingriff. Es wird fast gänzlich auf Hautschnitte verzichtet, daher bleiben keine oder kaum sichtbare Narben an der Körperoberfläche zurück. Für den Zugang werden natürliche Öffnungen wie Darm, Scheide oder Magen benutzt.

Beispielsweise werden Gallenblasenentfernungen (Cholecystektomie) bei Frauen über die Scheide (transvaginal) mit nur einem nicht sichtbaren Hilfsschnitt in der Nabelgrube durchgeführt.

Dabei profitieren die Chirurgen von der Zusammenarbeit mit den Gynäkologen die seit einem Jahrzehnt minimalinvasive endoskopische Operationen über die Scheide durchführen. 
Sprechstundentermine
täglich in der Fachambulanz
ab 08:°° Uhr Anmeldung erbeten

Spezial - Sprechstunde MIC
Donnerstag ab 08:°° Uhr 
Anmeldung erforderlich

   

OA Dr. Voigt*       OÄ Thölert

Termine Sekretariat Chirurgie
Tel:  (0391) 791 - 4201

oder Fachambulanz
Tel:  (0391) 791 - 3240

oder  Kontakt


* Zusatzqualifikation 
>Minimalinvasiver Chirurg< der CAMIC