Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Eltern,
wir hoffen, ihr habt viel Spaß beim Lesen unserer fünften Ausgabe und freuen uns über euer Feedback.
Herzliche Grüße
Farah & Lara
Redaktion der Schülerzeitung
May 26
Nächste Woche ist es so weit: Die Bund-Länder-Inspektion (BLI) besucht unsere Schule. Klingt erstmal ziemlich offiziell, und das ist es auch. Aber was heißt das konkret für uns Schülerinnen und Schüler?
Die BLI ist ein wichtiges Instrument, um die Qualität an deutschen Schulen im Ausland zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Kurz gesagt: Es wird untersucht, was an unserer Schule gut funktioniert und wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.
Während ihres Besuchs werden die Inspektorinnen verschiedene Unterrichtsstunden beobachten und Gespräche mit Lehrkräften, der Schulleitung und auch Schülerinnen und Schülern führen, um ein umfassendes Bild von unserem Schulalltag zu bekommen. Deshalb habt ihr vielleicht plötzlich Besuch im Klassenzimmer. Keine Sorge, es gibt keinen Grund zur Angst. 😉
Für uns bedeutet das vor allem, einfach unseren normalen Schulalltag zu zeigen. Auch wenn der Besuch der BLI eine kleine Abwechslung mit sich bringt, ist er vor allem eine gute Gelegenheit, zu zeigen, was unsere Schule besonders macht. Also bleibt ganz entspannt und zeigt, wie unser Schulalltag wirklich aussieht!
May 26
In der letzten SV-Sitzung gab es wichtige und spannende Neuerungen für unsere Schule: Künftig werden Jahrgangssprecherinnen und Jahrgangssprecher von den Klassensprecherinnen und Klassensprechern gewählt. So wird sichergestellt, dass jede Jahrgangsstufe eine starke Vertretung hat und Anliegen besser weitergegeben werden können. Die Einführung der Jahrgangssprecher beginnt ab dem nächsten Schuljahr.
Außerdem entsteht ein eigenes SV-Büro im Raum C110. Dieser Raum soll eine zentrale Anlaufstelle für alle Schülerinnen und Schüler werden. Hier könnt ihr Beschwerden äußern, Ideen einbringen und direkt mit den Schülersprecherinnen und Schülersprechern ins Gespräch kommen. Das SV-Büro ist also nicht nur ein Treffpunkt, sondern auch ein Ort, an dem eure Stimme gehört wird.
Besonders cool: Alle können bei der Gestaltung mithelfen! Ob Deko, Organisation oder kreative Vorschläge – jede Unterstützung ist willkommen, um einen Raum zu schaffen, der wirklich die Schülerschaft widerspiegelt. Es lohnt sich also, vorbeizuschauen und sich einzubringen – denn eure Meinung zählt!
Mariam El-Ramady, Mai 26
Kaum war ich durch dieses flackernde Ding getreten, hatte ich kurz das Gefühl, mir würde der
Boden unter den Füßen weggezogen. Nicht wie bei einem Sturz. Eher so, als hätte der Raum
entschieden, dass Schwerkraft hier nicht mehr wirklich verbindlich ist.
Für einen Moment war einfach nichts da. Kein Boden, kein Fenster, keine Küche. Nur dieses
tiefe, vibrierende Dröhnen, das sich nicht wie ein Geräusch anfühlte, sondern wie etwas, das
einfach existiert.
Und dann war alles wieder da.
Der Boden lag unter mir. Aber falsch. Zu glatt, zu dunkel, als wäre er aus Glas gemacht, das
noch nie Licht gesehen hat. Der Raum war riesig, aber trotzdem irgendwie gedrückt, als würde
er sich selbst zusammenhalten. „Okay… das ist nicht mehr normal“
, hörte ich sie hinter mir
sagen.
Ich drehte mich um. Sie stand da. Wirklich sie. Aber irgendwas an ihrem Blick passte nicht
ganz. Als wäre sie einen Millimeter neben der richtigen Version ihrer selbst.
Die Kugel war nicht mehr in der Dose. Sie schwebte. Nicht hoch, nicht dramatisch. Einfach so,
als wäre das genau der Zustand, in dem sie immer sein sollte. Und sie pulsierte wieder.
Langsam. Als würde sie sich erinnern.
„Sie ist… anders“
, sagte sie leise.
„Nein“
, sagte ich, ohne wirklich nachzudenken. „Sie war schon die ganze Zeit so.
“
In dem Moment flackerte alles. Nicht das Licht, nein. Der Raum selbst. Wie ein Bild, das kurz
nicht mehr hinterherkommt. Und dann sah ich es. Nur für einen Moment.
Unsere Küche.
Aber wir waren nicht drin.
Wir standen davor.
Und da war jemand an unserer Stelle.
Ich wich automatisch zurück. Mein Herz wusste kurz nicht, wo es hingehört.
„Hast du das gerade gesehen?“ Ihre Stimme war plötzlich angespannt.
Ich nickte nur.
Die Kugel reagierte sofort. Sie drehte sich. Nicht wie ein Ding. Eher wie etwas, das zuhört. Und
dann bewegte sie sich. Kein Rollen. Kein Fallen. Einfach eine Linie durch die Luft. Und der
Raum ging mit.
Wände waren plötzlich kein fester Begriff mehr. Licht zog sich zu Mustern zusammen, Linien
entstanden und brachen wieder auseinander, als würde sich alles neu sortieren. Es sah aus wie
ein Weg. Oder wie eine Entscheidung.
„Das ist ein Pfad“
, sagte sie.
„Ein Pfad wohin?“
Sie schwieg. Weil sie es genauso wenig wusste wie ich.
Wir gingen trotzdem. Nicht, weil es sich richtig anfühlte. Sondern weil Stillstehen sich noch
falscher anfühlte. Mit jedem Schritt wurde es schwerer, klar zu denken. Keine Müdigkeit – eher
so ein Ziehen an allem, was sich vorher sicher angefühlt hatte.
Und dann hörte ich meine eigene Stimme. Von ihr.
„Nino.
“
Ich blieb sofort stehen. „Was?“Sie runzelte die Stirn. „Ich hab nichts gesagt.
“
Der Raum flackerte wieder. Stärker diesmal. Und für einen kurzen Moment war sie weg. Nur ich.
Allein in diesem verschobenen, gläsernen Nichts. Dann war sie wieder da. Aber sie sah mich
nicht direkt an. Als müsste sie mich erst wiederfinden.
Die Kugel stoppte. Zum ersten Mal. Kein Pulsieren. Kein Schweben. Nur dieses Dazwischen.
Und genau das war schlimmer als alles davor.
„Wir sind nicht die Ersten“
, sagte ich leise.
Sie drehte sich zu mir. „Was meinst du?“
Ich zeigte in den Raum. Oder besser gesagt: auf das, was er nicht mehr richtig versteckte.
Strukturen im Hintergrund. Spuren. Linien, die zu alt wirkten, um neu zu sein.
„Das hier wurde schon benutzt.
“
Stille.
Dann dieses ganz leise Geräusch. Als würde etwas in der Dose wieder wach werden. Die Kugel
begann erneut zu pulsieren. Aber nicht gleichmäßig. Eher wie ein Herz, das sich erinnert, wie
es schlagen muss.
Der Weg vor uns wurde klarer. Zu klar. Und plötzlich hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass wir
ihn gehen. Sondern dass er uns zieht.
„Okay“
, sagte sie, aber ihre Stimme war nicht mehr so stabil wie vorher. „Dann finden wir halt
raus, wer vor uns hier war.
“
Ich sah sie kurz an. Und irgendwas in mir sagte mir, dass genau das die falsche Frage war. Der
Raum reagierte sofort. Die Linien wurden schärfer. Der Pfad stoppte. Und hinter uns bewegte
sich etwas, das vorher definitiv nicht da gewesen war.
Ich drehte mich langsam um. Die Kugel war weg. Stattdessen hing da nur noch ein dunkler
Punkt in der Luft. Still. Als hätte er nur darauf gewartet, dass ich ihn endlich seh
Von Hagar Ghareeb 10d, May 26
Eddie Hakim 8c, Mai 26
Das Frühlingsfest an der Europa-Schule Kairo am 24. April 2026 war einer der schönsten Tage in diesem Schuljahr. Schon am Eingang konnte man die gute Stimmung spüren. Überall auf dem Schulgelände gab es bunte Stände, Musik und viele fröhliche Menschen.
Besonders die Stände der 10. und 11. Klasse waren toll. Man hat sofort gesehen, dass die Schüler viel Zeit in die Planung investiert haben. Die Stände waren sehr kreativ und gut organisiert, weshalb sie den ganzen Tag über viele Besucher angelockt haben. Es gab viele verschiedene Spiele und Aktivitäten, sodass für jeden etwas dabei war.
Auch das Programm auf der Bühne war sehr abwechslungsreich. Es gab viele verschiedene Tänze von den jüngeren Kindern und tolle Musik von den älteren Schülern. Von Gesang bis hin zu Instrumenten war alles dabei. Die Zuschauer hatten viel Spaß und die Stimmung vor der Bühne war super.
Insgesamt war das Frühlingsfest ein voller Erfolg. Man hat gemerkt, wie stark der Zusammenhalt an der ESK ist. Ich hatte viel Spaß und freue mich schon sehr auf das nächste Fest im kommenden Jahr!
May 26
Hier sind die Antworten auf unser großes Lehrer-Voting. Wir haben die Wahrheit gecheckt!
1. Herr Odendahl
Falsch! Er ist nicht MrWissen2go und er wurde auch nicht bei YouTube rausgeworfen. Er ist einfach nur ein ganz normaler Lehrer.
2. Herr Thele
Falsch! Seine Beine sehen zwar sportlich aus, aber er war früher kein Model für teure Socken.
3. Herr Nickel
Ihr habt abgestimmt: Herr Nickel sieht ohne Bart viel besser aus! Damit sieht er direkt aus wie 18.
4. Frau Cetinbar
Kein Geheimcode und keine Spionin! Sie heißt im echten Leben wirklich ganz einfach Frau Cetinbar.
5. Herr Cosgun
Nein, war er nicht, obwohl er so gut aussieht!
6. Herr Brahmia
Ja, das stimmt auch! Er war früher echter Fallschirmspringer beim Militär. Deshalb ist er wohl immer so schnell im Unterricht!
Mai 26
"Für mich der schönste Raum der Schule: Keine Technik, der Geruch von Gemütlichkeit und neuen Büchern, schöne Ecken zum Sitzen und um die Ruhe zu genießen.
Gibt es bei uns nicht, denkt ihr? Doch, gibt es – jedenfalls bald! Denn Frau Oschmann und andere fleißige Helfer haben einen der „Geisterräume“ in eine wunderschöne Bücherei verwandelt, hier bei uns im MB-Gebäude.
Was man da in den Pausen alles machen könnte: In Ruhe echte Bücher lesen oder ein Referat vorbereiten – und zwar nicht mit ChatGPT, sondern mit echten Büchern aus Papier zum Anfassen. Kennt ihr das noch?
Habt ihr Ideen, was dort sonst noch stattfinden könnte? Dann meldet euch bei Frau Schütt oder Frau Oschmann.
Und vielen Dank an Mariam & Lamar für die Hilfe
Eure Schülerzeitung"
Mai 26
Die letzten Monate waren für viele Klassen unserer Schule voller spannender Ausflüge, schöner
Erinnerungen und gemeinsamer Erlebnisse. Ob Kultur, Meer oder sportliche Aktivitäten – jede
Klasse hatte ihre ganz persönlichen Highlights.
Kultur und Geschichte in Giza
Meine Klasse, die 11a, unternahm gemeinsam mit unserer Kunstlehrerin Frau Keden eine
Exkursion zu den Pyramiden von Giza und zum Grand Egyptian Museum (GEM). Dort
diskutierten wir über die moderne Architektur des Museums und erkundeten die Ausstellungen.
Einige Schülerinnen und Schüler stiegen sogar in die Pyramiden hinab, während andere auf
Kamelen ritten. Besonders schön waren auch die gemeinsame Busfahrt mit lauter Musik, das
gemeinsame Essen und die vielen lustigen Momente des Tages. Gegen 18 Uhr kamen wir
wieder an der Schule an.
Abenteuer am Roten Meer
Die Klasse 10a verbrachte einen aufregenden Tag in Ain Sokhna am Roten Meer. Mit dem Boot
ging es hinaus aufs Wasser, um beim Schnorcheln die faszinierende Unterwasserwelt zu
entdecken. Neben leckerem Essen, Musik und Tanzen war vor allem die ausgelassene
Stimmung ein Highlight. Besonders beeindruckend war die Rückfahrt: Trotz der anstehenden
Physikklausur am nächsten Tag lernte die Klasse gemeinsam im Bus und schaffte es, dabei
trotzdem Spaß zu haben.
Naturerlebnisse in Fayoum
Die Klasse 9d reiste für drei Nächte nach Fayoum. Dort standen viele gemeinsame Aktivitäten
auf dem Programm, darunter eine spannende Schatzsuche („Treasure Hunt“). Die Klasse
verbrachte viel Zeit in der Natur, machte Fotos am Fluss und stärkte durch die gemeinsamen
Erlebnisse ihren Zusammenhalt.
Action und Sport in der 7. Jahrgangsstufe
Auch einige Klassen der siebten Jahrgangsstufe unternahmen besondere Reisen. Eine Klasse
fuhr nach Hurghada und verbrachte dort eine erlebnisreiche Zeit mit Wasserrutschen, Fußball,
Poolspielen und gemeinsamen Abenden am Strand. Die Schülerinnen und Schüler hörten
Musik, schauten Filme und besuchten abends die Disco. Besonders diese intensive Zeit half der
Klasse, sich noch besser kennenzulernen. Auch die Rückfahrt bleibt vielen in Erinnerung, da
gemeinsam das Fußballspiel zwischen Al Ahly und Zamalek verfolgt wurde.
Eine weitere siebte Klasse reiste ebenfalls nach Fayoum und verbrachte dort schöne Tage mit
vielseitigen Aktivitäten und gutem Essen.
Fazit
Die Ausflüge der letzten Monate haben eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll gemeinsame
Erlebnisse für den Schulalltag und das Miteinander sind.
Alia Basha 11, May26
Hagar Ghareeb 10d, Mai 26