In den letzten Jahren haben die Verlage enorme Anstrengungen unternommen, den Schülerinnen und Schülern das Lernen so leicht wie möglich zu gestalten. Zusammen mit den neuen Möglichkeiten durch Großbildschirme oder Whiteboards im Klassenzimmer ist es deswegen naheliegend, das Schulbuch als Tafelbild zu verwenden und in den Mittelpunkt des Unterrichts zu stellen.
Die Verlage bieten mannigfaltige digitale Lizenz-Modelle zur Verwendung ihrer Schulbücher für Schulen und Lehrkräfte wie auch für Schülerinnen und Schüler an.
Organisiert wird die Nutzung des Schulbuchs durch eine entsprechende Lernplattform, wie Moodle, in der die Verwendung des Schulbuchs entsprechend beschrieben wird.
Da die Schulbücher in der Regel nur für ein Jahr benutzt werden können, ist eine wichtige Funktion der Lernplattform, auch eine Zusammenfassung der Inhalte zu bieten. Zudem bietet so eine Zusammenfassung auch die Möglichkeit der Einbeziehung multimedialer Erklärungen des Internets durch Fachportale, Mediatheken des öffentlichen Rundfunks, Universitäten und viele andere mehr oder weniger seriöse Anbieter. Für die Fächer Mathematik und Physik und hauptsächlich die Klassen 9 und 10 finden sich hierzu entsprechende HTML-Dateien als Beispiele.
Das Arbeiten mit dem Schulbuch ersetzt das Lernen mit Arbeitsblättern. Zudem bieten die Verlage in ihren Versionen für Lehrkräfte in der Regel eine Vielzahl von fertig ausgearbeiteten Arbeitsblättern.
Der wichtigste Vorteil des Lernens mit dem Schulbuch ist jedoch, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Leben lang es mit schriftlich vorgegebenen Informationen in Ausbildung und Arbeitswelt zu tun haben werden.
Die Schulbuchverlage ermöglichen den digitalen Zugriff auf ihre Schulbücher für Lehrkräfte und Schülerinnen oder Schüler.
In den digitalen Versionen ist es möglich, zusätzliche Notizen zu ergänzen, die dann allerdings beim Verlag nur getrennt abgespeichert sind. Es ist deswegen zu empfehlen, Fotografien oder Screenshots des Schulbuchs in ein Notiz-Programm zu kopieren, was für private Zwecke erlaubt ist.
Schülerinnen und Schüler erhalten einfachere digitale Ansichten des an der Schule eingeführten Schulbuchs für einen geringen Aufpreis. Um darin Notizen zu ergänzen, müssen Screenshots in ein Notiz-Programm kopiert werden.
Ausschnitte aus dem Schulbuch für öffentliche Zwecke zu kopieren, ist von den Verlagen unterschiedlich geregelt.
Grundsätzlich dürfen 15%, aber nicht mehr als 20 Seiten, kopiert werden. Die Regelung gilt bis 31.12.2027. (www.schulbuchkopie.de/).
Einige Verlage haben die Möglichkeit für das Kopieren für geschützte Portale wie Moodle erweitert.
Die Anschaffung digitaler Lizenzen ist für Lehrkräfte, wie auch Schülerinnen oder Schüler unbedingt zu empfehlen.
Es entfällt das lästige Fotografieren.
Durch die digitalen Versionen können sowohl die Lehrkraft an der Tafel, als auch die Schülerinnen oder Schüler an ihren eigenen Geräten in Inhalte hineinzoomen und sich damit besser einprägen.
Die Gefahr der Ablenkung durch die digitalen Geräte durch fachfremde Inhalte wird allein schon durch die intensive und aktive Nutzung der Geräte reduziert, könnte aber auch durch Classroom-Management-Systeme überwacht werden.
Da in der Regel für die Schulbücher immer nur eine zeitlich beschränkte Lizenz gekauft werden kann, ist es notwendig den Lehrstoff unabhängig von Schulbuch zusammenzufassen.
Geschieht die Zusammenfassung in einer Lernplattform, ist die Zusammenfassung jederzeit von überall zugänglich.
Für die Schülerinnen und Schüler ist die Zusammenfassung eine gute Übung, letztendlich muss sie jedoch aus Gründen der Zuverlässilichkeit von der Lehrkraft erstellt sein.
Neben der Zusammenfassung des Schulbuchs kann die Lernplattform im Rahmen der Lizenzvereinbarungen mit dem Schulbuchverlag auch den erlaubten Anteil des Inhalts enthalten (z.B. aus Inhaltsangabe, Grundwissen, Musteraufgben und Zusammenfassungen des Schulbuchs).