Warum sollte man sich eigentlich mit Philosophie beschäftigen? Ist Philosophie nur ein Spiel, hat sie einen gesellschaftlichen Nutzen oder trägst sie zum persönlichen Glück bei? Wer sich diese Fragen heute stellt, wird feststellen, dass sie bereits in der Antike intensiv diskutiert wurden. Mehr noch: Die Bedeutung von „Philosophie“ und von „Rationalität“ wurde gerade in dieser antiken Diskussion über den Sinn der Philosophie wesentlich geformt. Teilnehmer dieser dynamischen Diskussion sind Kritiker und Verteidiger der Philosophie: Autoren wie Aristophanes, Gorgias, Isokrates, Platon und Aristoteles. Die in den letzten Jahrzehnten sowohl öffentlich als auch wissenschaftlich geführte Debatte über den Wert der Philosophie scheint deshalb eine Fortsetzung dieser antiken Debatte zu sein. In unserem Forschungsteam werden wir uns der antiken Debatte widmen und uns vor allem auf die folgenden drei Fragen konzentrieren:
1. Was ist „Philosophie“ und wie wird dieser Begriff in der Antike geformt?
2. Worin besteht die Kritik an der Philosophie und an anderen rationalen Bestrebungen?
3. Wie wird und kann Philosophie gerechtfertigt werden?
Die Teilnehmer/innen des Forschungsteams können sich mit der antiken Diskussion, der Rezeption und Fortsetzung dieser zu anderen Zeiten, v.a. in der Gegenwart, ihrer Rezeption in Literatur und Kunst oder ihren sozialen, historischen und politischen Ramifikationen beschäftigen.
Schickt eine kurze, fromlose Beschreibung über euer Interesse am Thema, euer Studienfach und eure Semesterzahl bis zum 14.4.2017 an christopher.n.roser@gmail.com. Dieses Format ist vor allem für Bachelor und Masterstudenten geeignet, die selbstständig Themen erarbeiten wollen. Teilnehmer in der pre-Doktorandenphase und in der frühe Doktorphase sind auch willkommen. Wir begrüßen Bewerbungen aus verschiedenen Fachrichtungen, v.a. aus der Philosophie, Philologie, Geschichtswissenschaft, Soziologie und Politologie. Griechischkenntnisse sind willkommen, aber nicht notwendig.
ENGLISH SPEAKING APPLICATANTS ARE WELCOME.
Verspätete Bewerbungen sind möglich. Es kann aber nicht garantiert werden, dass sie berücksichtig werden.