Ersatzwahlen 2024 Erlinsbach AG (Gemeinderat und Präsidium)
Am 3. März 2024 fand in Erlinsbach AG die Ersatzwahl für einen Gemeinderatssitz sowie für das Gemeindepräsidium statt. Gabi Senn-Urech und Heinz Pfluger sind Mitglieder der ALE und haben die Wahl gewonnen. Herzlichen Dank allen Wählerinnen und Wähler für die Unterstützung.
Gabi Senn-Urech zu ihrer Wahl: "Wow, ich bin überwältigt! Mit 1023 Stimmen wurde ich am 3. März 2024 in den Gemeinderat Erlinsbach AG gewählt. Dieses ausserordentlich gute Wahlresultat freut mich riesig. Herzlichen Dank all denen, die mir ihre Stimme gegeben und mich unterstützt haben. Dieses glanzvolle Wahlergebnis zeigt mir, dass meine Arbeit als engagiertes Mitglied unserer Dörfer von der Bevölkerung sehr geschätzt wird und mir diese ihr Vertrauen schenkt, was mich sehr freut. Mit viel Herzblut engagiere ich mich in mehreren Vereinen und Organisationen des Dorfes. Diese Tätigkeiten erfüllen mich mit viel Freude. In Zukunft möchte ich mich als Gemeinderätin für alle Altersgruppen der Bevölkerung einsetzen, die an mich gestellten Aufgaben im Interesse des Gemeindewohls erfüllen sowie dazu beitragen, dass die Lebensqualität in Erlinsbach weiterhin hoch bleibt. Ich bin stolz, eine Erlinsbacherin zu sein."
Meinungen
Bericht: Eine Ur-Speuzerin will als Parteilose in den Gemeinderat
Leserbrief in der AZ vom 9. Februar 2024: Wähleranteile gilt es zu respektieren
Replik vom 13. Februar 2024: Man kann es auch anders sehen
Leserbrief in der AZ vom 28. Februar: 2024 Stehen sich Parteitreue selber im Weg
Gegendarstellung zur Replik vom 13. Februar 2024
Die ALE wurde in der oben genannten Replik direkt angesprochen. Gerne äussern wir uns wie folgt:
Es liegt im Prinzip der Demokratie, dass Wählerinnen und Wähler Kandidierende bevorzugen, die ihre eigene Meinung und Gesinnung möglichst gut repräsentieren. Parteigebundene Kandidatinnen und Kandidaten können dank Parteiprogramm leichter vermitteln, wofür sie stehen. Aber selbstverständlich vertreten auch parteilose Kandidierende eine politische Positionierung sowie einen bestimmten Stil und decken Wähleranteile eines bestimmten Spektrums ab. Für diejenigen Wählerinnen und Wähler, die bisher Kandidierende aus dem Mitte-Spektrum (parteizugehörig oder parteilos) gewählt haben, dürfte die Feststellung, dass die SVP den bisherigen Mitte-Sitz gar nicht angreifen könne, solange die politische Mitte nicht mit einer parteigebundenen Kandidatur Anspruch darauf erhebe, eher spitzfindig erscheinen. Diesen Wählerinnen und Wählern geht es letztlich darum, dass ihre Haltung im Gemeinderat angemessen vertreten bleibt – unabhängig davon, ob eine Kandidatin oder ein Kandidat einer Partei angehört oder eben nicht. Die ALE ist überzeugt, dass mit der Wahl von Gabi Senn-Urech und Heinz Pfluger die Wähleranteile bei gegebener Ausgangslage bestmöglich abgebildet bleiben. Eine solche Balance ist für ein gutes Miteinander im Dorf von grosser Bedeutung.
Anders als in der Replik dargestellt, ist die ALE nicht der Meinung, dass nur Parteilose zu Gemeinderatswahlen antreten sollen. Es ist uns nicht verständlich, wie es zu einem derartigen Rückschluss kommt. Der ursprüngliche Leserbrief hebt (ohne Nennung der ALE) einzig hervor, dass die Parteizugehörigkeit von Kandidierenden ein wichtiger Bestandteil der Kandidatur sei und diese nicht klein geredet werden sollte.
Im ursprünglichen Leserbrief wird zudem darauf hingewiesen, dass in Erlinsbach AG Sachgeschäfte immer wieder ideologisch diskutiert werden. In der Replik wird dies dahingehend umgedeutet, dass es sich um Diskussionen im Gemeinderat handeln soll, und diese darüber hinaus mutmasslich mittels Insiderwissen weitergegeben worden sein sollen. Eine derartige Interpretation ist unerklärlich und befremdlich.
Der ALE wird in der Replik vorgehalten, sie würde nur bei Partikularinteressen aktiv werden. Unsere Mitglieder sind jedoch als ständige Vertreterinnen und Vertreter in diversen Kommissionen aktiv (Jugendkommission, Natur-, Landschaftsschutz und Energiekommission, Kulturkommission). Wir haben in der Verkehrskommission mitgearbeitet und werden uns im Prozess zur Überarbeitung der Bau- und Nutzungsordnung einbringen. Wir unterstützen auch nach Kräften in verschiedenen Projekten (offene Jugendarbeit, Spielplatzgestaltung), beteiligen uns am Austausch mit dem Gemeinderat und informieren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu kontroversen Sachgeschäften. Wir glauben, dass auch stille und unsichtbare Arbeit Anerkennung verdient.