Katzenschutzverordnung in Greifswald:
Das müssen Katzenhalter jetzt wissen
Seit dem 17. März ist es offiziell: In der Hansestadt Greifswald gilt eine Katzenschutzverordnung. Für uns im Tierschutz ist das ein bedeutender Schritt – und für viele Katzenhalter:innen bringt sie konkrete Pflichten mit sich.
Was bedeutet die Verordnung konkret?
Katzen, die sogenannten unkontrollierten Freigang haben, müssen ab sofort:
- kastriert sein
- gechipt werden
- registriert sein
Als unkontrollierter Freigang gilt jede Situation, in der sich eine Katze selbstständig und uneingeschränkt im öffentlichen Raum bewegen kann. Ein gesicherter Garten oder ein vollständig eingefriedetes Grundstück zählt hingegen nicht dazu.
Warum ist diese Regelung notwendig?
Seit Jahren beobachten wir ein zentrales Problem: Die Zahl der Streunerkatzen sinkt nicht. Trotz kontinuierlicher Kastrationsarbeit im Stadtgebiet wächst die Population weiter.
Ein wesentlicher Grund dafür sind unkastrierte Freigängerkatzen, die sich unkontrolliert vermehren. Die neue Verordnung setzt genau hier an und soll langfristig:
- Tierleid reduzieren
- Streunerpopulationen eindämmen
- Tierschutzarbeit nachhaltig entlasten
Wer kontrolliert die Einhaltung?
Die Verordnung wird – wie viele andere auch – nicht aktiv flächendeckend kontrolliert. Dennoch schafft sie eine wichtige rechtliche Grundlage.
Das bedeutet:
- Tierschutzvereine können fundierter handeln
- Veterinär- und Ordnungsämter haben mehr Handlungsspielraum
- Maßnahmen wie Kastrationen bei Fundtieren sind rechtlich besser abgesichert
Gibt es Ausnahmen?
Ja, die Verordnung enthält einige Ausnahmeregelungen:
- Zucht- und Rassetiere können ausgenommen werden, dies muss jedoch offiziell beantragt werden
- Reine Wohnungskatzen sind von der Pflicht ausgenommen
Trotzdem gilt unsere klare Empfehlung:
Auch Wohnungskatzen sollten möglichst kastriert werden. Unkastrierte Tiere haben häufig gesundheitliche Risiken und zeigen oft problematisches Verhalten.
Das Chippen und Registrieren ist grundsätzlich für jede Katze sinnvoll. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – eine offene Tür oder ein Transport – reicht aus, und eine Katze ist verschwunden. Nur registrierte Tiere können zuverlässig ihren Halter:innen zugeordnet werden.
Unsere Einschätzung zu den Ausnahmen
Die Ausnahmen, insbesondere für Zuchttiere, sind ein kontroverses Thema. Einerseits ermöglichen sie gezielte Zucht, andererseits besteht die Gefahr, dass unkontrollierter Nachwuchs entsteht.
Fazit.
Die Katzenschutzverordnung ist ein wichtiger Schritt für den Tierschutz in Greifswald. Sie wird das Problem nicht sofort lösen – aber sie schafft die Grundlage, um langfristig etwas zu verändern.
Jetzt kommt es auf die Verantwortung
der Halter*innen an.
Wir setzen uns für die Kastration von Tieren ein, um eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Besonders bei Katzen führt eine ungebremste Fortpflanzung zu überfüllten Tierheimen und vielen Streunerkatzen, die hungernd und krank auf der Straße leben. Durch Kastration reduzieren wir nicht nur das Tierleid, sondern kontrollieren auch die Population nachhaltig. Als verantwortungsbewusste Helfer:innen tragen wir aktiv dazu bei, das Katzenelend zu minimieren und jedem Tier eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Wir kümmern uns liebevoll um Katzen in Pflegestellen und bieten ihnen eine sichere Umgebung. In der Hausversorgung erhalten sie Futter, Pflege und Zuwendung. Medizinische Versorgung ist essenziell – wir lassen sie impfen, kastrieren und behandeln kranke Tiere. Zudem setzen wir uns dafür ein, ein passendes Zuhause zu finden, in dem sie ein glückliches und sicheres Leben führen können.
Uns liegt die artgerechte Haltung von Katzen besonders am Herzen. Deshalb setzen wir auf fundierte Aufklärung und halten uns stets über aktuelle Entwicklungen in der Katzenhaltung und Tierschutzpolitik auf dem Laufenden. Dieses Wissen geben wir aktiv weiter: Bei Veranstaltungen stehen wir als Anlaufstelle für Fragen zur Katzenhaltung bereit und zeigen verschiedene Möglichkeiten auf, wie man sich engagieren und helfen kann. So möchten wir das Bewusstsein für verantwortungsvolle Tierhaltung stärken und aktiv zum Wohl der Katzen beitragen.