Tierpatenschaften sind eine wichtige Unterstützung für unsere tägliche Arbeit. Mit einer Patenschaft übernehmen Sie symbolisch Verantwortung für ein Tier und helfen dabei, laufende Kosten wie Futter, Pflege, Unterbringung und tierärztliche Behandlungen zu finanzieren.
Ihre regelmäßige Hilfe gibt uns die Sicherheit, jeden Tag für unsere Tiere da sein zu können. Sie sorgt dafür, dass sie zuverlässig versorgt werden – besonders jene, die lange bei uns bleiben oder besondere Aufmerksamkeit und Pflege benötigen. Als Patin oder Pate helfen Sie ganz konkret mit, unseren Tieren ein sicheres, liebevolles und artgerechtes Leben zu ermöglichen.
Bei uns gibt es verschiedene Arten von Patenschaften, deren Dauer individuell gewählt werden kann. Als Patentier kommen sowohl alle Katzen infrage, die aktuell zur Vermittlung stehen, als auch Tiere, die wir gesondert über unsere Social-Media-Kanäle vorstellen und die Draußis.
Den ausgefüllten und unterschriebenen Vertrag bitte per Mail an:
patenschaften@tierschutzbund-greifswald.de
oder an folgende Adresse per post schicken:
Tierschutzbund Greifswald u.U.e.V.
Am Neuen Friedhof 11d
17489 Greifswald
Die Bearbeitung der Verträge kann einige Wochen in anspruch nehmen.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Patenschaftsvertrag.
Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Mailadresse patenschaften@tierschutzbund-greifswald.de
Unsere Draußis leben frei rund um unser Haus und haben sich dieses Umfeld als ihr Zuhause ausgesucht. Sie werden von uns täglich versorgt, betreut und medizinisch begleitet. Da sie ein selbstständiges Leben im Freien führen, stehen sie nicht zur Vermittlung. Stattdessen können sie als Patentier ausgewählt werden. Mit einer Patenschaft helfen Sie uns, ihre Versorgung weiterhin zuverlässig sicherzustellen.
Stracciatella kam im Mai 2025 zu uns ins Tierschutzbund-Haus. Ein Notruf erreichte uns: Eine Katze hatte vier Kitten geboren. Unsere zuständigen Mitglieder machten sich sofort in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf den Weg zur beschriebenen Stelle.
Die vier Kitten lagen in einem alten 20-Liter-Farbeimer mit Stoffresten, nahe einer Schuppenwand ohne ausreichenden Schutz vor Regen und Witterung. Schnell war klar: Mutter und Kitten mussten in Sicherheit gebracht werden.
Um zu verhindern, dass die Mutter ihre Jungen aus Angst verschleppt, wurden die Kitten zuerst gesichert und in ein angewärmtes, trockenes Nest gelegt. Anschließend setzte man sie mitsamt ihrem Nest in eine scharf gestellte Lebendfalle. Gegen Mitternacht ging die Mutter hinein – sie wollte zu ihren Kitten. Die Erleichterung war groß.
Alle fünf wurden sofort in die Quarantäne des Tierschutzbund-Hauses gebracht. Es ging ihnen gut. Die Mutter erhielt den Namen Stracciatella – ihre schwarz-weiß gefleckte Fellzeichnung erinnerte an die Eissorte.
Stracciatella kümmerte sich fürsorglich um ihre Kleinen. Als diese größer wurden, zog die Familie in einen Auslauf um. Doch sie blieb scheu, ließ sich nicht anfassen und fauchte gelegentlich. Futter nahm sie jedoch sehr gern an – zeitweise sogar aus der Hand.
Als die Kitten alt genug waren, ohne ihre Mutter auszukommen, wurde Stracciatella kastriert. Ursprünglich sollte sie an ihre Fangstelle zurückkehren. Da dort jedoch keine zuverlässige Versorgung gewährleistet war, entschieden wir uns für einen anderen Weg: Sie sollte ein „Draußi“ werden.
Zur Eingewöhnung kam sie in einen großen Außengewöhnungskäfig. Auch hier blieb sie zunächst menschenscheu. Nach etwa zwölf Wochen war es im November 2025 so weit: Die Käfigtür wurde geöffnet. Mit etwas Trockenfutter als Anreiz trat sie vorsichtig hinaus – und wurde bereits vom Draußenkater Sammy erwartet.
Stracciatella blieb. Heute streicht sie um unsere Beine, lässt sich den Rücken kraulen und steht mitunter plötzlich im Haus.
Im Sommer 2016, zur Hochsaison der Katzengeburten, kam unsere Schildpattkatze Ronja zu uns ins Tierschutzbund-Haus. Die etwa elfjährige Katze mit ihrem rot-schwarz gefleckten Fell hatte ihre Jungen bereits zur Welt gebracht – doch bei sich hatte sie nur ein einziges Kitten: die kleine, etwa vier Wochen alte Flora.
Beide durften gemeinsam in unsere Quarantäne ziehen. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass sie unter einem starken Pilzbefall litten. Über etwa vier Wochen mussten sie konsequent medikamentös behandelt werden – eine hartnäckige und kräftezehrende Zeit für die beiden. Doch die Mühe hat sich gelohnt: Mit zwölf Wochen konnte eine gesunde, agile Flora erfolgreich in ein neues Zuhause vermittelt werden.
Ronja hingegen war von Anfang an sehr ängstlich und Menschen gegenüber skeptisch. Daher kam eine Vermittlung für sie nicht infrage. Schnell war klar, dass sie ein „Draußie“ werden sollte. Nach ihrer Kastration durfte sie auf dem Gelände des Tierschutzbundes bleiben – und hier ist sie bis heute zuhause.
Zu den Fütterungszeiten ist Ronja zuverlässig zur Stelle. Im Sommer liegt sie gern entspannt auf der Veranda eines Katzenhauses, im Winter kuschelt sie sich mit ihrem Freund Tyson ins schützende Stroh. Mit der Zeit ist sie etwas zutraulicher geworden – und manchmal dürfen wir sie sogar kurz streicheln. Ein kleiner Moment des Vertrauens, der uns jedes Mal besonders freut.
Chucki tauchte am September 2016 mit massiven Blessuren auf unserem Gelände auf: offene Wunden, zwei abgebrochene Eckzähne und Flöhe. Seine Verletzungen ließen auf zahlreiche Revierkämpfe schließen, wie sie bei unkastrierten Katern häufig vorkommen.
Er war menschenscheu, konnte jedoch wenige Tage später gesichert und kastriert werden. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Quarantäne durfte er wieder nach draußen. Anfangs wurde er getrennt von den anderen „Draußis“ gefüttert, da er zunächst nicht akzeptiert wurde.
Im Mai 2020 musste er erneut in die Quarantäne. Kahle, wund gekratzte Stellen am Hals stellten sich als Pilzbefall heraus und wurden erfolgreich behandelt. Kurz darauf belastete er sein rechtes Hinterbein kaum noch. Die tierärztliche Untersuchung ergab keine gravierenden Befunde, jedoch mussten zwei defekte Zähne gezogen werden.
In der Quarantäne fraß er schlecht – draußen hingegen blühte er schnell wieder auf. Chucki ist eben ein echter „Draußi“. Heute schätzen wir ihn auf etwa zwölf Jahre.
Unser grau-getigerter, stattlicher Kater mit dem weißen Strich auf der Nase fand am Dezember 2020 den Weg zu uns. Er war wild, ängstlich und bereits ausgewachsen. Leider war er weder kastriert noch gechippt. Eine Besitzerin oder einen Besitzer konnten wir nicht ausfindig machen – deshalb durfte er selbstverständlich bleiben.
Tyson konnte schnell gesichert werden. Die Quarantäne gefiel ihm jedoch gar nicht. Er war sehr verängstigt und versteckte sich tief hinten in seiner Transportbox, die wir im Quarantänekäfig als Rückzugsort stehen haben. Die Kastration verlief komplikationslos, und so durfte er bereits nach drei Tagen wieder nach draußen und seinem freien Leben nachgehen.
Im Februar 2021 zeigten sich kahle Stellen im Fell, die Haut war teilweise wund vom Kratzen. Der Verdacht auf Flöhe bestätigte sich, und er wurde entsprechend behandelt. Sein Zustand verbesserte sich deutlich. Vermutlich leidet Tyson an einer Flohspeichelallergie, weshalb eine regelmäßige Entflohung bei ihm besonders wichtig ist.
Ferrari schlich eines Tages um unser Tierschutzbund-Haus – vermutlich hatte unser Draußenkater Tyson sie zu uns gelotst. Erst hieß es nur: „Hast du die Katze gesehen?“, später dann schmunzelnd: „die tiefergelegte Katze?“ Mit ihren kurzen Beinchen und der geduckten Haltung wirkte sie tatsächlich so. Weil sie so flink und scheu war und uns an ein Rennauto erinnerte, bekam sie ihren Namen: Ferrari.
Eine Frau aus der Umgebung meinte, sie sei kastriert, doch Besitzer:innen ließen sich nicht finden. Nachdem wir sie einige Wochen gefüttert hatten, wurde klar: Ferrari nahm zu – und war trächtig. Im Juli 2022 kam sie eines Mittags laut schreiend angelaufen. Zum Glück waren gerade zwei Mitglieder da, die sie mit Futter ins Haus locken konnten. Das Einfangen war für alle sehr aufregend, denn Ferrari hatte große Angst. Mit viel Ruhe und Geduld konnten wir sie schließlich sichern und in unseren Quarantänebereich bringen.
Noch in derselben Nacht brachte sie vier gesunde Kitten zur Welt, um die sie sich liebevoll kümmerte. Während Ferrari anfangs sehr ängstlich war, wurden ihre Kleinen schnell neugierig und verspielt. Natürlich bekamen sie Autonamen – und fanden nach einigen Wochen ein eigenes Zuhause.
Ferrari ist inzwischen kastriert, fühlte sich drinnen aber nie richtig wohl. Deshalb darf sie als „Draußi“ bei uns auf dem Gelände bleiben – in ihrem Tempo und mit dem nötigen Abstand.
Sammy und seine beiden Geschwister Schnatti und Kugelblitz wurden im Juni 2016 in der Nähe unseres Tierschutzbund-Hauses geboren. Das wissen wir, weil sie uns Anfang September 2016 von einer Person aus der Nachbarschaft gebracht wurden – zu diesem Zeitpunkt waren die drei gerade einmal etwa drei Monate alt. Wie genau sie in deren Obhut gelangten, liegt leider im Dunkeln.
Sammy, der in seiner Akte zusätzlich den Namen Theo trägt, war von Anfang an sehr scheu und konnte mit uns Menschen wenig anfangen. Deshalb durfte er bei uns sein Zuhause finden. Seine zutraulicheren Geschwister konnten erfolgreich vermittelt werden.
Auch heute ist Sammy eher zurückhaltend und nicht immer pünktlich zu den Fütterungszeiten da. Meist erscheint er etwas später und macht mit lautstarkem Miauen auf sich aufmerksam – natürlich bekommt er dann seine Mahlzeit.