Aktuelles

SOMMERGARTEN Künstlerausstellung und Lesung

am Sonntag, 9. August, 14.00 - 17.00 Uhr

im Skulpturengarten Hammerberg 13 in Stolberg

Himmel, Hölle, Erde, Pfefferminztee!

notwendige Dialoge

von Thomas Mann, Albert Camus, Franz Kafka, Wim Wenders/ Peter Handke, Jean-Paul Sartre und Sebastian Ybbs vorgelesen von Matthias Lüffe und Sebastian Ybbs




Die Veranstaltungen werden verschoben

Albert Camus' Heimkehr in die Wüste

eine literarisch-musikalische Soiree


»Mitten im Winter erfuhr ich endlich, dass in mir ein unvergänglicher, unbesiegbarer Sommer ist«


Mit Textauszügen aus Albert Camus’ Algerien-Novellen, gelesen von Matthias Lüffe, der Musik von Sonja Mischor und Prologen von Sebastian Ybbs wird der Besucher in die atmosphärische Stimmung des kargen und doch so überschäumenden Lebens der Algerischen Landschaft versetzt.


Neu erschienen

DIE UNENDLICHKEIT GETEILTER TAGE

(...) wir brauchten uns nicht auszudehnen um Verwegenes zu tun, in der Geste, auf der Couch zu sitzen und aus dem Fenster zu sehen, verbarg sich unser Abenteuer.


"Ihre phänomenologisch präzise Beobachtungsweise hat mich besonders beeindruckt. "

Prof. Dr. Dr. Heinz Robert Schlette


Morgens aufstehen, seinen Gewohnheiten und Pflichten nachgehen, sich abends ein wenig amüsieren und dann wieder ins Bett gehen, beinhaltet schon fast alles, was eine Existenz ausmacht. Insofern ist diese Erzählung, in ihrem ausgeprägten Minimalismus, schon deutlich mehr als nur ein ganzes Leben.

Ich wollte wissen, was es mit der Zerrissenheit bei Albert Camus auf sich hat und stieß auf einen Typen, der mich auf andere Weise, aber mindest ebenso faszinierte.

Theo, ein kauziger Mensch, wortkarg, unnahbar, lebte in einem Zweckbau inmitten einer recht vergessenen Gegend. Es dauerte seine Zeit, bis ich hinter seine bewegende Geschichte stieg. Auf unerlaubte Weise war ich seinem Mysterium nahe gekommen, doch bis heute weiß ich nicht, mit wem ich es wirklich zu tun bekommen hatte.

Hätte mich vorher jemand gefragt, ob ich Bekanntschaft mit diesem Menschen hätte schließen wollen, ich hätte „nein“ gesagt, oder zumindest „ich glaube nicht“. Sich nicht im Vorhinein festlegen!

Eine lässig-salopp, analytisch sezierende Erzählung über die Begierde nach dem Kleinen, dem Vergessenen, hinter dem sich nichtsahnend eine ganz große Geschichte versteckt.


Die wahre Großzügigkeit der Zukunft besteht darin, in der Gegenwart alles zu geben Albert Camus


Die “Fridays-for-Future”-Initiativen halte ich für eine der erstaunlichsten politischen Bewegungen der letzten Jahrzehnte

Zuletzt hatten vor über 30 Jahren große Friedens- und Umweltdemonstrationen stattgefunden, danach gab es noch vereinzelte Solidaritätsaktionen, z. B. gegen rechtsgerichtete menschenverachtende Gewalt, doch insgesamt konnte der Eindruck entstehen, als wären die Menschen, vor allem aber die Jugend, zunehmend nur noch mit sich selbst beschäftigt.

Große Gefahren, die von der neuen digitalen Welt ausgehen, werden vor allem von den älteren Generationen heraufbeschworen, es geht eine Angst um, die Werte, für die man in der eigenen Jugend eingetreten ist, gingen verloren.

Ich will das nicht grundsätzlich verneinen, doch voller Freude beobachte ich gleichzeitig, wie sich im weltweiten Digitalnetz ein Aufbegehren gegen Unterdrückung, Unmenschlichkeit, Umweltzerstörung, etc. etabliert. Und plötzlich sehen wir die Jugend wieder auf der Straße, die für Werte eintritt, die nicht nur sie selber betreffen. Wie sich zuletzt gezeigt hat, schlägt sich diese Bewegung auch bei den Wahlen nieder.

Ich freue mich sehr über die vielen Initiativen junger Menschen, die sich wieder trauen, für eine bessere Welt einzutreten, eine Bewegung, die generationenübergreifend ihre Wirkung entfaltet.

Don Quixote war nie glücklicher als im Kampf gegen die Windmühlen.

Der Tochter einer berühmten, längst verstorbenen Persönlichkeit begegnen zu dürfen, mag nichts weltbewegendes sein, über das sich zu berichten lohnt - es sei denn, diese Begegnung selbst hat seine eigene Größe.

Begegnung mit Catherine, der Tochter von Albert Camus in Lourmarin

Das Tagebuch meiner Reise


"Jede rechtsstaatliche Demokratie, die ihrer selbst sicher ist, betrachtet den zivilen Ungehorsam als notwendigen Bestandteil ihrer politischen Kultur"

Jürgen Habermas

Jürgen Kippenhan (LOGOI) und Sebastian Ybbs (Albert Camus Gesellschaft)

im Gespräch mit Markus Pausch und Franz Müntefering

über die Revolte des Menschen als Teil der demokratischen Staatsform.

Wahrheiten sind Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind.


Friedrich Nietzsche

Dienstag, 31 Mai 2016

Ich war gerade dabei, mein neues Romanscript zu überarbeiten, eine Fiktion, in der sich Menschen unterschiedlicher Herkünfte, Kulturen, Religionen begegnen, als ich die Nachricht vom Tode Rupert Neudecks erhielt.

Schon als junger Mann hatte mich Neudeck fasziniert, der unkompliziert, sich über jede Bürokratie hinwegsetzend 11.338 Vietnamesen aus dem Südchinesischen Meer gerettet hatte. Viele Jahre später stieß ich erneut auf Neudeck, der seine humanitäre Arbeit, auch wenn die Medien nicht davon berichteten, unaufhörlich fortgesetzt hatte, zuletzt mit der Hilfsorganisation “Grünhelme”. Neudeck berief sich immer wieder auf Alberts Camus Zitat “Man muss sich nicht schämen, glücklich zu sein. Aber man kann sich schämen, alleine glücklich zu sein”.

Im vergangenen Jahr konnte ich als Präsident der Albert Camus Gesellschaft mit Rupert Neudeck ein Gespräch über die Chancen eines offenen Europas führen. Ich habe ihn als einen klugen und warmherzigen Menschen erlebt, der sehr differenziert denkt und keiner Polemik verfällt.

Es wird viele Menschen geben, die, - jeder auf seine Weise -, das Erbe Neudecks annehmen werden. Ich hoffe, meinen kleinen Beitrag dazu beisteuern zu können.

Im ersten Moment musste ich die Bearbeitung meines Manuskripts unterbrechen, doch jetzt geht es weiter und ich weiß: es wird viel von dem Geist Rupert Neudecks wie auch Albert Camus´ weiterhin in meine Arbeit einfließen.