Die Emissionsstandards für LKW sind Teil der europäischen Regelungen zur Reduzierung von Schadstoffemissionen im Straßenverkehr. Sie werden durch die Euro-Normen definiert, die schrittweise strengere Grenzwerte für Schadstoffe wie Stickoxide (NOₓ) und Partikel (PM) festlegen. Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Euro-Normen für LKW:
Euro I (1992)
Erste verbindliche Grenzwerte für Stickoxide (NOₓ) und Partikel (PM).
Ziel: Reduzierung der Luftverschmutzung durch LKW.
Euro II (1996)
Verschärfung der Grenzwerte für NOₓ und PM.
Einführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Kraftstoffeffizienz.
Euro III (2000)
Einführung eines neuen Testzyklus (European Steady Cycle, ESC).
Zusätzliche Grenzwerte für Kohlenwasserstoffe (HC).
Euro IV (2005)
Deutliche Reduzierung von NOₓ und PM.
Einführung von Abgasnachbehandlungssystemen wie SCR (Selective Catalytic Reduction).
Euro V (2008)
Weitere Reduzierung von NOₓ und PM.
Einführung von Partikelfiltern zur Reduzierung der Feinstaubemissionen.
Euro VI (2013)
Strenge Grenzwerte für NOₓ und PM.
Einführung von EGR (Abgasrückführung) und SCR-Systemen.
Einführung eines neuen Testzyklus (World Harmonized Transient Cycle, WHTC).
Euro VII (voraussichtlich ab 2025):
Geplante Einführung noch strengerer Grenzwerte.
Fokus auf realen Fahrbedingungen (Real Driving Emissions, RDE).
Reduzierung von Feinstaub und Stickoxiden auf ein Minimum.
Die Euro-Normen haben dazu beigetragen, die Schadstoffemissionen von LKW erheblich zu reduzieren und die Luftqualität zu verbessern. Gleichzeitig fördern sie die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien im Güterkraftverkehr.