Migrationsgeschichte(n) Erlangens im Dialog

Migration ist eines der prägendsten Themen unserer Zeit. Die Auswirkungen von Zu- und Abwanderung auf die Gesellschaftsstruktur sind stets im alltäglichen Leben spürbar. Aber auch in Form von politischen Debatten, Polarisierung, Fernsehberichten zu furchtbaren Anschlägen – und deren politischer Instrumentalisierung – werden uns positive wie negative Auswirkungen des Phänomens Migration tagtäglich vor Augen geführt.

Dass das heutige Erlangen seit seiner Gründung von Migrationsbewegungen und einhergehenden Migrationserfahrungen geprägt ist, macht das Motto „Offen aus Tradition" deutlich.

Doch wie drückt sich der Einfluss von Migrationserfahrungen bis heute auf uns aus? Wie wurde diese Stadt durch Ankommende geprägt, wie prägte die Stadt die Ankommenden? Wie werden die einzelnen Bewegungen untereinander beeinflusst? Kann tatsächlich von einer „Offenheit“ der Akteure die Rede sein?

Diesen Fragen möchte unsere Ausstellung nachgehen.

Hierfür wird das Konzept „Dialog“ gewählt. Bedeutende Migrationsbewegungen der Erlanger Geschichte werden zunächst Anhand individueller Erfahrungen vorgestellt und teils künstlerisch nacherzählt. Anschließend werden diese im sogenannten „Dialograum“ in Beziehung zueinander gesetzt. So soll ein Raum des Austauschs und der Reflexion geschaffen werden.

Ziel ist dabei nie, endgültige Antworten zu finden. Vielmehr soll durch bestimmte Fragestellungen Raum zum Dialog ermöglicht werden – zwischen den Geschichten, aber auch mit dem Besucher. Durch interaktive Elemente wird dieser zur Teilnahme am Dialog eingeladen. Der Dialograum schafft auch Möglichkeiten zum Austausch der Besucher untereinander.

Wir hoffen, so zur Bildung vieler neuer Perspektiven auf die Vielschichtigkeit und Mehrdimensionalität von Migrationsgeschichten im Erlanger Raum anzuregen – und die Erlanger „Offenheit“ etwas näher zu bestimmen.

Das P-Seminar Politik und Gesellschaft des CEG