Grundsätzlich kann jeder, der über das Wissen und Equipment verfügt, Radiosonden monitoren, verfolgen und finden.
Michal, SQ6KXY, hat sich viel Arbeit mit seinem Portal Radiosondy gemacht, wo es ganz oben als angemeldeter Nutzer möglich ist, sich für eine geplante Suche einzutragen. Nachdem es schon viele Sondensucher gibt, sollte es selbstverständlich sein, einen Eintrag vor der Suche von aktuellen Sonden zu machen, um unnötige Fahrten und damit verbundenen Ärger von anderen Sondensuchern zu vermeiden!
Auf den Portalen Radiosondy, Aprs.fi und Sondehub kann man über das Internet den Flug von Radiosonden verfolgen. Allerdings werden nicht alle Sonden auf allen Portalen eingespielt. Natürlich kann man das auch mit eigenen Programmen für sich ganz alleine machen. Das betrifft immer die Echtzeit. Auf allen 3 Portalen kann neben dem Flugverlauf auch eine mögliche Landvorhersage angezeigt werden, wobei es sein kann, dass diese nicht immer alle gleich sind, das hängt von den verwendeten Daten ab. Wenn man schon einige Zeit vorher wissen will, ob in der nächsten Zeit eine Sonde in dern Umgebung landen könnte braucht man eine
Radiosondy bietet die Möglichkeit einer aktuellen Vorhersage, also gerade jetzt, oder auch wöchentlich, da muss allerdings der Startort eingegeben werden.
HabHub bietet in etwa das gleiche auch eine Vorhersage für einen bestimmten Startort (muss man selbst erstellen mit allen Parametern), aber auch eine wöchentliche Vorhersage für einen bestimmten Startort, allerdings wird die Landeortkurve angezeigt. Die Namen der Startorte einfach ausprobieren :-)
Ballon Predictor für Windows ist ein sehr umfangreiche und vielfältig parametriebare Software, die bei dementsprechnder Konfiguration sehr gute Ergebnisse liefert.
Sondy , ein slowakisches Portal, bietet nach Anmeldung und Verifikation die Software Kyro als online Vorhersagemöglichkeit an, allerdings nicht in Deutsch
Wenn die Vorhersage halbwegs von der Sonde eingehalten wurde, bzw. die Sonde sehr lange durch eine der freundlichen Monitorstationen verfolgt werden konnte, kann man die ungefähre Landezone besuchen. (manche sind auch schon während der Landung vor Ort)
Die Sonde sendet meistens noch mehrere Stunden nachdem sie gelandet ist, das kann mit einem Scanner o.ä. leicht herausgefunden werden. Falls sie nicht gleich ersichtlich ist, empfiehlt sich der Einsatz eines Sondenfinders um die genaue Position zu bestimmen. Diese kann dann am Mobiltelefon in eine Navi App eingegeben werden. Alternativ kann die Sonde auch gepeilt werden. Wenn die Sonde nicht mehr sendet, bleibt nichts anderes übrig, als diese zu suchen, meist sieht man den roten Fallschirm(wenn vorhanden) oder die Schnur zuerst.
Die Bergung selbst kann mehrere Hilfsmittel benötigen, insbesondere wenn sie in einem Baum hängt. Das können Teleskopangeln oder auch Glasfasermasten aus dem Amateurfunkbereich sein. Idealerweise mit einem Keramikmesser das mit Klebeband an der Spitze befestigt ist, kann man die Schnur durchschneiden. Generell muss an die jeweilige Situation angepasst eine Lösung gesucht werden.
Wenn man die Sonde und idealerweise auch den Fallschirm, die Schnur und evt. Ballonreste geborgen hat, sollte man den Fund wieder auf Radiosondy (inkl. Landekoordinaten) eintragen, damit keiner mehr zur Landestelle fährt. Ist einen Bergung nicht möglich, sollte man "Achtung + Kommentar warum" vermerken, wenn sie unauffindbar oder etwa in ein Gewässer gefallen ist, ist der Vermerk "Verloren" angebracht.