EINLADUNG: Sonntag, 08. März von 11 bis 17 Uhr - "Langenfeld/Rhld. - Alte Ansichten" - im Carl-Becker-Saal, Hitdorfer Str. 10
Die Wiederaufnahme der Stolperstein-Verlegungen – und die Erweiterung auf alle Opfergruppen – aufgrund unseres Antrags wurde am 2. Dezember 2025 vom Stadtrat ohne Gegenstimmen beschlossen!
Das ist ein wichtiges und ermutigendes Zeichen für ein umfassendes Erinnern in unserer Stadt.
Damit wir neue Verlegungen ermöglichen können, sucht unser Arbeitskreis engagierte Menschen, die Opfer-Biografien erforschen – der erste und entscheidende Schritt jedes Stolpersteins.
Darüber hinaus freuen wir uns über Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Verlegungen sowie bei unseren Gedenkveranstaltungen.
Auch finanzielle Unterstützung hilft:
Ein Stolperstein inkl. Verlegung kostet 120 €, für den musikalischen Rahmen einer Gedenkveranstaltung fallen mindestens 22 € GEMA-Gebühren an. Zudem entstehen Kosten für Blumen, Kerzen, Reinigungs-Kits, Broschüren, Gedenkkarten usw.
Gemeinsam können wir diesen wichtigen Weg weitergehen und Erinnern lebendig halten.
Wir freuen uns über jede helfende Hand und jeden Beitrag!
Ab dem 21. Januar 2026 trifft sich unser neuer Arbeitskreis jeden 3. Mittwoch im Monat von 19:00 bis 20:30 Uhr im 1. Obergeschoss des DRK-Hauses, Jahnstraße 26, 40764 Langenfeld.
Unser Ziel ist es, weitere Schicksale von Langenfelder NS-Opfern zu recherchieren und sichtbar zu machen – mit der Perspektive, nach Abschluss der jeweiligen Recherche einen Stolperstein zu verlegen. Dass dies nun wieder möglich wird, nachdem über viele Jahre hinweg lediglich 14 im Jahr 2003 genehmigten Steine im öffentlichen Raum erlaubt waren, motiviert uns besonders.
Wir starten unsere Arbeit unter der fachkundigen Anleitung des erfahrenen Ahnenforschers Werner Jacobi. Unterstützt durch seine Expertise beginnen wir mit der Suche nach neuen Hinweisen zu den acht bislang bekannten Langenfelder Euthanasie-Opfern. Gleichzeitig bleiben wir offen für alle weiteren Spuren, Hinweise und Biografien. Unsere Forschung ist bewusst ergebnisoffen – jede Entdeckung ist ein möglicher Schlüssel zu mehr Wissen und mehr Erinnerung.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, Teil dieses wichtigen Projekts zu werden. Ob mit Erfahrung oder einfach mit dem Wunsch, zur historischen Aufarbeitung und zum Gedenken in unserer Stadt beizutragen – jede Unterstützung ist wertvoll. Gemeinsam möchten wir dazu beitragen, dass die Menschen aus Langenfeld, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet oder ermordet wurden, nicht vergessen werden.
Kommen Sie vorbei, machen Sie mit – und helfen Sie uns, Erinnerung sichtbar zu machen.
Kostenlos aber Anmeldung erforderlich wegen begrenzter Anzahl an Plätzen!
Termine:
DO, 19.02., 26.02. und 05.03.2025 - 19:00-20:30 Uhr
VHS-Langenfeld, Raum 111
VHS-Langenfeld veröffentlicht das Werk von Günter Schmitz, das auf ca. 500 Seiten die Schicksale über 700 jüdischer Menschen aus Langenfeld, Monheim und Hitdorf dokumentiert. Ab sofort erhältlich für 19,90 € im Bürgerbüro der Stadt Langenfeld.
Jüdisches Leben hat auch in unserer Region eine lange und vielfältige Geschichte. Viele Spuren davon sind heute kaum mehr bekannt. Mit dem deutschlandweiten Projekt www.jewish-places.de können wir dieses wertvolle Wissen auf einer interaktiven Karte sichtbar machen – gemeinsam, Schritt für Schritt.
In diesem Workshop wir das Projekt vorgestellt, Einblicke in lokale Quellen gegeben und gemeinsam die ersten Eintragungen für unsere Stadt auf „Jewish Places“ vorgenommen. Eine wichtige Grundlage ist das neue Familienbuch von Günter Schmitz, das mehr als 700 Schicksale jüdischer Menschen aus Langenfeld, Monheim und Hitdorf dokumentiert.
Was erwartet Sie?
Einführung in das Projekt "Jewish Places"
Vorstellung und Nutzung des Familienbuchs von Günter Schmitz
Praktische Begleitung bei den ersten Eintragungen auf der Plattform
Austausch und Informationen über jüdisches Leben in Langenfeld
Wer kann mitmachen?
Alle, die neugierig sind und Lust haben, aktiv zur Bewahrung und Sichtbarmachung jüdischer Lokalgeschichte beizutragen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Laptop oder Tablet falls vorhanden sind mitzubringen.
Die Referenten:
Günter Schmitz, Lokalhistoriker
Annemarie Hubert, Multiplikatorin von "Jewish Places"
Dafna Graf, Vertrautheit mit jüdischer Tradition und Kultur
Kostenlos aber Anmeldung über VHS-Langenfeld erforderlich!
SO, 26.04.2026 um 14:00 Uhr
Der jüdische Friedhof in Richrath zeigt die letzten sichtbaren Überreste jüdischer Kultur in unserer Stadt.
Beim Rundgang erhalten Sie Informationen sowohl zur jüdischen Friedhofs- und Grabsteinkultur als auch zur Geschichte des Friedhofs in Langenfeld sowie über einige der dort beigesetzten Personen.
Die männlichen Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung (z.B. Hut oder Mütze) zu tragen.
Wer mag, darf einen kleinen Stein mitbringen. Was wissen Sie über diesen uralten Brauch?
Dauer: ca. 1 1/2 - 2 Stunden
Referent: Günter Schmitz
Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 20 Personen begrenzt.
Treffpunkt: vor dem Eingang des jüdischen Friedhofs in Richrath
Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene
Diese Führung ist kostenlos aber eine Anmeldung bei der VHS ist erforderlich!
Möchten Sie eine private, kostenlose Führung für eine Schulklasse? Melden Sie sich bitte bei uns unter 02173/1015589 oder per e-Mail.
Für Schulen bieten wir kleine angepasse Stolperstein-Rundgänge oder für ältere Schüler:innen auch Fahrradtouren an. Wir berichten über die Menschen hinter den Stolpersteinen und erklären, wie und warum wir uns um diese kleinen Orte des Gedenkens kümmern. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf unter 02173/1015589 oder per e-Mail. Es entstehen ihn keine Kosten.
Wir kooperieren auch mit Stolpersteine NRW des WDR:
Stolpersteine im Unterricht erkunden
Mit der WDR-App "Stolpersteine NRW” und der dazugehörigen Website entdecken Ihre Schüler:innen die Stolpersteine in der eigenen Umgebung. Über Texte, Illustrationen, kleine Hörspiele und historische Fotos lernen die Jugendlichen die Biografien hinter den Stolpersteinen kennen. Kostenloses Unterrichtsmaterial hilft Ihnen bei der Umsetzung in den Fächern Geschichte, Religion, Sozialwissenschaften und Philosophie.
Jetzt Kooperationsschule werden: Unterstützt durch das WDR-Projektteam können Schüler:innen selbst Biografien zu den Stolpersteinen in ihrer Stadt recherchieren und veröffentlichen. Damit tragen sie aktiv dazu bei, die Lebensgeschichten der Verfolgten öffentlich zugänglich zu machen und ihre Erinnerung zu bewahren.
Für ältere Schüler:innen
Da mit Ratsbeschluss vom 2. Dezember 2025 wieder Stolpersteine in Langenfeld verlegt werden dürfen, können sich Schulen gerne bei weiteren Verlegungen auf unterschiedliche Weise einbringen. Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse telefonisch unter 02173/1015589 oder per e-Mail.
Pieter Kohnstam war unter anderem bereits online Gast an der Langenfelder Prismaschule und hat im Rahmen einer Projektwoche zum Thema "jüdisches Leben und Kindheit" über seine Flucht in die Freiheit sowie über seine Erlebnisse mit Anne Frank berichtet.
So lange es Pieter noch möglich ist, besucht er gerne auch Ihre Schule oder Gruppe via Zoom und beantwortet alle aufkommenden Fragen. Gerne stellen wir den Kontakt für Sie her oder organisieren die komplette Veranstaltung.
Hinweis: Der Austausch mit Pieter erfolgt auf englisch!
Mehr Informationen über das Format
Das Buch von Pieter Kohnstam, „Mut zum Leben - eine Familie auf der Flucht in die Freiheit“, ist im Ergon Verlag erschienen.
Zum RP-Presse-Artikel vom 30.10.2023
Matthias Kuchta stolperte über den Stolperstein für „Helga Meyer“ vor der Langenfelder Stadthalle. Mit Hilfe von Unterlagen aus dem Stadtarchiv recherchierte er Helgas Spuren. Entstanden ist ein Stück, eindrücklich verstärkt durch kleine Figuren, aus originalem Zeitungspapier der NS-Zeit. Kuchta begleitet Helga von ihrem Geburtstag im Jahre 1931 bis zu ihrem Verschwinden im Winter 1944/45 im Konzentrationslager.
Dauer: Aufführung ca. 20-25 Minuten, anschließende Diskussion ca. 20-25 Minuten. Aufführung nach Absprache in Schulklassen ab 14 J. oder in privaten Kleingruppen.
Die Veranstaltung ist kostenlos!
Zielgruppe: Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene
WDR-Lokalzeit vom 27.01.2026
Gedenkveranstaltung in Langenfeld
(re.) Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsidet des Internationalen Auschwitz Komitees mit (li.) Matthias Kuchta, Autor der Erzählung "Helgas Reise nach Riga" in Langenfeld.
Für den 3. März 2023 konnten wir Herrn Christoph Heubner, den Exekutiv-Vizepräsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees als Referenten begrüßen. Er berichtete zum Thema „Lokale Gedenkorte zur Verfolgung und Ermordung jüdischer Bürger*innen aus heutiger Sicht; Ziele und Aufgaben, Schuld, Scham, Form und Bürgerbeteiligung“. Wir konnten unsere Ideen für Langenfelder Gedenkorte mit ihm besprechen.
Unser Langenfelder Projekt wurde in einem WDR 3 Interview mit Christoph Heubner am 07.03.2023 ab Minute 14 herausgestellt.
Bernhard Meyer, 3. von rechts (Foto: Stadtarchiv Langenfeld)
Günter Schmitz stellt die Menschen und ihre Biografien vor.
Für Schulklassen (ab 10. Kl.) und für private Gruppen organisieren wir nach Absprache eine kleine individuelle Stolperstein-Führung in der Stadtmitte mit anschließendem Dia-Vortrag.
Nach kontroversen und zum Teil emotionalen Diskussionen beschloss der Rat der Stadt Langenfeld im Jahre 2003 die Verlegung von Stolpersteinen für die 15 aus Langenfeld deportierten jüdischen Bürger. Die Darstellung ihrer Biografien wird durch Fotos und Dokumente ergänzt, die Günter Schmitz im Laufe der letzten 30 Jahre durch eigene Forschung oder durch Leihgaben der Angehörigen der Opfer zusammengetragen hat. Die hier verlegten Stolpersteine sind den Menschen gewidmet, die mit den großen Transporten vom 11. Dezember 1941 und 25. Juli 1942 von Langenfeld aus über Düsseldorf nach Riga bzw. nach Theresienstadt und von dort weiter in die Vernichtungslager im Osten deportiert worden sind. Günter Schmitz: „Es waren Bürger unserer Gemeinde, die unter den Augen aller entrechtet und bedrängt, verdrängt, misshandelt und schließlich deportiert wurden.“ Die Stolpersteine sollen an das Schicksal unserer Mitbürger*innen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden. Siehe dazu auch die Seite des WDR.
Ludwig Baumann, Hugo Breemkötter, Josef Breuer, Leopold Choncenzey, Wilhelm Clemens, Christian Döhr, Heinrich Dietz, Adolf Führer, Bernhard Funkel, Wilhelm Fatscher, Johann Galwelat, Otto Gaudig, Karl Gabowski, Wilhelm Gietmann, Albert Grandt, Johann Hense, Adolf Hermanns, Karl Horn, Wilhel Hanrath, Hans Holzer, Ferdinand Jahny, Wincente Jankowski, Hermann Jäger, Friedrich Knopp, Artur Koch, Friedrich Kamleiter, Jakob Krieger sen., Josef Kuhnt, Heinrich Kubick, Rudolf Käferhaus, Daniel Kresanowski, Walter Kuhlmann, Wilhelm Kranz, Max Lang, Erich Lohmer, Paul Lisziun, Hermann Landtreter, Horst Lettow, Henri Liebisch, Ferdinand Margreiter, Heinrich Marth, Otto Markus, Gustav Marnitz, Franz Müller, Walter Nell, Josef Nikolay, Hubert Offergeld, Heinrich Rode, Adolf Röder, Herbert Runkler, Sylvester Sniatecki, Heinrich Schlieper, Karl Schulz, Wilhelm Stangier, Mitrofan Saitzki, Franz Spitzlei, Theodor Schmidt, Johann Schyra, Paul Tegethoff, Max Thiemann, Josef Thiemann, Heinrich Tries, Paul Wodzinski, Karl Wallraven, Hans Wimmershof, Wilhelm Wigeroth, Viktor Wolynec, August Zywitzki, Unbekannt, Unbekannt, Unbekannt