Die Wiederaufnahme der Stolperstein-Verlegungen – und die Erweiterung auf alle Opfergruppen – aufgrund unseres Antrags wurde am 2. Dezember 2025 vom Stadtrat ohne Gegenstimmen beschlossen!
Das ist ein wichtiges und ermutigendes Zeichen für ein umfassendes Erinnern in unserer Stadt.
Damit wir neue Verlegungen ermöglichen können, sucht unser Arbeitskreis engagierte Menschen, die Opfer-Biografien erforschen – der erste und entscheidende Schritt jedes Stolpersteins.
Darüber hinaus freuen wir uns über Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Verlegungen sowie bei unseren Gedenkveranstaltungen.
Auch finanzielle Unterstützung hilft:
Ein Stolperstein inkl. Verlegung kostet 120 €, für den musikalischen Rahmen einer Gedenkveranstaltung fallen mindestens 22 € GEMA-Gebühren an. Zudem entstehen Kosten für Blumen, Kerzen, Reinigungs-Kits, Broschüren, Gedenkkarten usw.
Gemeinsam können wir diesen wichtigen Weg weitergehen und Erinnern lebendig halten.
Wir freuen uns über jede helfende Hand und jeden Beitrag!
SO, 06.09.2026 um 14:00 Uhr
Der jüdische Friedhof in Richrath zeigt die letzten sichtbaren Überreste jüdischer Kultur in unserer Stadt.
Beim Rundgang erhalten Sie Informationen sowohl zur jüdischen Friedhofs- und Grabsteinkultur als auch zur Geschichte des Friedhofs in Langenfeld sowie über einige der dort beigesetzten Personen.
Die männlichen Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung (z.B. Hut oder Mütze) zu tragen.
Wer mag, darf einen kleinen Stein mitbringen. Was wissen Sie über diesen uralten Brauch?
Dauer: ca. 1 1/2 - 2 Stunden
Referent: Günter Schmitz
Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 20 Personen begrenzt.
Treffpunkt: vor dem Eingang des jüdischen Friedhofs in Richrath
Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene
Diese Führung ist kostenlos aber eine Anmeldung bei der VHS ist erforderlich! Der Anmelde-Link wird ab ca. Juli freigeschaltet.
Weiterer Termin:
SO, 11. Oktober
Möchten Sie eine private, kostenlose Führung zum Beispiel für eine Schulklasse? Melden Sie sich bitte bei uns unter 02173/1015589 oder per e-Mail.
Seitdem der Rat der Stadt Langenfeld im Dezember 2025 beschlossen hat, dass es wieder möglich ist, Stolpersteine gemäß den Richtlinien des Künstlers Gunter Demnig im Stadtgebiet verlegen zu lassen, eröffnet sich eine neue Chance für die lokale Erinnerungsarbeit.
In Kooperation mit der VHS-Langenfeld und KULTURGUT e.V. werden in diesem Kurs Biografien von Menschen aus Langenfeld erforscht, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet oder ermordet wurden. Ziel ist es, ihre Lebensgeschichten sichtbar zu machen und damit die Grundlage für die Verlegung weiterer Stolpersteine zu schaffen.
Die Referentin Annemarie Hubert moderiert den Kurs und begleitet die gemeinsame Recherchearbeit. Unterstützt wird sie dabei vom Ahnenforscher Werner Jacobi, der Einblicke in Methoden der Spurensuche und Quellenarbeit gibt.
Im gemeinsamen Austausch werden vorhandene Informationen ausgewertet und neue Hinweise verfolgt. Ausgangspunkt sind bereits bekannte Fälle – darunter auch Langenfelder Euthanasie-Opfer – zugleich ist die Recherche offen für alle Opfergruppen und bisher unbekannte Biografien.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung über die VHS ist Voraussetzung.
Termine: 1 x pro Monat MI, 19:00-20:30 Uhr
20.05., 10.06. und 08.07.
VHS-Langenfeld, Kulturzentrum, Raum 102
VHS-Langenfeld veröffentlicht das Werk von Günter Schmitz, das auf ca. 500 Seiten die Schicksale über 700 jüdischer Menschen aus Langenfeld, Monheim und Hitdorf dokumentiert. Ab sofort erhältlich für 19,90 € im Bürgerbüro der Stadt Langenfeld.
Jüdisches Leben hat auch in Langenfeld und der Umgebung eine lange und vielfältige Geschichte. Viele Spuren davon sind heute kaum noch bekannt. Mit dem deutschlandweiten Online-Projekt „Jewish Places“ werden historische Orte jüdischen Lebens auf einer interaktiven Karte dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht.
Nach dem erfolgreichen ersten Workshop möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich regelmäßig zu treffen. Etwa alle zwei Monate bieten wir lockere Austausch- und Arbeitstreffen an.
Hier können:
Fragen geklärt werden
eigene Recherchen besprochen werden
gemeinsam Einträge auf „Jewish Places“ erstellt werden
Das Referententeam unterstützt dabei mit Tipps, Hintergrundinformationen sowie historischem Bildmaterial.
Material- oder Bildwünsche können gerne vorab mitgeteilt werden, damit wir diese vorbereiten können.
Wer kann teilnehmen?
Eingeladen sind sowohl ehemalige Teilnehmende des Workshops als auch neue Interessierte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bitte registrieren Sie sich vorab auf Jewish Places
Bitte mitbringen:
Laptop oder Tablet (falls vorhanden)
Termine & Orte
23. Mai, 10:00 – 11:30 Uhr
Stadtbibliothek Langenfeld, 3. OG
2. Juli, 19:00 – 20:30 Uhr
Raum der Kolpingsfamilie
Josefstraße 2, 1. Obergeschoss
40764 Langenfeld
Anmeldung
Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung:
E-Mail: Info@Kulturgut-langenfeld.de
Telefon: 02173 / 1015589
Gerne können Sie bei der Anmeldung bereits angeben, ob Sie gezielt Informationen oder Bildmaterial zu bestimmten Orten oder Familien suchen.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Zusätzlich bieten wir in Kooperation mit der VHS einen strukturieren dreiteiligen Workshop an. Dieser richtet sich insbesondere an alle, die eine fundierte Einführung und intensivere Begleitung wünschen.
Termine
jeweils Donnerstag, 19:00 – 20:30 Uhr
01. Oktober 2026
08. Oktober 2026
15. Oktober 2026
Ort: Kulturzentrum, Raum 102
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die VHS (Link folgt).
Auch dieser Workshop ist kostenlos.
Referententeam
Günter Schmitz, Lokalhistoriker
Annemarie Hubert, Multiplikatorin „Jewish Places“
Dafna Graf, Vertrautheit mit jüdischer Tradition und Kultur
Über 2000 Menschen mussten in der Zeit von 1939-1945 in Langenfld Zwangsarbeit leisten. In dieser Zeit verstarben mehr al 50 - meist sehr junge - Menschen. Nur ein Sammelgrab auf dem Langenfelder Waldfriedhof erinnert an 16 dieser Opfer des Naziolansozialismus.
In Kooperation mit der AWO-Langenfeld hat sich Anfang 2026 ein Arbeitskreis zu dieser Thematik gebildet. Interessierte sind herzlich zu einem Austauch eingeladen.
Ludwig Baumann, Hugo Breemkötter, Josef Breuer, Leopold Choncenzey, Wilhelm Clemens, Christian Döhr, Heinrich Dietz, Adolf Führer, Bernhard Funkel, Wilhelm Fatscher, Johann Galwelat, Otto Gaudig, Karl Gabowski, Wilhelm Gietmann, Albert Grandt, Johann Hense, Adolf Hermanns, Karl Horn, Wilhel Hanrath, Hans Holzer, Ferdinand Jahny, Wincente Jankowski, Hermann Jäger, Friedrich Knopp, Artur Koch, Friedrich Kamleiter, Jakob Krieger sen., Josef Kuhnt, Heinrich Kubick, Rudolf Käferhaus, Daniel Kresanowski, Walter Kuhlmann, Wilhelm Kranz, Max Lang, Erich Lohmer, Paul Lisziun, Hermann Landtreter, Horst Lettow, Henri Liebisch, Ferdinand Margreiter, Heinrich Marth, Otto Markus, Gustav Marnitz, Franz Müller, Walter Nell, Josef Nikolay, Hubert Offergeld, Heinrich Rode, Adolf Röder, Herbert Runkler, Sylvester Sniatecki, Heinrich Schlieper, Karl Schulz, Wilhelm Stangier, Mitrofan Saitzki, Franz Spitzlei, Theodor Schmidt, Johann Schyra, Paul Tegethoff, Max Thiemann, Josef Thiemann, Heinrich Tries, Paul Wodzinski, Karl Wallraven, Hans Wimmershof, Wilhelm Wigeroth, Viktor Wolynec, August Zywitzki, Unbekannt, Unbekannt, Unbekannt
Für Schulen bieten wir kleine angepasse Stolperstein-Rundgänge oder für ältere Schüler:innen auch Fahrradtouren an. Wir berichten über die Menschen hinter den Stolpersteinen und erklären, wie und warum wir uns um diese kleinen Orte des Gedenkens kümmern. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf unter 02173/1015589 oder per e-Mail. Es entstehen ihn keine Kosten.
Wir kooperieren auch mit Stolpersteine NRW des WDR:
Stolpersteine im Unterricht erkunden
Mit der WDR-App "Stolpersteine NRW” und der dazugehörigen Website entdecken Ihre Schüler:innen die Stolpersteine in der eigenen Umgebung. Über Texte, Illustrationen, kleine Hörspiele und historische Fotos lernen die Jugendlichen die Biografien hinter den Stolpersteinen kennen. Kostenloses Unterrichtsmaterial hilft Ihnen bei der Umsetzung in den Fächern Geschichte, Religion, Sozialwissenschaften und Philosophie.
Jetzt Kooperationsschule werden: Unterstützt durch das WDR-Projektteam können Schüler:innen selbst Biografien zu den Stolpersteinen in ihrer Stadt recherchieren und veröffentlichen. Damit tragen sie aktiv dazu bei, die Lebensgeschichten der Verfolgten öffentlich zugänglich zu machen und ihre Erinnerung zu bewahren.
Für ältere Schüler:innen
Da mit Ratsbeschluss vom 2. Dezember 2025 wieder Stolpersteine in Langenfeld verlegt werden dürfen, können sich Schulen gerne bei weiteren Verlegungen auf unterschiedliche Weise einbringen. Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse telefonisch unter 02173/1015589 oder per e-Mail.
Pieter Kohnstam war unter anderem bereits online Gast an der Langenfelder Prismaschule und hat im Rahmen einer Projektwoche zum Thema "jüdisches Leben und Kindheit" über seine Flucht in die Freiheit sowie über seine Erlebnisse mit Anne Frank berichtet.
So lange es Pieter noch möglich ist, besucht er gerne auch Ihre Schule oder Gruppe via Zoom und beantwortet alle aufkommenden Fragen. Gerne stellen wir den Kontakt für Sie her oder organisieren die komplette Veranstaltung.
Hinweis: Der Austausch mit Pieter erfolgt auf englisch!
Mehr Informationen über das Format
Das Buch von Pieter Kohnstam, „Mut zum Leben - eine Familie auf der Flucht in die Freiheit“, ist im Ergon Verlag erschienen.
Zum RP-Presse-Artikel vom 30.10.2023
Matthias Kuchta stolperte über den Stolperstein für „Helga Meyer“ vor der Langenfelder Stadthalle. Mit Hilfe von Unterlagen aus dem Stadtarchiv recherchierte er Helgas Spuren. Entstanden ist ein Stück, eindrücklich verstärkt durch kleine Figuren, aus originalem Zeitungspapier der NS-Zeit. Kuchta begleitet Helga von ihrem Geburtstag im Jahre 1931 bis zu ihrem Verschwinden im Winter 1944/45 im Konzentrationslager.
Dauer: Aufführung ca. 20-25 Minuten, anschließende Diskussion ca. 20-25 Minuten. Aufführung nach Absprache in Schulklassen ab 14 J. oder in privaten Kleingruppen.
Die Veranstaltung ist kostenlos!
Zielgruppe: Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene
WDR-Lokalzeit vom 27.01.2026
Gedenkveranstaltung in Langenfeld
(re.) Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsidet des Internationalen Auschwitz Komitees mit (li.) Matthias Kuchta, Autor der Erzählung "Helgas Reise nach Riga" in Langenfeld.
Für den 3. März 2023 konnten wir Herrn Christoph Heubner, den Exekutiv-Vizepräsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees als Referenten begrüßen. Er berichtete zum Thema „Lokale Gedenkorte zur Verfolgung und Ermordung jüdischer Bürger*innen aus heutiger Sicht; Ziele und Aufgaben, Schuld, Scham, Form und Bürgerbeteiligung“. Wir konnten unsere Ideen für Langenfelder Gedenkorte mit ihm besprechen.
Unser Langenfelder Projekt wurde in einem WDR 3 Interview mit Christoph Heubner am 07.03.2023 ab Minute 14 herausgestellt.
Bernhard Meyer, 3. von rechts (Foto: Stadtarchiv Langenfeld)
Günter Schmitz stellt die Menschen und ihre Biografien vor.
Für Schulklassen (ab 10. Kl.) und für private Gruppen organisieren wir nach Absprache eine kleine individuelle Stolperstein-Führung in der Stadtmitte mit anschließendem Dia-Vortrag.
Nach kontroversen und zum Teil emotionalen Diskussionen beschloss der Rat der Stadt Langenfeld im Jahre 2003 die Verlegung von Stolpersteinen für die 15 aus Langenfeld deportierten jüdischen Bürger. Die Darstellung ihrer Biografien wird durch Fotos und Dokumente ergänzt, die Günter Schmitz im Laufe der letzten 30 Jahre durch eigene Forschung oder durch Leihgaben der Angehörigen der Opfer zusammengetragen hat. Die hier verlegten Stolpersteine sind den Menschen gewidmet, die mit den großen Transporten vom 11. Dezember 1941 und 25. Juli 1942 von Langenfeld aus über Düsseldorf nach Riga bzw. nach Theresienstadt und von dort weiter in die Vernichtungslager im Osten deportiert worden sind. Günter Schmitz: „Es waren Bürger unserer Gemeinde, die unter den Augen aller entrechtet und bedrängt, verdrängt, misshandelt und schließlich deportiert wurden.“ Die Stolpersteine sollen an das Schicksal unserer Mitbürger*innen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden. Siehe dazu auch die Seite des WDR.