Am gestrigen Samstag traten die Sharks ihren Weg zum stark eingestuften TuS Lübeck an und konnten auf den Rückweg zwei Punkte wieder mit in die Landeshauptstadt bringen. 86:73 hieß es am Ende der 40 Minuten Spielzeit. Und die liefen, wie im Basketball üblich, in starken Wellen ab. Doch die waren für die Haie nicht immer von Vorteil, da sie den Gastgebern so im Laufe des Spiels wieder die Möglichkeit gaben in das Spiel zurück zu finden.
Mit einem mehr als überzeugendem ersten Viertel konnten die Sharks bereits zu Beginn die Grundlage für den Sieg legen. Obwohl viele Chancen vergeben wurden und alleine in den ersten 10 Minuten neun Freiwürfe ihr Ziel verfehlten, kam man offensiv zu 29 Punkten. Dies war vor allen Dingen den geduldigen Angriffen und der überzeugenden Reboundarbeit zu verdanken. Sven Herschel war es, der mit dem ersten 3- Punkt- Versuch auch die ersten Punkte der Partie markierte. Das Team agierte von Beginn an als Einheit und konnte aus den defensiv generierten Ballgewinnen zu schnellen Punkten kommen. In der Verteidigung wurde konsequent zugegriffen und als Mannschaft agiert. Der wieder genesene Coach Jojo Dörband zeigte sich zufrieden mit der Leistung, mahnte aber auch zur weiteren Achtsamkeit.
Den Erfolg des ersten Abschnitts konnte der KTB zumindest offensiv zu Beginn des nächsten Viertels nicht mehr umsetzen. So dauerte es fast 4 Minuten ehe Noah El- Samalouti mit zwei Freiwürfen die ersten Punkte der Landeshauptstädter markierte. Defensiv agierte man zu zurückhaltend und die Mannschaft wusste sich häufig nur noch mit Fouls zu helfen, die die Gegner in Punkte ummünzen konnten. Durch einen weiteren Dreier von Sven Herschel sowie durch Paul Menge rettete man aber einen 12- Punkte- Vorsprung in die Halbzeit (45:34).
Doch mit dem Seitenwechsel fanden die Sharks überhaupt nicht in’s Spiel zurück und erlebten die bis dahin stärkste Welle der Lübecker. Mit drei Dreiern in kurzer Zeit und einem dadurch generierten 15:4- Run glichen die Lübecker das Spiel in der 28. Spielminute aus. Auf einmal agierten die Sharks unsicher und hektisch. Sie ließen sich zudem zu sehr auf die Pfiffe und Entscheidungen der Schiedsrichter ein. Doch mit der Auszeit durch den Trainer wurde genau an der richtigen Stelle der Matchplan angepasst. Die Ansage lautete nun häufig über den Post und die großen Spieler zu spielen. In dieser Phase waren es Yannick Pahl und Rico Klimpel, die als Big- Man den KTB zurück in das Spiel brachten. In fünf aufeinanderfolgenden Angriffen kamen die beiden zu wichtigen Punkten in dieser Phase und sorgten so für eine 61:54- Führung vor dem letzten Spielabschnitt.
Dieses Mittel wurde in der Folge nun sehr häufig genutzt, sodass die Center unter dem Korb auch zu Beginn des letzten und entscheidenden Viertels zu Punkten kamen. Um ihrerseits die Welle zu nutzen, in welcher sich die Sharks jetzt wohl fühlten, traf Moritz Jänicke einen Dreier zur 70:56- Führung in der 33. Minute. Man sollte meinen, dass dies eine Vorentscheidung markieren sollte. Jedoch sorgte auch diese Führung nicht für das Ende des ‚welligen Spiels‘. Ein 13:1- Run sorgte 2 Minuten vor Schluss noch einmal für Spannung. In dieser Phase agierte man offensiv zu unflexibel und in der Defensive verlor das Team häufig die Orientierung. Coach Dörband steckte jedoch Vertrauen in sein Team und agierte in dieser Phase ohne Auszeit. Dieses Vertrauen zahlte ihm seine Mannschaft mit beherzter Defensive in den Schlussminuten zurück. Nach dem erfolgten Run ließen die Sharks in den Schlussminuten keine Punkte mehr zu und Patrick Martin leitete mit seinem And- One zwei Minuten vor Ende den Abschluss des Erfolgs ein.
Am Ende steht der dritte Sieg im dritten Spiel und der Trainer äußerte nach dem Spiel seinen Stolz über die Einstellung des Teams auch nach schwierigen Phasen. Gleichzeitig sei vor allen Dingen aber noch an der Kontrolle des Tempos und an der Transition- und Helpside- Defense zu arbeiten. Umgesetzt werden soll das dann nach der nächsten Trainingswoche beim Heimspiel gegen die BG Ostolstein. Die Zuschauerregelung wird in den nächsten Tagen noch besprochen werden, das ganze Team ist aber hochmotiviert, weiter ungeschlagen in der Liga zu bleiben.
Für den KTB spielten:
Thore 5 (Punkte), Moritz (3; 1 Dreier), Lukas (5), Simon (7), Marvin (2), Patrick (3), Yannick (15), Noah (13; 1), Sven (9; 3), Rico (11), Paul (10; 2), Bene (3)
STOL.