Nach dem Sieg am Dienstag konnten die KTB Sharks das Spiel gegen die Rendsburger Reserve in der eigenen Halle mit dem exakt gleichen Ergebnis von 87:57 für sich entscheiden. An das Ergebnis scheinen sich die Landeshauptstädter also gewöhnen zu können, auch wenn Coach Jojo Dörband nach dem Spiel gar einen höheren Sieg für nötig hielt.
Das erste Viertel startete jedoch zunächst auch genau damit, wovor der Trainer der Sharks vor Spielbeginn gewarnt hatte: Unkonzentriertheiten und zu wenig Wille vor allen Dingen in der Verteidigung. Dies führte dazu, dass die vermeintlichen Außenseiter aus Rendsburg zu schnellen und einfachen Punkten kamen und die ersten Minuten der Partie in Führung blieben. Als Tabellenletzter angereist konnte das junge Team aus Rendsburg die Kieler, die mit erst einer Niederlage in der Saison den Bestwert der Liga stellen, vor Probleme stellen, die sie zu Beginn nur schlecht ausgleichen konnten. So sah sich der Trainer der Gastgeber früh zu einer Auszeit gezwungen, um seine Mannschaft auf die wesentlichen Punkte einzustimmen. Und dies zeigte auch Wirkung. Viertelübergreifend spielten sich die Sharks in einen Rausch und wurden vor allen Dingen in dieser Phase ihrer Favoritenrolle gerecht. Schnelles Angriffsspiel, bessere Defensive und einfache Abschlüsse sorgten immer wieder dafür, dass die Defensive der Gäste überfordert war. So konnte man das erste Viertel noch mit 24:19 gewinnen.
Im zweiten Spielabschnitt ging es genau dort weiter, wo auf beiden Seiten aufgehört wurde. Gutes Passspiel, viel Bewegung in der Offensive und vor allen Dingen viel bessere Defensivarbeit führten dazu, dass die Rendsburger lediglich zu acht Punkten kamen, die sie durch zwei Dreier (einer davon ‚mit Brett‘) und einen Korbleger erzielten. Vor allen Dingen die 1-gegen-1- Defense war in diesem Viertel hervorzuheben und sorgte für die erhoffte Dominanz im Spiel der Kieler. So ging das Viertel mit 26:8 an die Sharks und beide Mannschaften mit einem 50:27 in die Kabinen.
Es folgte das ungeliebteste Viertel des KTB, was sie auch dieses Mal ‚eindrucksvoll‘ unter Beweis stellten. Durch den hohen Rückstand vermeintlich in Sicherheit gewogen, vernachlässigten die heimischen Basketballer genau das, was sie in den Minuten zuvor so stark gemacht hatte. Das Teamspiel wurde vernachlässigt, in der Defensive kämpfte jeder für sich und die einzige Antwort auf die stark absinkende und teilweise verweigernde Defensive der Rendsburger waren Würfe aus der Distanz, die am Sonntag im gesamten Spiel jedoch nur drei Mal ihr Ziel fanden und so nicht die richtige Antwort auf die konditionell stark beeinträchtigten Rendsburger sein konnten. Da nur zu siebt angereist, musste die Zweitvertretung des Regionalligisten dem teilweise hohen Tempo Tribut zollen, konnten das Viertel aber dennoch mit 20:16 gewinnen.
In der letzten Viertelpause machte Trainer Dörband noch einmal auf die wichtigsten Punkte aufmerksam: Körperspannung, Konzentration und Entschlossenheit im Angriff und der Verteidigung. Und genau dies konnten die Kieler dann auch endlich wieder umsetzen. Sie besannen sich wieder auf ihre Stärken aus der ersten Halbzeit und konnten so erneut zu einfachen Punkten kommen. Auch wenn in diesem, wie auch im letzten Viertel, viele einfache Punkte liegen gelassen wurden, zeigte man sich wieder fokussierter und mit mehr Willen, dieses Spiel auch deutlich für sich zu entscheiden. Nachdem die Rendsburger also im dritten Viertel auf 18 Punkte herangekommen waren, zogen die Kieler wieder davon und sorgten schon vor Spielende für eine Vorentscheidung. Das am Ende noch einmal fahrige Spiel auf beiden Seiten ärgerte den Trainer, änderte jedoch nichts daran, dass am Ende der zweite 87:57- Erfolg der Woche stand und somit eine perfekte Ausbeute zum Re-Start der Saison vorliegt. Dieser soll als Rückenwind und Einleitung einer Erfolgsserie genutzt werden, die mit einem Doppelspiel- Wochenende fortgeführt werden soll. Dort will man am Samstag zunächst im Pokal gegen Nortorf in das Top4 einziehen, bevor es am Sonntag zum wichtigen und ersten richtungsweisendem Spiel nach Kaltenkirchen geht. Gegen letztgenannte mussten die Sharks ihre bisher einzige Saisonniederlage hinnehmen. Um die Revanche erfolgreich zu gestalten, soll in der Woche hart
gearbeitet werden, denn eine Fortführung der 87:57- Siege würde auf Kieler Seiten bestimmt niemand ablehnen.
Für den KTB spielten:
Thore Christiansen (2 Punkte), Moritz Jänicke, Luc Wehlisch (3), Lukas Strietholt (19), Jonathan Schirp (13), Patrick Martin (7; 1 Dreier), Yannick Pahl (13; 1), Noah El- Samalouti (2), Sven Herschel (15; 1), Rico Klimpel (13), Chrstian Mourou, Tobias Amling
Next one up: @ TuS Nortof, Samstag (12.03.2022,) 15:00 Uhr
@ BSG Kisdorf Kaltenkirchen, Sonntag (13.03.2022), 18:00 Uhr
STOL.