Nach einer (erneut) gefühlten ewig spielfreien Zeit bei den KTB Sharks konnten die Landeshauptstädter beim ‚Re-Start‘ den ersten Erfolg einfahren. Im Stadtderby gegen den Ellerbeker TV erreichte man einen ungefährdeten 87:57 Sieg in der heimischen Reventlou- Halle, nachdem man, anders als die meisten anderen Teams der Oberliga Nord, freiwillig die Spiele für einen Monat ausgesetzt hatte.
Den Grundstein für den deutlichen Sieg konnten die Sharks bereits in Durchgang eins legen, in welcher sie sich durch starke On-Ball- Defense und viele Schnellangriffe in eine aussichtsreiche Position manövrierten. Die Sharks starteten in die Partie mit Kapitän Patrick Martin, Noah El-Samalouti, Yannick Pahl, Sven Herschel und Rico Klimpel. Und diese setzten neben dem geforderten Einsatz auch die Fähigkeit um, zu einfachen Punkten zu kommen. Die Eröffnung des Spiels gelang durch El-Samaloutis guter Arbeit am Brett, die er selbst mit zwei Punkten nach seinem Offensiv- Rebound belohnte. In der Folge konnte Patrick Martin durch gut herausgespielte Würfe mit acht Punkten innerhalb kurzer Zeit für eine komfortable 14:4- Führung nach den ersten fünf Minuten sorgen. Die darauffolgende Auszeit durch den Coach der Gegenseite führte zu kurzzeitigen defensiven Nachlässigkeiten, wodurch die Ellerbeker zu einfachen Punkten kommen konnten. Dieser Schwächephase ließen die darauffolgenden Wechsel jedoch einen 12:0- Lauf folgen, um das Viertel mit einem komfortablen Vorsprung von 31:12 abzuschließen.
Auch den zweiten Durchgang begann man defensiv konzentriert, verfehlte in der Offensive jedoch viele Möglichkeiten, die Führung schneller auszubauen. Nachdem die Gäste vom Ostufer im ersten Viertel mit ihrer Zonen- Verteidigung und 31 kassierten Punkten nicht den erwünschten Erfolg hatten, stellten sie ihre Defensive auf eine Mann- Mann- Verteidigung um. Dies stellte den Angriff der Sharks vor ungewöhnlich große Probleme. Moritz Jänicke war es, der nach vier Minuten mit seinem Dreier die ersten Punkte im zweiten Viertel markierte. In der Folge kam man immer häufiger über Fast- Breaks zu einfachen Punkten, die die Ellerbeker jedoch häufig kontern konnten. Zum Ende des Viertels konnte Yannick Pahl mit einem Dreier und einem Midrange- Jumper seinem zuvor entstandenen Frust kontern und schloss so die erste Halbzeit erfolgreich für den KTB ab. So ging es mit einem Halbzeitstand von 52:26 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel erlebten die Kieler ihre größte Schwächephase und kamen immer weniger zu einfachen Punkten. Durch gute offensive Reboundarbeit und besserem Einsatz in der Verteidigung kamen die Sharks dann wieder in eine bessere Position, auch wenn zu dieser Zeit der Sieg nicht gefährdet schien. Im Anschluss fanden dann zu wenige Abschlüsse statt, da sich die Mannschaft in zu viele unnötig komplizierte Situationen verstrickte und einen manche Abschlüsse zu sehr erzwingen wollte, anstatt mutig zum Korb zu gehen. So konnten die Gäste zwar nicht herankommen, jedoch das dritte Viertel mit einem Unentschieden (16:16) beenden.
In den letzten Spielabschnitt ging es somit weiterhin mit einem 26- Punkte- Vorsprung. Es musste also schon mit dem Teufel zugehen, dass sich die Landeshauptstädter dies noch nehmen ließen. Und wie schon vorweggenommen, sollte dies auch nicht mehr passieren. Coach Jojo Dörband forderte jeodch auch in der letzten Viertelpause noch einmal alles an Einsatz und Kampf ein, was das Team liefern konnte. Auch wenn nicht das beste Viertel des KTB folgte, wurde vor allen Dingen in der Defensive weiterhin konzentriert und energisch agiert. Es fielen teilweise wilde Würfe der Gegner, die man hinnehmen musste und auf der Gegenseite nicht immer kontern konnte. Das Team schaffte es jedoch trotzdem, immer wieder zu guten Punkten zu kommen, auch wenn dies gegen die nun endgültig absinkende Defense der Gäste nicht immer gut aussah. Den Schlusspunkt des Spiels setzte diesbezüglich Yannick Pahl mit einem Dreier, der den Endstand von 87:57 markierte. Da nicht zuletzt das Teamplay am Ende ausbaufähig erschien, ergibt sich für Team und Trainer eine Marschrichtung für den weiteren Saisonverlauf.
Trainer Dörband zeigte sich angesichts der langen spielfreien Zeit jedoch stolz auf die Leistung und Einstellung seines Teams, auch wenn einige Baustellen bemängelt werden mussten, die teilweise bis zum nächsten Spiel am Sonntag in Rendsburg behoben werden müssen. Weitere Aspekte sollen dann in den nächsten Wochen weiter verbessert werden, um den Traum vom Aufstieg wahr werden zu lassen. Froh darüber, endlich wieder auf dem Platz stehen zu können, hoffen alle Beteiligten, dass sich die pandemische Lage weiter beruhigt und es bald wieder Basketball in einer vollen Reventlou- Halle zu sehen gibt.
Für den KTB spielten:
Thore Christiansen, Moritz Jänicke (8 Punkte; 1 Dreier), Lukas Strietholt (20; 1), Simon Weinberg (2), Jonathan Schirp, Patrick Martin (17; 3), Yannick Pahl (13; 2), Noah El- Samalouti (8), Sven Herschel, Rico Klimpel (10), Bene Möller (7), Tobias Amling (2)
Next one up: BBC Rendsburg 2, Sonntag (06.03.2022) 19:30 Uhr STOL.