Gesundheit

Vor einiger Zeit wog ich bei einer Größe von 1,83 m 97 kg, hatte Rückenschmerzen und Kniebeschwerden, Atemnot auf der Treppe bereits nach der zweiten Etage und fühlte mich immer müde und fertig, so daß ich kaum zu irgendwelchen Aktivitäten Lust hatte. Manchmal taten wie bei einem Rheuma-Schub nahezu alle Gelenke weh. Darüber hinaus habe ich mit einer Vergrößerung der Schilddrüse zu tun: Die war damals riesengroß und erzeugte beim Hinlegen ein unangenehmes Druckgefühl am Hals. Manchmal hatte ich das Druckgefühl bereits im Stehen. Bei meinen meisten Hemden konnte ich nicht einmal mehr den zweiten oberen Knopf schließen. Die Ärztin sagte, ich stehe auf dem Sprung zur Überfunktion der Schilddrüse. Mein Ruhepuls lag bei über 80 Schlägen pro Minute, mein Blutdruck spielte immer öfter verrückt: 155:100 waren keine Seltenheit. Immer häufiger litt ich unter andauerndem Herzrasen. Das Verdauungssystem machte durch Verstopfungen auf sich aufmerksam. Und das alles mit 54 Jahren! Wie sollte das weitergehen?

Theoretisch war mir durchaus bewußt, daß ich mir durch mehr Bewegung und gesunde Ernährung selbst helfen könnte. Das hatte ich schon tausend mal probiert... Machen wir uns nichts vor: Diäten und andere Hauruck-Aktionen funktionieren nicht. Sie sind eine mehr oder minder kurze Zeit der Quälerei und des Verzichts, man sehnt die Zeit danach herbei, und danach geht es wieder so weiter wie zuvor. Oder schlimmer. Wegen des durchgemachten Verzichts.

Heute bin ich noch genauso groß, aber ich wiege unter 80 kg, der Rücken ist besser, die Dauerbeschwerden der Knie sind verschwunden. "Rheuma-Schübe" habe ich nicht mehr. Treppen renne ich manchmal zum Spaß nach oben. Ich schaffe wieder viel mehr, z.B. diese Internetseite zu schreiben. Die Schilddrüse ist viel kleiner, die Hormonwerte sind wieder völlig in Ordnung, von drohender Überfunktion ist keine Rede mehr. Bei manchen Hemden kann ich den oberen Knopf schließen. Ich habe einen Ruhepuls von etwa 60 und in diesem Moment einen Blutdruck von 105:55. Natürlich geht der bei Streß hin und wieder noch nach oben - aber da bleibt er nicht und ich empfinde Situationen seltener als Streß. - So ist es weitergegangen. Wie ich das gemacht habe? Das beschreibe ich auf den nächsten Seiten.

Jörg Brehmer