Gedanke
Ein Museum ist mitunter so etwas wie ein Mausoleum für die Menschheitsgeschichte. Dort wird etwas aufbewahrt, was für unser Glück von Bedeutung ist. Die Träume und Utopien der Menschheit können dort nachvollzogen werden.
Die Gegenstände, die dort gesammelt, verwaltet und ausgestellt werden, tragen wesentlich dazu bei, dass die Menschen der heutigen Zeit Zugänge zu den Wertigkeiten entdecken, die der heutigen Zivilisation vorausgegangen sind und sie erfüllt haben.
Wer von vergangenen Zeiten etwas zu sagen weiß, das zugetroffen hat, wird auch ein klares Bild des Gegenwärtigen haben können. Gleichermaßen verhält es sich mit den naturwissenschaftlichen Aspekten dieser Welt. Wer sie gut kennt, dem erschließt sich das Wesen der Dinge leicht.
Die Areale der Menschheit müssen von uns anerkannt und verstanden werden, wenn wir als Kunstschaffende bestehen möchten.
Dokumentation
Die Seite 'Totan Brangassivo Drake' soll Mathias Schneider zur Erarbeitung einer künstlerischen Konzeption dienen. Dabei haben seine Dinge einmal ihren Anfang dort genommen, wo sie ihrem Stand nach bereits gewesen sind. Das hat der Autor anerkannt. Diesen Stand seiner Dinge hat er so benannt, wie er einmal gewesen ist, damit Sie Kenntnis davon nehmen können, was das ausmacht. Von Zeit zu Zeit hat er diesen Stand seiner Dinge auch aktualisiert. Dann hat sich gezeigt, welchen Fortschritt er bei der Erfüllung seiner Aufgabe erreicht hat.
Manchmal hat etwas bei ihm noch im Argen gelegen. Das eigene Gut ist zu einem unbestimmten Anteil etwas Ungewisses für ihn geblieben. Seine Kenntnisse und Fertigkeiten haben unter seiner Art der Lebensführung gelitten. Etwas von ihm hat da Schaden genommen. So hat er vielfach seine Dinge brach liegen gelassen, weil sich nichts gebessert hat. Er hat dann irgendwann nichts mehr dafür getan, weil seine Aufgabe kaum noch erfüllbar gewesen ist. Damit hat er umzugehen, wie alles für ihn gekommen ist. Etwas davon hat er in der Zwischenzeit aber auch wieder gut gemacht und sich durch diese Phasen durchgekämpft.
Was hat es mit dem 'Baukasten' auf sich? - Schneider möchte mittels seiner Werkschau auf die mit seiner Kunstsache verbundenen Gedanken und Ideen aufmerksam machen. Das sollte sie bewahren. Sie sollten auch vermittelt werden. Was er von dieser Welt zu sagen weiß, das möchte richtig aufgefasst werden. Er versucht, sich klar dazu auszudrücken. Was diesen Dingen entsprochen hat, die mit seinem Wirken einhergegangen sind, versucht er zu klären. Er sieht es als seine persönliche Aufgabe an, seinem Leben gerecht zu werden.
Mit dem Ausbau der eigenen Kartei ist etwas wahr geworden, was er gut findet. Da ist inzwischen einiges von seinem Werkschaffen ans Licht gekommen. Er zeigt ihnen auf, was er dafür getan hat. Seine Herangehensweise daran sollte zu erklären sein.
Die Erstellung der Kartei 'Baukasten' hat ihn vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Das ist er gerne angegangen. Er hat dabei gelernt, etwas Logisches über seine Dinge zu sagen. Der Autor reduziert mehr und mehr die eigene Ideenwelt auf ihre Basis.
Gedanke
Bezogen auf das eigene Schicksal wird der Mensch ohne eine besondere Macht sein.
Wir haben uns häufig Ziele gesetzt. Es gibt aber keinen einzigen Weg, der auf stringente Weise zur Verwirklichung geführt hat.
Dokumentation
Ich kann wahrscheinlich zurecht sagen, dass ich im Leben noch einen gewissen Weg vor mir habe. Jene Produkte aus meiner Werkstatt sind wegen ihrer Einfachheit zwar mitunter schon schön, doch eine eigene Kunstform habe ich nicht erreicht. Ich gestalte meine Dinge zu einer Freude der Menschen.
Meine bisherigen Werke tragen die Handschrift eines fast spielerisch durchgeführten Arbeitens an sich. Sie sind ohne den Zweck einer Vermarktung der Bilder als Handelsware von mir hergestellt worden. Eine erste Phase der Selbstfindung hat bei mir spätestens zur Jugendzeit begonnen. Manche weitere Phase ist gefolgt.
Dokumentation
Dank der Berücksichtigung meiner Umgebung beim Werkschaffen ist meine Arbeitsweise mitunter sehr unbewusst ausgefallen. Das hat mich mehrfach zu miteinander vergleichbaren Aufgabenstellungen geführt.
Es ist mir bei meinem Werkschaffen zumeist darum gegangen, den ersten Wurf eines Motivs gleich feiner auszuarbeiten.
Dokumentation
Es hat die Gründlichkeit meiner Beobachtung zu meiner Art der Malerei geführt. Meine Aufmerksamkeit ist zeitweise sehr fein. Sie ist gut bei mir ausgeprägt.
Bei der Umsetzung meiner Aufgabenstellung werde ich von einer Lust zum Interpretieren und Bereinigen jener, mir bereits bekannten Dinge angetrieben.
Gedanke
Zumeist habe ich eine einzelne Arbeit in situ ganz bis zu ihrer Fertigstellung ausgearbeitet. Ich verwende dazu zumeist nur Pinsel oder Stifte.
Ich habe mich bislang mit den ersten Würfen eines Motivs begnügt. Das mache ich schon immer so. Mich hat jetzt keine Reue deswegen überkommen.
Idee
Ich nehme an, dass es für die Dinge eines Menschen etwas an Klarheit bedarf, um sie darstellen zu können. Es ist bei der Erstellung von Bildnissen um einen natürlichen Aufbau der Motive gegangen.
Dokumentation
Vieles davon, was von mir im Alltag an Gedanken und Ideen gesehen wird, scheint mir im Grunde unnütz und nichtig zu sein. Trotzdem habe ich meine Gedanken gesichtet und etwas mit ihrer Zuhilfenahme für mich wahr gemacht.
Gerade weil das eigene Denken bei mir nicht ausgereicht hat, habe ich es beachtet und damit mit Sicherheit auch gewürdigt. So sind jene Impulse entstanden, die mich trotz meiner Misere fortgetragen haben. Da habe ich mich endlich von den überkommenen Erfahrungen befreit, die es nicht wert sind, dass man davon spricht.
Minutiös haben sich meine Schriften gewandelt, als ich gelernt habe, mir besser gerecht zu werden. Ich habe spontan ausprobiert, wie es sich auswirkt, etwas Verkehrtes in die Vergangenheitsform zu setzen. Zugleich habe ich das Präsens für meine Aussagen zu diesem Dasein gewählt. Selbstredend wird dann für das zu Erwartende das Futur I zu verwenden sein.
Weitere Schritte habe ich erwogen. Negatives habe ich mit dem Konjunktiv kombiniert, da es nicht auszuführen sein wird. Mitunter habe ich auch den Infinitiv für den gleichen Zweck eingesetzt. Da wird dem Verb keine Person zugeordnet, was dem gleichen Prinzip gerecht wird.
Nun sollte man von meiner Art der Sprachgestaltung eine erste Vorstellung haben. Doch es geht noch weiter damit, wie ich meine Dinge festgelegt habe.
Der aktive Satz, den ich mitunter für mein Handeln anwende, wird von vielerlei passiven Beschreibungen begleitet. Da stellt er auch so etwas dar. Während die passiven Anteile in meinen Schriften etwas beschreiben, das so gewirkt hat, wie ich es genannt habe, haben die aktiven Anteile für meine forsche Natur gestanden, die geschwind etwas auf die Beine zu stellen vermag, ehe andere sich versehen haben.
Da habe ich aber auch zuzugeben, dass das Kennzeichen meines Wegs noch immer das des Aufbruchs ist. Ich bin dabei, etwas auf die Beine zu stellen, doch seine Basis wird erst noch zu festigen sein.
Ich habe daran geglaubt, dass der Erfolg des Menschen zurecht an seinem Vermögen zu messen ist. Es ist gegenwärtig so bei mir, dass ich mich noch immer damit befasse, wie ich mich festigen kann. Ich habe das noch nicht gänzlich aufgegeben. Vielmehr versuche ich, mich zu fangen.
Mit den Möglichkeiten, die ich habe, gehe ich um und verschaffe mir so einen eigenen Zugang zu diesem Dasein als Mensch. Diesen Zugang baue ich aus.
Dokumentation
Getreu meines Bedürfnisses, aber auch getreu jener Gelegenheit, die für mich vorgegeben ist, erfahre ich mich selbst auf meinem Lebensweg und leide. Die Auswirkungen der eigenen Handlungen sind nicht immer gut bei mir gewesen.
Da habe ich es mir versuchsweise gut zuhause eingerichtet, um mich hier sammeln zu können. Ich habe es zeitweilig geschafft, diesen Bereich dafür einzusetzen, dass ich mich erhole. Das hat mir gefallen.
Hier kenne ich mich aus, aber es entgleiten mir meine Bezüge fortlaufend. Mit vielem gehe ich um und muss dafür anderes aus der Hand geben.
Ich halte mich hier gerne auf, weil das meine Werkstatt ist. Mit den Jahren habe ich mehr und mehr für meine Sachen gesorgt. Da ist die für mich gut geeignete Atmosphäre in diesen Räumlichkeiten entstanden. Dann habe ich zu mir gefunden.
Meine Bedürfnisse habe ich mir nach und nach eingestanden und vergegenwärtigt, dass ich sie auch zu erfüllen habe.
Heutzutage ist meine Existenz durchzogen vom Guten und Schlechten, was ich schon erfahren habe. So wäre mein Leben aufzufassen, dass es etwas von allem an sich trägt, für was ich stehe.
Gedanke
Die Situationen eines Lebens sind immer auch mit Begegnungen verbunden. Wir treffen unsere Mitmenschen und nehmen an etwas teil. Unsere Partizipation hat dazu geführt, dass wir unseren Platz in dieser Welt gefunden haben. Da haben wir uns so verhalten, wie alle anderen das auch getan haben. Wir haben den Zugang zu unserem Bereich für einige wenige befreundete Menschen begrenzt. Das ist der private Bereich, wo wir zu uns finden und wo wir leben.
Die eigene Wohnung ist bei mir zugleich mein Werkraum und ein Lagerplatz. Als Bewohner der Stadt Offenburg führe ich ein etwas zurückgezogenes Leben. Das liegt an meiner häuslichen Art.
Während andere sich treffen und feiern gehen, bin ich mit mir allein und befasse mich mit meinem Werk oder dessen Aufbereitung. Ich habe keinen Grund zu reisen und auch keinen Grund, das Gleiche zu tun wie alle anderen. Das wäre mir zu speziell.
Gedanke
Wer zu meinem Dasein etwas gesagt hat, der sollte das auch belegen. Die Bedeutung der Reden anderer Menschen hat es in sich. Sobald diese Reden über mich und mein Dasein bestimmen, werde ich sie genauer untersuchen. Es wäre mein Recht, etwas dazu zu sagen.
Doch wo werde ich gehört? - Da kann ja jeder alles behaupten, wenn es keine Rolle spielt, was damit bewirkt wird.
Mit dem Gefühl des Schmerzes habe ich vernommen, was andere Leute zu mir gesagt haben. Da haben sie von mir in meiner Gegenwart gesprochen.
Gedanke
In der Gegenwart reflektiert der Mensch jene Dinge, die ihm wichtig sind, für die ihm aber das Gegenstück gefehlt hat. Da muss er durch Nachdenken eine Brücke errichten, die ihn vor dem Verlust seiner Integrität bewahrt.
Das Vakuum ist eine große Macht im Leben eines Menschen. Was uns gefehlt hat, drückt aus, was uns etwas bedeutet. Es zeigt auch auf, wer wir sind.
Was von sich aus Bestand erfährt, ist wirklich. Da tut der Mensch gut daran, beizubehalten, dass er dieser Sache ein richtig gehendes Gewicht verleiht. Sie muss etwas für ihn bedeuten.
Die Natur will es so, dass wir sie erfahren. Ein Leben als Mensch bringt das mit sich.
Dokumentation
Wer Erfolg haben möchte, der setzt sich für eine erreichbare Sache ein. Hat er sie erst einmal abgeschlossen, hat er auch eine bessere Grundausstattung für sich. Mit einer besseren Grundausstattung sind weitere Dinge erst möglich. Da haben wir kleine Vorhaben umgesetzt und sind vor Ort geblieben.
Wir haben schon so lange viel Zeit damit zugebracht, uns aus den Verstrickungen unserer Mitmenschen zu befreien, dass wir dieses Dasein mittlerweile anders angehen möchten. Anstatt uns für die Ziele einzusetzen, die andere erreicht haben, wählen wir den eigenen Ausgangspunkt und bauen ihn besser aus. Da haben wir einen Ort für uns gefunden, wo wir sein können, aber auch sein wollen.
Wenn wir jetzt den eigenen Zustand von uns vernehmen, dann wissen wir zumeist, woher der Wind weht, weil wir uns bereits ausgerichtet und orientiert haben.
Da haben wir für unsere Sache gestanden, sie aber auch behauptet. Wieder und wieder haben wir uns hierher zurückgezogen und dieses Dasein als eines verstanden, bei dem wir das Gegebene zu beschauen haben.
Weil uns viele Dinge unverständlich sind, haben wir von so etwas gelassen. Wir haben gesehen, dass das Unbekannte überall manifest sein kann, aber im Grunde auch sein muss. Wir kennen nichts davon, also sollte es für uns auch so sein. Damit haben wir das Genannte bereits festgemacht und uns davon abgegrenzt.
Was für uns erreichbar ist, haben wir viel lieber angenommen. Es ist wägbar. Dazu nehmen wir etwas in die Hände.
Auch dieses Dasein ist wägbar. Wir haben es in der Hand, wie wir es gestalten möchten.
Gedanke
Die Bildung eines Menschen verschafft diesem Menschen ein eigentliches Urteilsvermögen. Da hat er die Dinge aufzufassen und wiederzugeben. Der bestenfalls gewählte Maßstab gibt das Erfahrene 1:1 wieder.
Gewisse Implikationen ergeben sich im Leben bereits durch unser Dasein als Mensch. Da haben wir manche Erkenntnisse gewonnen, die uns geprägt haben. So sind wir dazu gekommen, auszuwählen, was wir zur eigenen Genese heranziehen.
Der Stil eines Menschen resultiert aus einer selbstbestimmten Beschränkung des Menschen, sobald er seinem Geschmack das Gewicht verliehen hat, Bedeutung für das Werk zu haben. Da verstehen wir unser Schicksal als eines, zu dem wir uns bereits bekannt haben. Unsere Wege sind dadurch berechtigt, dass uns ein Schicksal zu eigen ist. Was wir erfahren haben, darunter haben wir auch gelitten, darüber haben wir uns aber auch gefreut. Nichts davon haben wir ausgelöscht, weil beide Arten der Prägung Reaktionen auf das gleiche Leben sind.
Gedanke
Erst dann, wenn der Mensch seine Freiheit in eine Freizügigkeit transformiert hat, hat sich diese Sache ausgewirkt. Dann hat er gehen oder bleiben können. Dann hat er da sein oder weggehen können. Was jemand getan hat, hat Gewicht für sein Wesen. Alles spiegelt sich in unserer Natur, aber es wirkt sich auch alles in gleicher Weise aus, wie wir es gesehen haben.
Freiheit ist etwas, über das viele Menschen gesprochen haben. Da wenden wir uns den Menschen zu und hören uns an, was sie dazu sagen möchten. Wir glauben nicht daran, dass sie etwas davon verwirklicht haben, solange die Freiheit das Thema der Menschen gewesen ist. Aber wir haben ihnen zugehört und sind mit ihnen ein Stück des Weges gegangen, um zu erkennen, wo sie stehen.