Für die Erinnerung - Gegen das Vergessen
Böttinger Gedenkstätte der Gefallenen Soldaten beider Weltkriege
Unser stilles Gedenken an die gefallenen Helden des Ersten Weltkriegs
Recherchiert, Verfasser, Autor
Rudi Villing
Geboren: 17. Januar 1896 in Böttingen
Eltern:
Vater: Dominikus Flad (*28.03.1862, †08.12.1954)
Mutter: Theresia geb. Zirn aus Bubsheim (*08.12.1867, †11.02.1929)
Zivilberuf: Harmonikamacher (Akkordeonbauer)
Dienstgrad: Füsilier
Sterbedatum: 24. März 1918
Todesart: Lungendurchschuss mit Rückenmarksverletzung
Sterbeort: Schlacht bei St. Quentin
(Teil der deutschen Frühjahrsoffensive)
Teilnahme an:
2. Marne-Schlacht (allgemeine Frontabschnitte)
Schlacht bei St. Quentin (März 1918) – Teil der "Michael-Offensive"
Einheit: Füsilier-Regiment „Fürst Karl-Anton von Hohenzollern“ (Hohenzollersches)
Nr. 40 u. 26. Landwehr-Division Königreich Württemberg
Tod am 24. März 1918 während der ersten Großoffensive 1918
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof St. Quentin (Aisne, Frankreich)
Gesamtbelegung: 8.229 Tote
Lage: Der Friedhof liegt nördlich der Stadt St. Quentin
Die Schlacht bei St. Quentin (21.–31. März 1918):
Codename "Operation Michael" – Beginn der deutschen Frühjahrsoffensive
Ziel: Durchbruch an der Westfront vor Eintreffen amerikanischer Truppen
Größte deutsche Offensive seit 1914 mit 1,4 Millionen Soldaten
24. März 1918: Höhepunkt der Kämpfe um St. Quentin
Als Harmonikamacher gehörte Flad einem traditionellen Handwerk an
Lungendurchschuss mit Rückenmarksverletzung deutet auf frontalen Beschuss hin
Sein Tod fiel in die erfolgreichste Phase der deutschen Offensive
Mit 22 Jahren starb er in der letzten großen Hoffnungsphase der deutschen Armee
Maximilian Flad – der Harmonikamacher, der Melodien schuf – fiel im Takt der Großoffensive. Sein Schicksal symbolisiert die Tragik der Frühjahrsoffensive 1918: militärische Anfangserfolge, die mit enormen Verlusten erkauft wurden und schließlich doch nicht zum Sieg führten.
"Seine Harmonikas mochten fröhliche Weisen spielen – doch sein letzter Atemzug verklang im Donner der Marne-Schlacht."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "St. Quentin" und "Flad"); Regimentsgeschichten württembergischer Infanterie-Regimenter; Kriegstagebücher der "Michael-Offensive".
Geboren: 23. Januar 1881 in Böttingen
Eltern:
Vater: Eugen Flad (*28.03.1862, †08.12.1954)
Mutter: Elisabeth geb. Mägerle (*14.12.1844, †01.08.1902)
Zivilberuf: Zimmermann
Dienstgrad: Pionier
Sterbedatum: 4. September 1918
Todesart: Ruhr (im Lazarett)
Todesort: Lazarett im Raum Laon
Teilnahme an:
Schlacht von Amiens (August-September 1918)
Pionierdienst bei rückwärtigen Einheiten
Einheit: Württembergisches Pionier-Bataillon Nr. 13)
Erkrankung: Ruhr (September 1918)
Tod im Lazarett während der Rückzugsgefechte
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Laon (Département Aisne, Frankreich)
Gesamtbelegung: 2.666 Tote
Lage: Der Friedhof liegt nördlich der Stadt Laon
Die Ruhr-Epidemie im Ersten Weltkrieg:
402.314 Erkrankungen an Ruhr zwischen 1914–1917 (Quelle: Sanitätsbericht)
Besonders verbreitet in Schützengräben durch mangelnde Hygiene
Hohe Sterblichkeit durch Schwächung der Soldaten und mangelnde Medikamente
Die Schlacht von Amiens (ab 8. August 1918) führte durch Bewegungskrieg zu verschlechterten hygienischen Bedingungen
Als Pionier war Flad besonders gefährdet:
Arbeit in wasserführenden Gräben und sumpfigen Gelände
Häufiger Kontakt mit verunreinigtem Wasser
Unterernährung und Erschöpfung schwächten das Immunsystem
Massenunterkünfte begünstigten die Ausbreitung der Seuche
Mathias Flad – der Zimmermann, der eigentlich Brücken und Häuser errichtete – starb nicht durch Feindeinwirkung, sondern an einer der häufigsten Kriegskrankheiten. Sein Schicksal erinnert daran, dass im Ersten Weltkrieg mehr Soldaten durch Krankheiten starben als in manchen Schlachten.
"Nicht jede Todesmeldung trug die Unterschrift des Feindes. Die Ruhr forderte mehr Opfer als manche Granate."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge; Sanitätsbericht über das deutsche Heer 1914-1918; Regimentsgeschichten württembergischer Pionier-Einheiten.
Geboren: 20. August 1889 in Böttingen
Eltern:
Vater: Gabriel Flad (*08.01.1850, Kirchenpfleger)
Mutter: Euphemia geb. Welte (*24.09.1859, †28.02.1926)
Zivilberuf: Instrumentenmacher
Dienstgrad: Ersatz-Reservist
Sterbedatum: 2. November 1914
Todesart: Kopfschuss
Sterbeort: Argonnen (Frankreich)
Schlacht in den Argonnen (Herbst 1914)
Maas-Argonnen-Offensive (3. Phase: 28. Oktober – 11. November 1914)
Einheit: Württembergisches Infanterie-Regiment Nr. 127
Gefallen in der entscheidenden Schlussphase der Argonnen-Offensive
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Consenvoye (Département Meuse, Frankreich)
Gesamtbelegung: 11.148 Tote
Lage: Das Gräberfeld liegt etwa 20 km nördlich von Verdun
Die Maas-Argonnen-Offensive (September-November 1914) war Teil des "Wettlaufs zum Meer"
Die Kämpfe in den dichten Argonnenwäldern waren geprägt durch erbitterte Nahkämpfe
Der 2. November 1914 markierte die Endphase dieser Offensive, bevor der Stellungskrieg begann
Als Instrumentenmacher gehörte Flad einem hochspezialisierten Handwerk an
Sein Tod durch Kopfschuss deutet auf direkte Infanteriegefechte hin
Als Ersatz-Reservist wurde er bereits in den ersten Kriegsmonaten eingezogen
Sein früher Tod (mit nur 25 Jahren) zeigt die hohen Verluste der Anfangsmonate
Albert Flad – der feinmechanisch begabte Instrumentenbauer – fiel in den unübersichtlichen Waldkämpfen der Argonnen, nur drei Monate nach Kriegsbeginn. Sein Schicksal steht für Tausende Handwerker und Facharbeiter, deren Können und Leben in der Maschinerie des modernen Krieges unterging.
"Seine Hände, geschaffen für präzise Arbeit, hielten im Argonnenwald ein Gewehr – die letzte Note seines Lebens ein französischer Schuss."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Consenvoye" und "Flad"); Regimentsgeschichten der württembergischen Infanterie-Regimenter.
Persönliche Daten
Geboren: 5. November 1894 in Böttingen
Eltern:
Vater: Johannes Dreßler (*22.07.1863)
Mutter: Rosina geb. Schad aus Kolbingen
Zivilberuf: Harmonikamacher (Akkordeonbauer)
Dienstgrad: Musketier
Sterbedatum: 8. Juli 1916
Todesart: Gewehrkugel
Sterbeort: Bei Ovillers-la-Boisselle (Schlacht an der Somme)
Teilnahme an:
Schlacht an der Somme (auch Schlacht bei Bapaume -Serre genannt)
Stellungskämpfe bei Ovillers (6. Juni – 22. Juli 1916)
Einheit:10. Württembergisches Infanterie-Regiment Nr. 180
Tod am 8. Juli 1916 während der heftigsten Kämpfe um den Abschnitt "Ovillers"
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Veslud (Département Aisne, Frankreich)
Gesamtbelegung: 1.704 Tote
Lage: Das Gräberfeld liegt etwa 15 km nordöstlich von Laon
Die Schlacht an der Somme (Juli–November 1916) war eine der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs. Der Abschnitt Ovillers-la-Boisselle war besonders umkämpft:
Am 1. Juli 1916 erlitten die Briten hier ihre höchsten Verluste an einem einzigen Tag
Die deutschen Stellungen bei Ovillers wurden von württembergischen Einheiten verteidigt
Der 8. Juli 1916 fiel in die Phase heftiger britischer Angriffe auf die zweite deutsche Linie
Als Harmonikamacher stammte Dreßler aus einem traditionellen Handwerk der Region
Sein Tod durch Gewehrkugel deutet auf Infanteriegefechte in relativ kurzer Distanz hin
Die kurze Lebensspanne von 21 Jahren steht symbolisch für die "verlorene Generation"
Alfons Dreßler – der Musikinstrumentenbauer, der in der Hölle der Somme starb – verkörpert die Tragik einer Generation, die ihre Melodien im Donner der Geschütze verlor. Während seine Harmonikas vielleicht noch heute irgendwo spielen, fand er seine letzte Ruhe unter 1.703 Kameraden in Veslud.
"Seine Hände, geschaffen für die Musik, gruben sich zuletzt in die Erde der Somme – dort, wo eine ganze europäische Jugend ihre Unschuld verlor."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräfberfürsorge (Gräbersuche: "Veslud" und "Dreßler"); Regimentsgeschichten der württembergischen Infanterie-Regimenter 125/126.
Persönliche Daten
Geboren: 27. Mai 1899 in Böttingen
Eltern:
Vater: Markus Dreßler (1864–1951)
Mutter: Maria Ursula geb. Schad aus Kolbingen (1869–1899) – verstarb am Tag nach seiner Geburt
Stiefmutter: Pauline Dreßler (geb. Schad, Schwester der verstorbenen Mutter)
Beruf: Student
Dienstgrad: Gefreiter
Sterbedatum: 17. Oktober 1918
Todesart: Steckschuss (nicht tödlich explodierendes Projektil)
Letzte Schlacht: Schlacht bei Amiens (Hunderttageoffensive)
Kriegseinsatz
Teilnahme am Frankreichfeldzug
Schlacht bei Amiens (August-Oktober 1918) – eine der entscheidenden Schlachten der Hunderttageoffensive
Gefallen nur 25 Tage vor Kriegsende in den letzten Gefechten der Alliierten Offensive
Familientragödie
Seine Mutter starb am 28. Mai 1899 – nur einen Tag nach seiner Geburt
Der Vater heiratete daraufhin Pauline Schad, die Schwester der Verstorbenen
Franz Xaver wuchs ohne leibliche Mutter auf
Grabstätte
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Frasnoy (Département Nord, Frankreich)
Gesamtbelegung: 4.477 Tote
Lage: Das Gräberfeld liegt etwa 20 km südöstlich von Lille
Historischer Kontext
Die Schlacht bei Amiens (8. August–11. November 1918) markierte den Beginn der alliierten Hunderttageoffensive. Der 17. Oktober 1918 fiel in die Phase der Verfolgungskämpfe, als die deutschen Truppen sich nach Osten zurückzogen. Ein Steckschuss – oft durch Schrapnellkugeln verursacht – war eine typische Verletzung in diesen Bewegungskämpfen.
Vermächtnis
Franz Xaver Dreßlers Schicksal verbindet zwei Tragödien:
Eine Geburt, die den Tod der Mutter bedeutete
Geboren: 24. März 1888 in Spaichingen
Eltern:
Johann Josef Benne (Vater) und Maria Theresia geb. Honer (beide aus Spaichingen)
Zivilberuf: Gastwirt
Dienstgrad: Sergeant
Sterbedatum: 17. Oktober 1918
Todesort: Le Conteau (Frankreich)
Todesumstand: Durch Granattreffer
Kriegseinsatz
Teilnahme an:
Schlacht von Le Conteau (Teil der alliierten Hunderttageoffensive)
Weitere Kämpfe während der Hunderttageoffensive (August–Oktober 1918)
Letzte Tage: Gefallen nur 25 Tage vor Kriegsende (11. November 1918)
Einheit: Infanterie Regiment 479
Begraben in: Le Conteau (vermutlich im Bereich des heutigen Deutschen Soldatenfriedhofs Le Cateau)
Gesamtbelegung: 5.522 Tote – sein Grab ist Teil einer großen Gemeinschaftsanlage
Historischer Kontext
Die Schlacht von Le Conteau (auch Schlacht bei Le Cateau) im Oktober 1918 war eine der letzten großen Abwehrschlachten der deutschen Truppen. Während des Rückzugs zur Hermannstellung versuchten deutsche Einheiten, den alliierten Vormarsch zu verzögern. Der intensive Artilleriebeschuss, dem Benne zum Opfer fiel, war typisch für die Endphase des Krieges.
Leopold Benne steht für Tausende Soldaten, die in den letzten Kriegswochen fielen – als Gastwirt aus Spaichingen, der fern der Heimat in einer Schlacht starb, die heute kaum noch erinnert wird. Sein Name findet sich auf:
Gedenkstätte Friedhof Böttingen
Volksbund-Datenbank (als Gefallener des Soldatenfriedhofs Le Cateau)
„Er fiel, als der Frieden schon greifbar schien – wie so viele im letzten Herbst des Krieges.“
Quellenhinweis:
Details zur Grablage können beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (www.volksbund.de) mit den Suchbegriffen „Le Cateau“ und „Benne“ verifiziert werden.
Geboren: 3. April 1887 in Böttingen
Eltern:
Vater: Josef Huber (*19.05.1849, †07.07.1908)
Mutter: Maria geb. Lehr (*28.09.1849, †28.06.1925)
Dienstgrad: Ersatz-Reservist
Vermisst seit: 16. Juni 1915
Sterbeort: Schlacht am Bellewaerde Ridge (Grenzgebiet Frankreich/Belgien)
Todesdatum: 16. Juni 1915
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1914/15
Schlacht am Bellewaerde Ridge (Juni 1915)
Einheit: Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 246
Vermisst seit 16. Juni 1915 während der britisch-deutschen Stellungskämpfe in Flandern
Begraben: Vermutlich Deutscher Soldatenfriedhof Lille-Süd (Frankreich)
Hintergrund: Bei Lille befanden sich zentrale Sammlungsfriedhöfe für Gefallene der Frühjahrs- und Sommerkämpfe 1915 in Flandern
Die Schlacht am Bellewaerde Ridge (Juni 1915):
Teil der Zweiten Flandernschlacht (Ypern-Bogen)
Britischer Angriff zur Einnahme der strategischen Höhenstellung
Verlauf entlang der französisch-belgischen Grenze bei Ypern
Der 16. Juni 1915 war Hauptkampftag mit hohen Verlusten auf beiden Seiten
Als Ersatz-Reservist wurde Huber bereits in den ersten Kriegsmonaten eingezogen
Sein Vermisstendatum fiel in die Phase erbitterter Stellungskämpfe
Der Bellewaerde Ridge war Schauplatz mehrerer Schlachten 1914–1917
Mit 28 Jahren gehörte er zur älteren Jahrgangskohorte
Friedrich Huber – der bereits 1915 vermisst wurde – gehört zu den frühen Opfern des Stellungskrieges in Flandern. Sein Schicksal an der Grenze zwischen Frankreich und Belgien symbolisiert die Tragik eines Krieges, der schon nach wenigen Monaten in blutigen Grabenkämpfen erstarrte.
"An der Grenze zwischen zwei Ländern verlor er sein Leben – in einem Krieg, der alle Grenzen sprengte."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Lille-Süd" und "Huber"); Vermisstenlisten 1915 des Württembergischen Kriegsministeriums; Regimentsgeschichten der württembergischen Infanterie; Britische Frontberichte zur Schlacht am Bellewaerde Ridge.
Geboren: 24. März 1897 in Böttingen
Eltern:
Vater: Johann Nepomuk Häring (*15.07.1873, †24.10.1947)
Mutter: Franziska geb. Flad (*15.11.1873, †23.02.1945)
Dienstgrad: Musketier
Vermisst seit: 18. Oktober 1918
Sterbeort: Schlacht bei Valenciennes (Nordfrankreich)
Todeszeitraum: Oktober 1918 (in der Hunderttageoffensive)
Frankreichfeldzug 1918 (Deutsche Frühjahrsoffensive)
Schlacht bei Valenciennes (Oktober 1918)
Einheit: Infanterie Regiment 479
Vermisst am 18. Oktober 1918 während der Abwehrkämpfe an der Schelde
Gesamtbelegung: 5.522 Tote
Hintergrund: Nach Kriegsende erfolgte Umbettung aus Feldgräbern der Schlacht bei Valenciennes
Teil der Hunderttageoffensive der Alliierten
Entscheidende Kämpfe um den Schelde-Kanal
Deutsche Truppen verteidigten die Hermannstellung
Der 18. Oktober 1918 markierte den Beginn der Einnahme Valenciennes durch kanadische Truppen
Als Vermisster blieb sein Schicksal zunächst ungewiss
Die späte Grabmeldung war typisch für die Wirren des Kriegsendes
Mit 21 Jahren gehörte er zur jungen Generation, die den gesamten Krieg erlebte
Seine Mutter überlebte ihn nur um knapp 27 Jahre
"Er wurde vermisst, als der Krieg schon verloren war – doch für seine Familie begann mit dem Waffenstillstand das Warten auf Gewissheit."
Quelle: VolksbundDeutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Le Chateau" und "Häring"); Vermisstenlisten des Württembergischen Kriegsministeriums; Regimentsgeschichten der württembergischen Infanterie.
Landwirt
Geboren: 28. Dezember 1880 in Böttingen
Eltern:
Vater: Hilar Grimm (*12.08.1845, †07.12.1900)
Mutter: Eleonora geb. Grimm (*21.02.1847, †15.08.1931)
Beruf: Landwirtschaftlicher Betrieb („s´Hilar´s“)
Dienstgrad: Landsturmmann
Sterbedatum: 25. April 1917
Todesart: Verschüttung (durch Artillerie- oder Mineneinsatz)
Sterbeort: Flandern, vermutlich bei Ypern
Teilnahme an:
Flandernschlacht (insbesondere Zweite Flandernschlacht 1917)
Kämpfe im Raum Ypern
Einheit: Kgl. Württemb. Infanterie-Regiment Nr. 413
Tod am 25. April 1917 während der Vorbereitungen zur Dritten Flandernschlacht
Ursprünglich: Vermutlich bei Teubvielen (Ort nicht eindeutig identifizierbar) bestattet
Aktuell: Deutscher Soldatenfriedhof Menen (Belgien)
Gesamtbelegung: ca. 48.000 Tote
Hintergrund: Nach Kriegsende erfolgten Umbettungen aus umliegenden Feldgräbern
Die Zweite Flandernschlacht (April–Mai 1917):
Vorphase der Dritten Flandernschlacht (auch Schlacht von Passchendaele)
Intensive Stellungskämpfe um den Ypern-Bogen
Besonders hohe Verluste durch Minenkrieg und Trommelfeuer
Der 25. April 1917 fiel in die Phase heftiger Grabenkämpfe
Als Landsturmmann gehörte Grimm einer älteren Jahrgangsreserve an
Verschüttung war eine typische Todesart im Minen- und Artilleriekrieg Flanderns
Die Umbettung nach Menen war kennzeichnend für die zentralen Sammlungsfriedhöfe der 1920_er Jahre
Mit 36 Jahren war er deutlich älter als der Durchschnittsoldat
Josef Grimm – der Bauernsohn aus Böttingen – wurde zum Opfer des industrialisierten Krieges in Flandern. Sein Schicksal der Verschüttung und späteren Umbettung teilt er mit Zehntausenden, deren Gräber der Krieg nicht respektierte.
"Zuerst verschüttet vom Krieg, dann umgebettet vom Frieden – seine letzte Ruhe fand er unter 48.000 Schicksalsgenossen in Menen."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Menen" und "Grimm"); Kriegsgräberlisten der Bayerischen Kriegsstammrolle; Archivunterlagen zur Umbettung nach Menen.
Geboren: 23. Mai 1896 in Böttingen
Familie:
Bruder: Ernst Huber (Vater von Heinz Huber)
Eltern: Noch nicht ermittelt
Dienstgrad: Musketier
Vermisst seit: 16. Juni 1916
Sterbeort: Schlacht an der Somme
Todesdatum: 16. Juni 1916 (bei Gefallen)
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1914–1916
Schlacht an der Somme (Juli–November 1916)
Einheit: Res.-Inf.-Regiment Nr. 119/5. Komp.
Vermisst am 16. Juni 1916 während der ersten Phase der Somme-Schlacht
Vermutete Ruhestätte: Deutscher Soldatenfriedhof Bray-sur-Somme (Département Somme, Frankreich)
Hintergrund: Der Friedhof in Bray-sur-Somme wurde ab 1920 als zentrale Sammelstätte für Gefallene der Somme-Schlacht angelegt
Die Schlacht an der Somme (Juni–November 1916):
Eine der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs
Beginn der alliierten Großoffensive am 1. Juli 1916
Der 16. Juni 1916 fiel in die Vorbereitungsphase der Schlacht
Intensive Artilleriegefechte und Vorstöße prägten diese Tage
Als Musketier gehörte Huber zur frontkämpfenden Infanterie
Sein Vermisstendatum liegt in der heißen Phase der Somme-Kämpfe
Mit 20 Jahren war er typischer Vertreter der jungen Kriegsgeneration
Sein Neffe Heinz Huber gehört zur nächsten Generation der Familie
Otto Franz Huber – der junge Böttinger, der in der Hölle der Somme verschwand – teilt das Schicksal Hunderttausender, deren Gräber in der zerschossenen Erde der Picardie liegen. Sein Vermisstenschicksal ist typisch für die Ungewissheit, die unzählige Familien nach dem Krieg quälte.
"Verschüttet von der Erde der Somme – vermisst in den Herzen der Daheimgebliebenen."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Bray-sur-Somme" und "Huber"); Vermisstenlisten 1916 des Württembergischen Kriegsministeriums; Regimentsgeschichten der württembergischen Infanterie; Historische Dokumentation zur Somme-Schlacht.
Geboren: 10. Oktober 1892 in Böttingen
Eltern:
Vater: Thomas Kästle (*23.05.1861, †10.08.1943)
Mutter: Clara geb. Mattes (*26.06.1863 Bubsheim, †16.10.1934 Spaichingen)
Dienstgrad: Ersatz-Reservist
Sterbedatum: 2. August 1917
Todesart: Kopfschuss
Sterbeort: Langemarck, Flandern (Belgien)
Teilnahme an:
Schlacht an der Somme (1916)
Kämpfe an der Siegfriedfront (Hindenburglinie)
Dritte Flandernschlacht bei Langemarck (1917)
Einheit: Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 119 5. Komp.
Gefallen am 2. August 1917 in der zweiten Phase der Dritten Flandernschlacht
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Langemarck (Belgien)
Gesamtbelegung: 44.304 Tote
Besonderheit: Der Friedhof ist einer der größten deutschen Soldatenfriedhöfe in Flandern
Die Dritte Flandernschlacht (Juli–November 1917):
Auch bekannt als Schlacht von Passchendaele
Geprägt durch extreme Witterungsbedingungen und Schlamm
Langemarck war ein zentraler Kampfabschnitt
Der 2. August 1917 fiel in die Phase heftigster Grabenkämpfe
Besonderheiten
Als Ersatz-Reservist wurde Kästle trotz älteren Alters eingezogen
Kopfschuss deutet auf Scharfschützen oder MG-Beschuss hin
Mit 24 Jahren war er im Vergleich zu vielen Frontsoldaten etwas älter
Seine Mutter stammte aus Bubsheim, sein Sterbeort ist mythischer Ort des "Mythos von Langemarck"
Dominikus Kästle – der Ersatz-Reservist aus Böttingen – fand sein Ende in einem der symbolträchtigsten Schlachtfelder Flanderns. Sein Tod in Langemarck verbindet sich mit der Tragik eines Ortes, der bereits 1914 zum Symbol jugendlichen Opfergangs geworden war.
"In Langemarck, wo der Mythos der Jugend begraben liegt, fand auch der Ersatz-Reservist aus Böttingen seine letzte Ruhe – ein stilles Opfer in einer lauten Schlacht."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Langemarck" und "Kästle"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Historische Dokumentation zur Dritten Flandernschlacht.
Geboren: 11. November 1893 in Böttingen
Eltern:
Vater: Thomas Kästle (*23.05.1861, †10.08.1943)
Mutter: Clara geb. Mattes (*26.06.1863 Bubsheim, †16.10.1934 Spaichingen)
Sterbedatum: 22. August 1914
Todesart: Gefallen im Gefecht
Sterbeort: Schlacht an der Sambre bei Barancy
Teilnahme an:
Schlacht an der Sambre (August 1914)
Gefecht bei Barancy (22. August 1914)
Einheit: Grenadier-Regiment Königin Olga Königreich Württemberg (Württembergisches) Nr.119
Gefallen am 22. August 1914 in den ersten Kriegswochen
Begraben auf: Deutsch-französischer Soldatenfriedhof Mousson-Barancy (Belgien)
Lage: An der N88, 1 km westlich Barancy (Friedhof Nr. 124)
Belegung:
511 deutsche Gefallene
431 französische Gefallene
Gesamt: 1.282 Tote
Besonderheit: Gemeinsames Gräberfeld für Gefallene der Augustkämpfe 1914 sowie der Jahre 1916–1917
Die Schlacht an der Sambre (August 1914):
Teil der Grenzschlachten zu Beginn des Ersten Weltkriegs
22. August 1914 war einer der blutigsten Tage des gesamten Krieges
Deutsche und französische Truppen trafen bei Barancy aufeinander
Hohe Verluste auf beiden Seiten durch Frontalangriffe
Johannes Kästle gehörte zu den ersten Gefallenen aus Böttingen
Sein Tod ereignete sich nur 18 Tage nach Kriegsausbruch
Mit 20 Jahren war er typisch für die junge Kriegsgeneration
Sein Bruder Dominikus Kästle fiel 1917 in Flandern
Die gemeinsame Bestattung mit französischen Soldaten symbolisiert die Tragik des Krieges
Johannes Kästle – einer der ersten Gefallenen Böttingens – fand seine letzte Ruhe Seite an Seite mit seinen ehemaligen Gegnern. Sein früher Tod im August 1914 steht symbolisch für die ahnungslose Begeisterung, mit der eine ganze Generation in den Krieg zog.
"Noch wähnte man den Krieg im August 1914 kurz – doch für Johannes Kästle endete er bereits nach 18 Tagen in der Erde Belgiens."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge; Gräberliste Mousson-Barancy; Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Historische Aufzeichnungen zu den Grenzschlachten 1914.
Geboren: 13. August 1891 in Böttingen
Eltern:
Vater: Thomas Kästle (*23.05.1861, †10.07.1943)
Mutter: Clara geb. Mattes (*26.06.1863 Bubsheim, †16.10.1934 Spaichingen)
Dienstgrad: Gefreiter
Sterbedatum: 6. April 1918
Todesart: Artilleriegeschoss
Sterbeort: Operation Michael (bei Miraumont)
Teilnahme an:
Große Schlacht in Frankreich (1914–1918)
Flandern (1914–1917)
Italien (1917)
Russland (1915–1917)
Operation Michael (Frühjahrsoffensive 1918)
Einheit: Feld-Artillerie-Regiment Königreich Württemberg
(2. Württembergisches) Nr. 29
Gefallen am 6. April 1918 in der dritten Phase der deutschen Frühjahrsoffensive
Begraben: Nördlich der Straße bei Miraumont (Département Somme, Frankreich)
Hintergrund:
Der Militärfriedhof wurde nach dem Waffenstillstand angelegt
Umbettung: Gräber wurden von den Schlachtfeldern um Courcelette und kleinen Friedhöfen um Miraumont zusammengeführt
Operation Michael (21. März – 10. April 1918):
Letzte große deutsche Offensive des Krieges
Beteiligung der 2., 17. und 18. Armee
Durchschnittlich 1.386.585 Soldaten im Einsatz
Gesamtverluste der Offensive:
64.192 Erkrankte
181.694 Verwundete
35.163 Gefallene
22.701 Vermisste
Leonhard Kästle war Erfahrungssoldat mit Einsätzen an vier Fronten
Sein Tod durch Artilleriegeschoss war typisch für die Materialschlachten 1918
Mit 26 Jahren gehörte er zu den erfahreneren Frontsoldaten
Sein Bruder Johannes fiel 1914, sein Bruder Dominikus 1917
Die späte Umbettung war charakteristisch für die Friedhofsanlagen nach 1918
Leonhard Kästle – der vielerfahrene Soldat, der an allen großen Fronten des Weltkriegs kämpfte – fand sein Ende in der letzten Hoffnungsoffensive des Deutschen Reiches. Sein Schicksal spiegelt die Tragik der Operation Michael wider: trotz anfänglicher Erfolge und hoher Opfer blieb der Durchbruch aus, der den Krieg hätte wenden können.
"Vier Jahre, vier Fronten – doch seine letzte Schlacht fand in den Feldern der Somme statt, wo schon 1916 das Grauen begonnen hatte."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge; Sanitätsbericht über das deutsche Heer 1914–1918; Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Historische Dokumentation zur Operation Michael.
Geboren: 10. Februar 1892 in Böttingen
Beruf: Landwirt
Eltern:
Vater: Peter Lehr (*17.01.1852, †05.08.1921)
Mutter: Elisabeth geb. Mattes (*09.05.1869)
Dienstgrad: Landsturmmann
Sterbedatum: 21. Februar 1916
Todesart: Artilleriegeschoss
Sterbeort: Schlacht um Verdun
Teilnahme an:
Schlacht um Verdun (Februar–Dezember 1916)
Einheit: 9. Württembergisches Infanterie-Regiment Nr. 127
Gefallen am 21. Februar 1916 – am ersten Tag der deutschen Großoffensive bei Verdun
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Viéville (Département Meuse, Frankreich)
Gesamtbelegung: 1.179 Tote
Lage: Der Friedhof liegt etwa 40 km nordwestlich von Verdun
Die Schlacht um Verdun (21. Februar – 19. Dezember 1916):
Eine der blutigsten Materialschlachten des Ersten Weltkriegs
Gesamtverluste: Über 700.000 Opfer
305.000 Tote und Vermisste (deutsch und französisch)
400.000 Verwundete (deutsch und französisch)
Der 21. Februar 1916 markierte den Beginn mit massivem Artilleriebeschuss
Die Schlacht wurde zum Symbol für die Sinnlosigkeit des Stellungskrieges
Als Landwirt gehörte Lehr zur bäuerlichen Bevölkerung, die besonders stark vom Krieg betroffen war
Sein Tod durch Artilleriegeschoss war typisch für die Vernichtungsschlacht von Verdun
Mit 24 Jahren fiel er in einer der verlustreichsten Schlachten des Krieges
Als Landsturmmann gehörte er einer älteren Jahrgangsreserve an
Anton Lehr – der Landwirt aus Böttingen – wurde am ersten Tag der Hölle von Verdun ausgelöscht. Sein Schicksal steht für Zehntausende, die in der "Blutmühle" von Verdun ihr Leben ließen, ohne dass nennenswerte Geländegewinne erzielt wurden.
"Sein letzter Tag war der erste Tag von Verdun – dem Ort, an dem eine ganze Generation zwischen Granattrichtern begraben wurde."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Viéville" und "Lehr"); Sanitätsbericht über das deutsche Heer 1914–1918; Kriegsstammrollen der Landsturm-Infanterie; Historische Dokumentation zur Schlacht um Verdun.
Dienstgrad: Infanterist
Sterbedatum: 11. November 1918
Todesart: Verwundung im Lazarett
Sterbeort: Bonn (Deutschland)
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1918
Schlacht bei Amiens (August–November 1918)
Einheit: Infanterie Regiment Nr. 476 (Kgl. Württemb.)
Verwundet: in den verlustreichen Kämpfen bei Amiens
Gestorben: am:
Waffenstillstandstag, 11. November 1918
Begraben auf: Soldatenfriedhof Bonn (Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
Gesamtbelegung: 3.517 Tote
Besonderheit: Ruhestätte für deutsche Gefallene des Ersten und Zweiten Weltkriegs
Die Schlacht bei Amiens (8. August – 11. November 1918):
Beginn der Hunderttageoffensive der Alliierten
Letzte große alliierte Offensive des Krieges
11. November 1918: Waffenstillstand von Compiègne trat um 11:00 Uhr in Kraft
Salomon Lehr starb am Tag des Waffenstillstands an seinen Verwundungen
Mit 19 Jahren gehörte Lehr zur jüngsten Soldatengeneration
Sein Tod am 11. November 1918 macht sein Schicksal besonders tragisch
Die Verwundung bei Amiens ereignete sich in der Endphase des Krieges
Sein Grab in Bonn deutet auf Verlegung in ein deutsches Lazarett hin
Salomon Lehr – der junge Infanterist aus Böttingen – überlebte die Kämpfe bei Amiens, starb aber ausgerechnet am Tag des Waffenstillstands an seinen Verwundungen. Sein Schicksal symbolisiert die bittere Ironie des Kriegsendes: Während die Glocken den Frieden läuteten, starben noch die letzten Verwundeten.
"Die Glocken läuteten den Frieden ein – doch für Salomon Lehr kam er einen Tag zu spät."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Bonn" und "Lehr"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Lazarettunterlagen und Sterberegister Bonn; Historische Dokumentation zur Schlacht bei Amiens.
Geboren: 11. Dezember 1893 in Böttingen
Eltern:
Vater: Konrad Mattes (*22.11.1865, †08.05.1949) - Zimmermann
Mutter: Katharina geb. Mattes (*09.08.1863, †22.10.1941)
Dienstgrad: Musketier
Sterbedatum: 27. September 1916
Todesart: Lungendurchschuss
Sterbeort: Schlacht bei Morval (Somme)
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1914–1916
Schlacht an der Somme (Juli–November 1916)
Schlacht bei Morval (25.–28. September 1916)
Einheit: Armierungs-Bataillon 131/1 Komp.
Württembergisches Pionier-Bataillon Nr.13
Scheinwerferzug PB 13
Gefallen am 27. September 1916 während des britischen Großangriffs
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Beaumetz (Département Somme, Frankreich)
Lage: Südwestlich von Bapaume gelegen
Hintergrund: Sammelfriedhof für Gefallene der Somme-Schlachten 1916–1918
Die Schlacht bei Morval (25.–28. September 1916):
Teil der Somme-Schlacht
Angriff der britischen Vierten Armee auf die Dörfer Morval, Gueudecourt und Lesbœufs
Deutsche Truppen verteidigten die zweite Stellung der Somme-Front
Der 27. September 1916 war Hauptkampftag mit hohen Verlusten auf beiden Seiten
Als Musketier gehörte Mattes zur frontkämpfenden Infanterie
Lungendurchschuss deutet auf direkte Infanteriegefechte hin
Mit 22 Jahren war er typischer Vertreter der jungen Kriegsgeneration
Sein Vater war Zimmermann – ein Handwerk, das an der Front beim Stellungsbau wertvoll war
August Mattes – der junge Böttinger – fiel in einer der entscheidenden Phasen der Somme-Schlacht. Sein Tod bei Morval steht für die verlustreichen Abwehrkämpfe der deutschen Truppen im Herbst 1916, als die Alliierten trotz hoher Verluste langsam vorrückten.
"In den Feldern von Morval, wo die britische Vierte Armee vorrückte, verblutete August Mattes für einen Meter Geländegewinn."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Beaumetz" und "Mattes"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Britische Frontberichte zur Schlacht bei Morval; Historische Dokumentation zur Somme-Schlacht.
Geboren: 24. April 1894 in Böttingen
Eltern:
Vater: Johannes Nepomuk Mattes (*16.05.1858, †07.01.1934)
Mutter: Marianne geb. Huber (*01.11.1860, †26.01.1917)
Dienstgrad: Ersatz-Reservist
Sterbedatum: 16. Juli 1917
Todesart: Gefallen bei Bullecourt (Frankreich)
Sterbeort: Schlacht an der Somme
Teilnahme an:
Schlacht an der Somme (1916–1917)
Kämpfe an der Siegfriedfront (Hindenburglinie)
Flandern (1915–1916)
Schlacht bei Bullecourt (April–Mai 1917)
Einheit: Kgl. Württemb. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 119
Gefallen am 16. Juli 1917 während britischer Angriffe an der Somme
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville (Département Somme, Frankreich)
Gesamtbelegung: 7.885 Tote
Lage: Nördlich von Amiens gelegen
Die Kämpfe bei Bullecourt (April–Mai 1917):
Teil der Somme-Schlachten 1917
Britische Angriffe auf die Hindenburglinie
Der 16. Juli 1917 fiel in die Phase heftiger Stellungskämpfe
Trotz des offiziellen Endes der Somme-Schlacht im November 1916 gingen die Kämpfe im Somme-Gebiet 1917 weiter
Als Ersatz-Reservist wurde Mattes trotz älteren Alters eingezogen
Seine Mutter starb wenige Monate vor ihm (Januar 1917)
Mit 23 Jahren gehörte er zur jungen Kriegsgeneration
Bullecourt war Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen deutschen und britischen Truppen
Adolf Mattes – der Ersatz-Reservist aus Böttingen – überlebte die großen Somme-Schlachten 1916, fiel aber ein Jahr später in den Nachfolgegefechten. Sein Schicksal zeigt, dass der Krieg auch nach den großen Materialschlachten unvermindert weiter opferte.
Überlebte die große Somme-Schlacht 1916, doch ein Jahr später holte ihn der Krieg in derselben Erde ein."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Hautecourt-lès-Broville" und "Mattes"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Britische Frontberichte zu Bullecourt; Historische Dokumentation zu den Somme-Kämpfen 1917.
Geboren: 29. Juli 1891 in Böttingen
Eltern: Noch nicht ermittelt
Dienstgrad: Ersatz-Reservist
Vermisst seit: 9. Dezember 1914
Amtlich tot erklärt: 10. Januar 1920
Sterbeort: Vermutlich Schlacht an der Aisne
Teilnahme an:
Argonnenschlacht (Herbst 1914)
Schlacht an der Somme (1914)
Schlacht an der Aisne (September–Dezember 1914)
Einheit: Reserve Infanterie-Regiment Nr. 127 4. Komp. &
9. Württembergisches Infanterie-Regiment Nr. 127
Vermisst am 9. Dezember 1914 in der Endphase der Herbstkämpfe 1914
Vermutete Ruhestätte: Im Raum Verdun oder Umgebung
Hintergrund:
Als Vermisster ohne bekanntes Grab
Mögliche spätere Umbettung in einen Sammelfriedhof
Viele Vermisste der Herbstkämpfe 1914 wurden nie identifiziert
Die Schlacht an der Aisne (September–Dezember 1914):
Teil des „Wettlaufs zum Meer“
Übergang vom Bewegungs- zum Stellungskrieg
Der 9. Dezember 1914 markierte das Ende der Herbstoffensiven
Erste Grabenkämpfe mit hohen Verlusten durch Artillerie und Maschinengewehre
Als Ersatz-Reservist wurde Mattes bereits in den ersten Kriegsmonaten eingezogen
Sein Vermisstendatum fiel in die Phase der Erstarrung der Front
Die amtliche Toterklärung 1920 war typisch für langjährige Vermisstenschicksale
Der Hofname „Maxen“ weist auf einen landwirtschaftlichen Betrieb hin
Johannes Mattes – einer der frühen Vermissten des Krieges – verschwand in der Übergangsphase vom Bewegungs- zum Stellungskrieg. Sein Schicksal steht für Tausende Soldaten, die in den Wirren der Herbstkämpfe 1914 spurlos verschwanden und deren Angehörige jahrelang auf Gewissheit warteten.
"Verschollen in den ersten Kriegsmonaten – für tot erklärt in den ersten Friedensjahren. Sein Grab blieb das Niemandsland der Aisne."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Vermisstensuche); Württembergische Vermisstenlisten 1914–1920; Regimentsgeschichten der württembergischen Infanterie; Historische Dokumentation zu den Herbstkämpfen 1914.
Geboren: 29. Juli 1890 in Böttingen
Beruf: Schreiner (Tischler)
Eltern:
Vater: Bonaventur Mattes (*28.11.1859, †28.10.1931)
Mutter: Sophia geb. Grimm (*18.02.1860, †24.06.1930)
Dienstgrad: Infanterist
Vermisst seit: 9. September 1916
Amtlich tot erklärt: 10. Januar 1920
Sterbeort: Vermutlich Kämpfe bei Verdun
Teilnahme an:
Argonnenschlacht (1914–1915)
Kämpfe bei Verdun (1916)
Einheit: Res. Infanterie Reg.127 4. Komp.
Vermisst am 9. September 1916 während der Höhepunkte der Schlacht um Verdun
Vermutete Ruhestätte: Im Raum Verdun oder Umgebung
Hintergrund:
Als Vermisster der Verdun-Schlacht ohne bekanntes Grab
Mögliche spätere Umbettung in einen der großen Sammelfriedhöfe um Verdun
Viele Vermisste von Verdun wurden nie geborgen oder identifiziert
Die Schlacht um Verdun (Februar–Dezember 1916):
Eine der blutigsten Materialschlachten des Ersten Weltkriegs
September 1916: Phase heftiger französischer Gegenoffensiven
Der 9. September 1916 fiel in die Kämpfe um Fort Douaumont und Fort Vaux
Über 300.000 Tote und Vermisste auf beiden Seiten
Als Schreiner verfügte Mattes über handwerkliche Fähigkeiten, die im Stellungskrieg wertvoll waren
Sein Vermisstendatum fiel in die entscheidende Phase der Verdun-Schlacht
Die amtliche Toterklärung 1920 nach fast vier Jahren Ungewissheit
Beide Eltern starben in den 1930er Jahren, ohne das Schicksal ihres Sohnes vollständig geklärt zu haben
Johann Baptist Mattes – der Schreiner aus Böttingen – verschwand in der „Blutmühle“ von Verdun. Sein Vermisstenschicksal ist typisch für die Materialschlachten, in denen Soldaten durch Artilleriefeuer buchstäblich von der Erde verschluckt wurden.
"Sein Handwerk war das Präzise – doch sein Tod war das Chaos von Verdun. Verschüttet von der Erde, die er nie wieder verließ."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Vermisstensuche); Württembergische Vermisstenlisten 1916–1920; Sterberegister Böttingen; Historische Dokumentation zur Schlacht um Verdun.
Geboren: 15. März 1889 in Böttingen
Dienstgrad: Reservist
Eltern: Noch nicht ermittelt
Sterbedatum: 24. Dezember 1914
Todesart: Granatsplitter
Sterbeort: Argonnen, bei Boureuilles (Frankreich)
Teilnahme an:
Kämpfe in und an den Argonnen (Winter 1914)
Gefecht bei Boureuilles (24. Dezember 1914)
Einheit: Reserve Infanterie Reg.127
Gefallen am 24. Dezember 1914 – am Heiligabend
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse (Département Meuse, Frankreich)
Gesamtbelegung: 11.281 Tote
Lage: Nördlich von Verdun an der Maas gelegen
Die Kämpfe in den Argonnen (Winter 1914):
Teil der ersten Stellungskämpfe nach dem „Wettlauf zum Meer“
Boureuilles lag im Zentrum der Argonnenfront
Der 24. Dezember 1914 war geprägt von Weihnachtsgefechten trotz lokaler Waffenruhen an anderen Frontabschnitten
Die Argonnen waren Schauplatz erbitterter Wald- und Grabenkämpfe
Als Reservist gehörte Mattes zur ersten Aufstellungswelle
Sein Tod durch Granatsplitter war typisch für die Artilleriegefechte des Stellungskriegs
Der Tod am Heiligabend macht sein Schicksal besonders symbolträchtig
Mit 25 Jahren gehörte er zur älteren Jahrgangskohorte der ersten Kriegsmonate
Johann Baptist Mattes II – der Reservist aus Böttingen – fiel am Heiligabend 1914 in den eisigen Wäldern der Argonnen. Sein Schicksal steht für die ersten Opfer des festgefahrenen Stellungskrieges, der die Hoffnung auf einen schnellen Kriegsend bereits nach wenigen Monaten begrub.
"An dem Tag, an dem daheim die Christbäume geschmückt wurden, traf ihn in den Argonnen der Granatsplitter – das erste Weihnachtsopfer aus Böttingen."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Brieulles-sur-Meuse" und "Mattes"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Gefechtsberichte der Argonnenfront Dezember 1914.
Geboren: 27. Januar 1896 in Böttingen
Eltern:
Vater: Bonaventur Mattes (*28.11.1859, †28.10.1931)
Mutter: Sophia geb. Grimm (*18.02.1860, †24.06.1930)
Dienstgrad: Musketier
Sterbedatum: 8. Juli 1916
Sterbeort: Schlacht an der Somme
Teilnahme an:
Schlacht an der Somme (Juli–November 1916)
Einheit: Infanterie-Regiment Nr. 126 Königreich Württemberg
Großherzog Friedrich von Baden (8. Württembergisches)
Gefallen am 8. Juli 1916 in der ersten Phase der Somme-Schlacht
Begraben: Im Raum Verdun (vermutlich auf einem deutschen Soldatenfriedhof in der Region)
Hintergrund:
Viele Gefallene der Somme-Schlacht wurden in Sammelfriedhöfen im Raum Verdun bestattet
Mögliche Friedhöfe: Consenvoye, Azannes, Ornes oder Hautecourt
Die Schlacht an der Somme (1. Juli – 18. November 1916):
Eine der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs
8. Juli 1916: Deutsche Truppen leisteten erbitterten Widerstand gegen britische Angriffe
Erste große Materialschlacht mit massivem Artillerieeinsatz
Über eine Million Gefallene, Verwundete und Vermisste auf beiden Seiten
Mit 20 Jahren gehörte Mattes zur jungen Kriegsgeneration
Sein Bruder Johann Baptist Mattes wurde 1916 bei Verdun vermisst
Die Eltern überlebten beide Söhne um mehr als ein Jahrzehnt
Der 8. Juli 1916 war der achte Tag der alliierten Großoffensive
Karl Josef Mattes – der zwanzigjährige Musketier aus Böttingen – fiel in der ersten Woche der Somme-Hölle. Sein Schicksal teilt er mit Hunderttausenden, die in dieser sinnlosen Materialschlacht ihr Leben ließen.
"Acht Tage nach Beginn der Somme-Schlacht war sein junges Leben schon zu Ende – geopfert für wenige Meter Geländegewinn."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge; Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Sterberegister Böttingen; Historische Dokumentation zur Schlacht an der Somme.
Geboren: 1. November 1894 in Böttingen
Eltern:
Vater: Wilhelm Mattes (*18.10.1867, †29.12.1940)
Mutter: Katharina geb. Mägerle (*26.07.1867, †06.12.1908)
Dienstgrad: Grenadier
Sterbedatum: 2. Januar 1915
Sterbeort: Gefallen bei Kozlow in Russland (vermutlich heute Ukraine)
Teilnahme an:
Russlandfeldzug 1914/15
Winterschlacht in den Karpaten (Winter 1914/15)
Einheit: Grenadier-Regiment Königin Olga Königreich Württemberg (Württembergisches) Nr.119
Gefallen am 2. Januar 1915 in den schweren Winterkämpfen
Begraben: In Russland/Ukraine, Friedhof unbekannt
Hintergrund:
Viele Gräber aus den Winterkämpfen 1914/15 blieben ungekennzeichnet
Spätere Umbettungen oft nicht möglich
Der Volksbund führt ihn in der Vermisstendatei
Die Winterschlacht in den Karpaten (Dezember 1914 – April 1915):
Erste große Gebirgskämpfe des Weltkriegs
Extreme Witterungsbedingungen bei bis zu -30°C
Kozlow (vermutlich Kozowa/Козова) in Galizien war umkämpft
Österreich-ungarische und deutsche Truppen gegen russische Armeen
Als Grenadier gehörte Mattes einer Elite Infanterie-Einheit an
Seine Mutter starb bereits 1908, er wuchs ohne sie auf
Der Tod im tiefsten Winter macht sein Schicksal besonders hart
Mit 20 Jahren fiel er in den ersten Kriegsmonaten
Norbert Mattes – der Grenadier aus Böttingen – erfror in den ukrainischen Karpaten, fern der Heimat. Sein Schicksal steht für die vergessenen Opfer der Ostfront, deren Gräber im ewigen Frost verschwanden.
"Während daheim der Schnee friedlich fiel, erfror er in den Karpaten – sein Grab blieb der eisige Wind Russlands."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Vermisstensuche); Württembergische Verlustlisten 1915; Regimentsgeschichten der Grenadier-Regimenter; Historische Karten der Karpatenkämpfe.
Geboren: 7. April 1886 in Böttingen
Dienstgrad: Landwehrmann
Eltern: Noch nicht ermittelt
Sterbedatum: 17. Dezember 1914
Todesart: Granatsplitter
Sterbeort: Schlacht an der Aisne (Frankreich)
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1914
Schlacht an der Aisne (September–Dezember 1914)
Einheit: Grenadier-Regiment Königin Olga Königreich Württemberg
(Württembergisches) Nr.119
Gefallen am 17. Dezember 1914 in der Endphase der Herbstkämpfe
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Peuvillers (Département Meuse, Frankreich)
Gesamtbelegung: 967 Tote
Lage: Nördlich von Verdun gelegen
Die Schlacht an der Aisne (September–Dezember 1914):
Teil des Übergangs zum Stellungskrieg nach dem „Wettlauf zum Meer“
Erste Grabenkämpfe mit massivem Artillerieeinsatz
Der 17. Dezember 1914 fiel in die Phase der Erstarrung der Front
Erste Erfahrungen mit dem modernen Materialkrieg
Als Landwehrmann gehörte Mägerle einer älteren Jahrgangsreserve an
Sein Tod durch Granatsplitter war typisch für die Artilleriegefechte des Stellungskriegs
Mit 28 Jahren war er deutlich älter als der Durchschnittsoldat 1914
Sein Vorname Bonifazius weist auf katholische Tradition hin
Bonifazius Mägerle – der Landwehrmann aus Böttingen – fiel in den ersten Grabenkämpfen an der Aisne, als der Krieg seinen Bewegungskrieg beendete und zur Materialschlacht erstarrte. Sein früher Tod steht für den Übergang in eine neue, schrecklichere Form des Krieges.
"Noch im Dezember 1914, als der Stellungskrieg begann, traf ihn der Granatsplitter – eines der ersten Opfer des Grabenkrieges aus Böttingen."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Peuvillers" und "Mägerle"); Kriegsstammrollen der württembergischen Landwehr; Gefechtsberichte der Aisne-Front Dezember 1914
Geboren: 7. Juli 1890 in Böttingen
Dienstgrad: Infanterist
Eltern: Noch nicht ermittelt
Sterbedatum: 5. April 1918
Todesart: Infanteriegeschoss
Sterbeort: 1. Frühjahrsschlacht 1918 (Fricourt/Ancre)
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1914–1918
Deutsche Frühjahrsoffensive 1918 (Operation Michael)
Einheit: 1. Infanterie-Regiment Alt-Württemberg Königreich Württemberg
( Württembergisches) Nr. 121
2.Kgl. Württembergisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 248
Gefallen am 5. April 1918 in der Schlussphase der Großen Schlacht in Frankreich
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Fricourt (Ancre, Département Somme, Frankreich)
Gesamtbelegung: 17.031 Tote
Lage: Bei Albert in der Somme-Region gelegen
Die Frühjahrsoffensive 1918 (21. März – 18. Juli 1918):
Letzte große deutsche Offensive des Krieges
5. April 1918: Kämpfe um die Ancre-Linie bei Fricourt
Teil der Schlacht bei Avre (4.–5. April 1918)
Trotz Anfangserfolge blieb der Durchbruch aus
Als Infanterist gehörte Mägerle zur frontkämpfenden Truppe
Infanteriegeschoss deutet auf Nahkampf oder MG-Beschuss hin
Mit 27 Jahren war er erfahrener Frontsoldat
Der Vorname Petrus weist auf katholische Tradition hin
Fricourt war bereits 1916 schwer umkämpft (Somme-Schlacht)
Petrus Mägerle – der Infanterist aus Böttingen – fiel in der letzten großen Hoffnungsoffensive des Deutschen Reiches. Sein Tod bei Fricourt, wo schon 1916 so viele Kameraden gefallen waren, symbolisiert die Tragik der Frühjahrsoffensive: trotz hoher Opfer blieb die Wende des Krieges aus.
"In derselben Erde, die schon 1916 das Blut seiner Kameraden getrunken hatte, fand er 1918 sein Ende – im letzten Aufbäumen einer sterbenden Armee."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Fricourt" und "Mägerle"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Gefechtsberichte der Frühjahrsoffensive 1918.
Geboren: in Renquishausen (Datum unbekannt)
Eltern:
Vater: Johann Georg Schilling aus Nusplingen
Mutter: Franziska Flad, Witwe von Chrysost Welte
Vermisst seit: 5. Mai 1917 in Frankreich
Sterbeort: Vermutlich Zweite Aisne-Schlacht oder Champagne
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug
Zweite Aisne-Schlacht (ab 16. April 1917, auch „Nivelle-Offensive“)
Gegenangriff der Franzosen in der Champagne (ab 17. April 1917)
Einheit: Feld-Artillerie-Regiment Nr. 72 Hochmeister
Untergeordnet: Der 36. Infanterie-Division
Vermisst am 5. Mai 1917 in der letzten Phase der Frühlingsschlachten
Begraben: In Frankreich, Friedhof unbekannt
Hintergrund:
Als Vermisster ohne bekanntes Grab
Mögliche spätere Umbettung in einen der großen Sammelfriedhöfe der Aisne-Region
Viele Vermisste der Aisne-Schlacht 1917 wurden nie identifiziert
Die Zweite Aisne-Schlacht (April–Mai 1917):
Auch Nivelle-Offensive genannt
16. April 1917: Beginn der französischen Großoffensive
17. April 1917: Deutsche Gegenangriffe in der Champagne
Mai 1917: Abklingen der Kämpfe mit hohen Verlusten auf beiden Seiten
Seine Mutter Franziska Flad war in zweiter Ehe mit Chrysost Welte verheiratet
Der Vater Johann Georg Schilling stammte aus Nusplingen
Das Vermisstendatum 5. Mai 1917 fiel in die Nachphase der Großoffensive
Sein Schicksal blieb ungeklärt – typisch für die Wirren der Materialschlachten
Johannes Schilling – der Soldat aus Böttingen mit familiären Verbindungen nach Renquishausen und Nusplingen – verschwand in den Nachwehen der Nivelle-Offensive. Sein Vermisstenschicksal steht für Tausende, die in den Frühlingsschlachten 1917 spurlos verschwanden.
"Zwischen Aisne und Champagne verliert sich seine Spur – am 5. Mai 1917, als der Frühling über den Gräbern erblühte, die ihn verschluckt hatten."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Vermisstensuche); Württembergische Vermisstenlisten 1917; Ortsfamilienbuch Böttingen/Nusplingen; Historische Dokumentation zur Nivelle-Offensive.
Geboren: 18. Februar 1884 in Böttingen
Eltern:
Vater: Carl Villing (*08.12.1845, †16.09.1894)
Mutter: Maria geb. Mattes (*08.04.1852, †03.12.1916)
Dienstgrad: Unteroffizier
Sterbedatum: 14. September 1918
Todesart: Granatschuss (Kopf)
Sterbeort: Schlacht an der Somme
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug (1914–1918)
Schlacht an der Somme (Juli–November 1916)
Weitere Schlachten 1917–1918
Einheit: Kgl. Württemb. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 246
Gefallen am 14. September 1918 in der Spätphase der Somme-Kämpfe
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Mons-en-Laonnois (Département Aisne, Frankreich)
Gesamtbelegung: 5.003 Tote
Lage: Nördlich von Laon in der Picardie gelegen
Die Somme-Schlacht 1918 (August–September 1918):
Teil der Hunderttageoffensive der Alliierten
14. September 1918: Deutsche Truppen befanden sich im Rückzug
Kämpfe um die Siegfriedstellung (Hindenburglinie)
Alliierte Truppen durchbrachen die deutsche Front
Als Unteroffizier trug Villing Verantwortung für eine Gruppe von Soldaten
Granatschuss (Kopf) deutet auf schweren Artilleriebeschuss hin
Mit 34 Jahren war er einer der älteren Frontsoldaten
Seine Mutter starb 1916, er überlebte sie um knapp zwei Jahre
Sein Vater starb bereits 1894, er wuchs vaterlos auf
Joseph Villing – der erfahrene Unteroffizier aus Böttingen – überlebte die große Somme-Schlacht 1916, fiel aber zwei Jahre später im letzten Akt desselben Dramas. Sein Schicksal zeigt, wie der Krieg selbst die Überlebenden der Materialschlachten früherer Jahre schließlich doch noch einholte.
"Überlebte die Hölle der Somme 1916 – doch 1918, als der Krieg schon lost war, holte ihn die Granate im selben Schlachtfeld ein."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Mons-en-Laonnois" und "Villing"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Sterberegister Böttingen; Historische Dokumentation zur Somme-Schlacht 1918.
Geboren: 24. Dezember 1894 in Böttingen
Eltern:
Vater: Johannes Villing (*05.08.1868, †03.06.1919)
Mutter: Maria Magdalena geb. Villing (*22.07.1873, †11.04.1941)
Dienstgrad: Musketier
Sterbedatum: 14. September 1916
Todesart: Handgranate
Sterbeort: Schlacht bei Flers–Courcelette (Somme)
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug (1914–1916)
Schlacht an der Somme (Juli–November 1916)
Schlacht bei Flers–Courcelette (15.–22. September 1916)
Einheit: Kgl. Württembergisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120
Gefallen am 14. September 1916 während der ersten Phase der Schlacht bei Flers–Courcelette
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Villers (vermutlich Villers-au-Flos oder Villers-Carbonnel, Département Somme)
Gesamtbelegung: 3.411 Tote
Lage: In der Nähe des ehemaligen Schlachtfeldes von Flers–Courcelette
Die Schlacht bei Flers–Courcelette (15.–22. September 1916):
Teil der Somme-Schlacht
Erstmaliger massiver Einsatz von Panzern durch die Briten (Mark I)
14. September 1916: Deutsche Truppen bereiteten sich auf den erwarteten Großangriff vor
Die Schlacht markierte eine neue Phase des industrialisierten Krieges
Als Musketier gehörte Villing zur frontkämpfenden Infanterie
Handgranate deutet auf Nahkampf in den Gräben hin
Mit 21 Jahren war er typischer Vertreter der jungen Kriegsgeneration
Sein Vater starb 1919 – wohl an den Spätfolgen des Krieges
Sein Geburtstag am Heiligabend macht sein Schicksal besonders symbolträchtig
Karl Villing – der an Heiligabend Geborene – starb durch eine Handgranate in der Hölle von Flers–Courcelette. Sein Schicksal steht für die jungen Infanteristen, die im Nahkampf der Somme-Schlacht fielen, just als der Krieg eine neue, noch schrecklichere Dimension erreichte.
"Geboren am Tag des Friedens – gestorben im Granatenhagel von Flers–Courcelette, wo der Krieg seine unschuldige Seele verlor."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Villers" und "Villing"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Britische Frontberichte zur Schlacht bei Flers–Courcelette; Historische Dokumentation zum Panzereinsatz 1916.
Geboren: 28. März 1886 in Böttingen
Eltern:
Vater: Franz Xaver Villing (*28.01.1852, †12.02.1923)
Mutter: Theresia geb. Weiß aus Gosheim (*25.09.1850, †19.12.1903)
Dienstgrad: Gefreiter
Sterbedatum: 16. Juni 1915
Todesort: Bellewaerde Ridge (Höhenzug bei Ypern, Flandern)
Todesumstand: Gefallen im Stellungskampf
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1914/15
Stellungskämpfe am Bellewaerde Ridge (Frühjahr 1915)
Zweite Flandernschlacht (April–Mai 1915)
Einheit: Kgl. Württemb. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 246
Gefallen am 16. Juni 1915 während der Nachhutkämpfe der Flandernschlacht
Durch Umbettung auf: Deutscher Soldatenfriedhof Belleau (Département Aisne, Frankreich)
Gesamtbelegung: 8.633 Tote
Hintergrund: Nach Kriegsende erfolgte Umbettung aus dem Raum Ypern/Bellewaerde
Der Bellewaerde Ridge:
(Frühjahr/Sommer 1915):
Strategisch wichtiger Höhenzug östlich von Ypern
Schwere Stellungskämpfe nach der Zweiten Flandernschlacht
16. Juni 1915: Deutsche Truppen hielten die Höhenstellung gegen britische Angriffe
Der Ridge blieb bis 1917 in deutscher Hand
Als Gefreiter trug Villing erste Führungsverantwortung
Seine Mutter starb bereits 1903, er wuchs ohne sie auf
Mit 29 Jahren gehörte er zu den älteren Frontsoldaten
Die Umbettung nach Belleau war typisch für die Zentralisierung der Gräber in den 1920er Jahren
Die Mutter stammte aus Gosheim – regionale Verbindung in der Familie
Lorenz Villing – der Gefreite vom Bellewaerde Ridge – fiel in einer der vielen namenlosen Stellungsschlachten, die zwischen den großen Offensiven stattfanden. Sein Schicksal erinnert daran, dass der Krieg nicht nur aus Großoffensiven bestand, sondern aus einem stetigen Bluten in den Gräben.
"Am Bellewaerde Ridge, wo sich Deutsche und Briten um wenige Meter Boden stritten, verlor Lorenz Villing sein Leben – für einen Hügel, den heute kaum noch jemand kennt."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Belleau" und "Villing"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Britische Frontberichte zum Bellewaerde Ridge; Umbettungslisten der 1920er Jahre.
Geboren: 28. April 1894 in Böttingen
Eltern:
Vater: Heinrich Villing (*23.07.1857, †14.02.1902)
Mutter: Berta geb. Mattes (*16.01.1869, †03.05.1894)
Dienstgrad: Musketier
Sterbedatum: 4. August 1916
Todesart: Granattreffer
Sterbeort: Schlacht an der Somme
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1914–1916
Schlacht an der Somme (Juli–November 1916)
Einheit: Infanterie-Regiment Kaiser Friedrich, König von Preußen Königreich Württemb. (7. Württembergisches) Nr. 125
Gefallen am 4. August 1916 während der Höhepunkte der Somme-Schlacht
Begraben durch Umbettung auf: Deutscher Soldatenfriedhof Achiet-le-Petit (Département Pas-de-Calais, Frankreich)
Gesamtbelegung: 1.314 Tote
Hintergrund: Nach Kriegsende erfolgte Umbettung aus Feldgräbern der Somme-Region
Die Schlacht an der Somme (Juli–November 1916):
Eine der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs
August 1916: Phase erbitterter Abwehrkämpfe deutscher Truppen
Der 4. August 1916 fiel in die Kämpfe um Thiepval und Pozières
Über eine Million Gefallene, Verwundete und Vermisste auf beiden Seiten
Seine Mutter starb am 3. Mai 1894 – nur 5 Tage nach seiner Geburt
Sein Vater starb 1902 – Timotheus wuchs als Waise auf
Mit 22 Jahren gehörte er zur jungen Kriegsgeneration
Granattreffer war eine der häufigsten Todesursachen an der Somme
Der Vorname Timotheus weist auf katholische Tradition hin
Timotheus Villing – der schon als Baby seine Mutter verlor – fand sein Ende im Granathagel der Somme. Sein Schicksal steht für eine ganze Generation von Waisen und Halbwaisen, die der Krieg als letztes Opfer forderte.
"Schon als Baby ohne Mutter – mit 22 Jahren ohne Leben. Die Somme-Schlacht fraß die letzte Hoffnung einer ohnehin schon trauernden Familie."*
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Achiet-le-Petit" und "Villing"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Sterberegister Böttingen; Historische Dokumentation zur Somme-Schlacht.
Geboren: 16. März 1896 in Böttingen
Eltern:
Vater: Josef Welte (*20.04.1849, †28.11.1919)
Mutter: Theresia geb. Waizenegger (*30.12.1860, Mühlheim)
Dienstgrad: Musketier
Sterbedatum: 21. Juli 1918
Todesort: Feldlazarett (nach Verwundung in der 2. Marneschlacht)
Todesumstand: An Folgen der Verwundung verstorben
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1914–1918
2. Marneschlacht (Juli–August 1918)
Weitere Schlachten 1914–1918
Einheit: Kgl. Württembergisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 119
Kgl. Württembergisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120 Kgl. Württembergisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121
Kgl. Württembergisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 122
Verwundet: in der 2. Marneschlacht, danach im Feldlazarett verstorben
Durch Umbettung auf: Vermutlich Deutscher Soldatenfriedhof St. Quentin (Aisne, Frankreich)
Hintergrund: Viele Gefallene der Marneschlachten wurden nach Kriegsende in zentrale Friedhöfe umgebettet
Die 2. Marneschlacht (15. Juli – 6. August 1918):
Letzte deutsche Großoffensive des Krieges
Auch „Friedenssturm“ genannt
21. Juli 1918: Deutsche Truppen befanden sich im Rückzug
Die gescheiterte Offensive markierte die endgültige Kriegswende
Als Musketier gehörte Welte zur frontkämpfenden Infanterie
Sein Tod im Feldlazarett deutet auf schwere Verwundung hin
Mit 22 Jahren war er typischer Vertreter der jungen Kriegsgeneration
Sein Vater starb 1919 – wohl an den Spätfolgen des Krieges
Die Mutter stammte aus Mühlheim – regionale Verbindung
Friedrich Welte I – der junge Musketier aus Böttingen – überlebte fast den gesamten Krieg, fiel aber in der letzten großen Offensive. Sein Tod im Feldlazarett symbolisiert das Scheitern der deutschen Frühjahrsoffensive 1918 und den endgültigen Übergang zur alliierten Gegenoffensive.
"Überlebte vier Kriegsjahre – doch die letzte Offensive forderte doch noch ihr Opfer. Sein Tod im Lazarett war die stille Nachricht vom Scheitern des ‚Friedenssturms‘."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "St. Quentin" und "Welte"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Lazarettunterlagen und Sterberegister; Historische Dokumentation zur 2. Marneschlacht.
Geboren: 31. Dezember 1896 in Böttingen
Eltern:
Vater: Lambert Welte
Mutter: Genovefa geb. Meßmer aus Bubsheim
Dienstgrad: Musketier
Vermisst seit: 18. August 1916 in Frankreich
Sterbeort: Schlacht an der Somme
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1914–1916
Schlacht an der Somme (Juli–November 1916)
Einheit: 121. Infanterie-Division
Vermisst am 18. August 1916 während der Höhepunkte der Somme-Schlacht
Begraben: In Frankreich, Friedhof unbekannt
Hintergrund:
Als Vermisster der Somme-Schlacht ohne bekanntes Grab
Mögliche spätere Umbettung in einen der großen Sammelfriedhöfe der Somme-Region
Viele Vermisste der Somme-Schlacht wurden nie geborgen oder identifiziert
Die Schlacht an der Somme (Juli–November 1916):
Eine der blutigsten Materialschlachten des Ersten Weltkriegs
August 1916: Phase heftigster Abwehrkämpfe deutscher Truppen
Der 18. August 1916 fiel in die Kämpfe um Thiepval, Pozières und Ginchy
Über eine Million Gefallene, Verwundete und Vermisste auf beiden Seiten
Mit 19 Jahren gehörte Welte zur jüngsten Soldatengeneration
Seine Mutter stammte aus Bubsheim – regionale Verbindung
Das Vermisstendatum 18. August 1916 fiel in eine der intensivsten Kampfphasen
Sein Schicksal blieb ungeklärt – typisch für die Vermissten der Materialschlachten
Friedrich Welte II – der junge Musketier aus Böttingen – verschwand in der Hölle der Somme-Schlacht. Sein Vermisstenschicksal ist typisch für die Materialschlachten, in denen Soldaten durch Artilleriefeuer buchstäblich von der Erde verschluckt wurden und keine identifizierbaren Gräber hinterließen.
"Verschüttet von der Erde der Somme – wo so viele junge Leben im Granathagel untergingen, dass niemand mehr zählen konnte."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Vermisstensuche); Württembergische Vermisstenlisten 1916; Ortsfamilienbuch Böttingen/Bubsheim; Historische Dokumentation zur Somme-Schlacht.
Geboren: 2. Februar 1889 in Böttingen
Eltern:
Vater: Georg Welte (*26.05.1849, †18.02.1923)
Mutter: Katharina geb. Villing (*22.11.1858, †02.03.1926)
Dienstgrad: Musketier
Sterbedatum: 15. Dezember 1916
Sterbeort: Fort Douaumont bei Verdun
Todesumstand: Gefallen bei der Verteidigung des Forts
Teilnahme an:
Frankreichfeldzug 1914–1916
Schlacht um Verdun (Februar–Dezember 1916)
Verteidigung von Fort Douaumont (Dezember 1916)
Einheit: Kgl. Württembergisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 119
Gefallen am 15. Dezember 1916 als einer der letzten Verteidiger von Fort Douaumont
Begraben auf: Deutscher Soldatenfriedhof Douaumont (bei Verdun, Frankreich)
Besonderheit: Ruht in unmittelbarer Nähe des Forts, das er verteidigte
Die letzte Phase der Verdun-Schlacht (Dezember 1916):
Fort Douaumont war seit Februar 1916 in deutscher Hand
Dezember 1916: Deutsche Truppen bereiteten den geordneten Rückzug vor
Nur noch ca. 100 Mann hielten das riesige Fort besetzt
15. Dezember 1916: Letzte Gefechte vor der Räumung des Forts
Als einfacher Musketier gehörte Welte zu den „letzten hundert Mann“ von Douaumont
Sein Tod am 15. Dezember 1916 fiel in die Endphase der Verdun-Schlacht
Mit 27 Jahren war er erfahrener Frontsoldat
Das Fort Douaumont war Symbol der gesamten Verdun-Schlacht
Beide Eltern überlebten ihn um etwa sieben Jahre
Josef Welte – einer der letzten Verteidiger von Fort Douaumont – fiel in der Endphase der Verdun-Schlacht. Sein Schicksal steht für die Tapferkeit der einfachen Soldaten, die selbst in aussichtsloser Lage ihre Stellungen hielten.
"Einer der letzten hundert Mann in Douaumont – wo eine ganze Armee verblutete, fiel er im letzten Akt des Dramas."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Gräbersuche: "Douaumont" und "Welte"); Kriegsstammrollen württembergischer Infanterie-Regimenter; Historische Dokumentation zur Verteidigung von Fort Douaumont; Regimentsgeschichten der Verdun-Kämpfer.
Geboren: 10. Januar 1892 in Böttingen
Eltern:
Vater: Matthäus Wenzler (*12.01.1842, †31.05.1899)
Mutter: Beata geb. Specker (*23.03.1854, Mahlstetten)
Dienstgrad: Infanterist
Vermisst seit: 12. November 1914 in Flandern
Sterbeort: 1. Flandernschlacht( Ypern)
Teilnahme an:
1. Flandernschlacht (Oktober–November 1914)
Einheit: Infanterie-Regiment Nr. 126 Königreich Württemberg
Großherzog Friedrich von Baden
(8. Württembergisches)
Vermisst am 12. November 1914 in der Endphase der 1. Flandernschlacht
Vermutete Ruhestätte:
Menen (Belgien) - 47.911 Tote
Vladslo (Belgien) - 25.600 Tote
Hintergrund: Beide Friedhöfe sind zentrale Sammelfriedhöfe für Gefallene der Frühkämpfe in Flandern 1914
Die 1. Flandernschlacht (20. Oktober – November 1914):
Letzte große Bewegungsschlacht des Jahres 1914
Teil des „Wettlaufs zum Meer“
12. November 1914: Kämpfe um Langemarck und Ypern
Übergang zum Stellungskrieg nach Scheitern der Offensiven
Sein Vater starb bereits 1899 – Johannes wuchs vaterlos auf
Seine Mutter stammte aus Mahlstetten – regionale Verbindung
Mit 22 Jahren gehörte er zur jungen Kriegsgeneration
Sein Vermisstendatum markiert das Ende der Bewegungskämpfe 1914
Die Ungewissheit über seine Grabstätte ist typisch für Vermisste der Frühkämpfe
Johannes Wenzler – der Infanterist aus Böttingen – verschwand in den letzten Tagen der 1. Flandernschlacht. Sein Vermisstenschicksal steht für Tausende Soldaten, die in den Herbstkämpfen 1914 spurlos in flandrischer Erde verschwanden, als der Bewegungskrieg in den Grabenkrieg überging.
"Verschollen im flandischen Schlamm – wo der Bewegungskrieg starb und der Stellungskrieg geboren wurde."
Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Vermisstensuche in Menen/Vladslo); Württembergische Vermisstenlisten 1914; Ortsfamilienbuch Böttingen/Mahlstetten; Historische Dokumentation zur 1. Flandernschlacht.
Geboren: 6. September 1895
Geburtsort: Bubsheim
Eltern: Noch nicht ermittelt
Dienstgrad: Infanterist
Kriegseinsatz im Ersten Weltkrieg
Teilnahme an: Kämpfen in Frankreich
Einheit: Württembergisches Pionier-Bataillon Nr.13
Todesdatum: 20. Mai 1918
Todesumstände: Gefallen während der deutschen Frühjahrsoffensive durch einen Artillerievolltreffer.
Die deutschen Frühjahrsoffensiven von 1918 (auch "Kaiserschlachten" genannt) waren die letzten großen Angriffsbemühungen des Deutschen Reiches, um den Krieg noch zu entscheiden. Die Kämpfe waren extrem verlustreich.
Seine Grabstätte befindet sich in Esters in Frankreich.