Vivian Maier (1926–2009) war eine amerikanische Streetfotografin, deren Werk erst nach ihrem Tod entdeckt wurde. Sie arbeitete jahrzehntelang als Kindermädchen in New York und Chicago und fotografierte in ihrer Freizeit das Alltagsleben der Städte – meist mit einer Rolleiflex-Kamera –, ohne ihre Aufnahmen je zu veröffentlichen. Erst als der Sammler John Maloof 2007 zufällig Kisten mit ihren Negativen erwarb und 2009 erste Bilder online stellte, wurde ihr Werk bekannt und bald weltweit gefeiert. Maier hinterließ über 150.000 Aufnahmen, die Menschen, Straßenszenen und Architektur zeigen. Sie führte ein zurückgezogenes Leben.