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Turnfahrt KTV Freienbach 2013 Flumserberg
Gut verpflegt durch einen eigenen Minibardienst im internationalen Schnellzug landete der KTV Freienbach früh morgens in der Bäderstadt Bad Ragaz. Der Fussmarsch in die Taminaschlucht nach Bad Pfäffers erlaubte erste Einblicke ins Zeitgeschehen der letzten Jahrhunderte. Da Stach ein massiger Baumstamm ins Auge, vor allem aber senkrecht in der Tamina. Ein Mahnmal, unfreiwillig gespendet von der Brückenbaustelle über der Schlucht. Der spätere Besuch der Thermalquelle führte ins Mittelalter. Und schon damals liess man so Allerhand in die Schlucht hinunter. Die Mönche seilten die Kurgäste in die Thermen ab und legten sie eine ganze Woche ins Thermalwasser ein. Inklusive Verpflegung, versteht sich. Die heutigen Besucher begnügten sich mit einem Schluck von der Warmen Quelle. Die Führung war ausführlich und wunschgemäss kurz gehalten, strebten doch die Freienbacher bereits dem nächsten Ziel zu. Seiner Vorhut hinterherlaufend fand der Reiseleiter den Weg zum Bergwerk Gonzen bestens.
Mit einem Spaghettiplausch begann der Besuch im eisernen Berg. Gestärkt und froh gelaunt fuhr der KTV Freienbach mit der Stollenbahn ins Eisenbergwerk ein. Zu Fuss fuhren sie weiter, spürten das Bergwetter, horchten dem Bohren und bestaunten die technischen Einrichtungen. Treppen hinauf und hinunter steigen, im Bergbau heisst das fahren, gab dieser Besichtigung durchaus eine sportliche Note. Wieder ausgefahren fanden sich die Turner nach drei Stunden wieder im warmen Sarganserland. Der erlebnisreiche Tag fand seinen krönenden Abschluss auf dem Tannenboden. Ein ausgezeichnetes Essen auserlesene Weine und Kartenspiel verkürzten die Nachtruhe, die durch knarrende Balken und gierende Bretter zusätzlich noch stilvoll begleitet wurde.
Mit Alphornklängen zum Gipfel
Bereits um halb acht versammelten sich die Sportler vom KTV Freienbach wieder zum Frühstücksbuffet. Der Besuch des Präsidenten Peter Keller spornte die Turnerinnen und Turner an, dem heranziehenden Schlechtwetter davon zu wandern. Unterwegs zum Alphorntreffen auf Seebenalp durfte natürlich auch der Blick über den Zürichsee mit Seedamm und Inseln nicht fehlen. Es schien, als wäre man zu Hause. Das Ziel war aber ein anderer See. Am wunderbar schallenden Bergsee trennten sich die Turner. DSCN5389Getragen von den warmen Klängen der Alphörner genossen die Einen die gemütliche Umgebung des Sees, während andere dem Gipfel zustrebten. Der Älteste Turner ist 72 und bat den Schreiber ausdrücklich dies zu erwähnen. Und trotzdem reichte eine Stunde um den steilen Aufstieg zum Machgenkamm zu bewältigen. Der aufkommende Nebel machte dieser Gruppen die Gondelbahn zum Verbündeten. Nur noch einige wenige nahmen das ganze Tagesprogramm unter die Beine. Und als wäre es abgesprochen, traf man sich kurz vor der Molseralp wieder mit den Alphornfans von der Seebenalp. Nicht zu vergessen sind natürlich diejenigen, die übers Kreuz wanderten und für einmal freiwillig aufs Kartenspiel verzichteten. Das schwere Jasskässeli trugen die Kammeraden aber stets im Rucksack mit. Käse und Süssigkeiten rundeten einen Tag ab, der nach dem Wetterbericht auch gut ins Wasser hätte fallen können. Dem Reiseleiter Koni Suter sei ein dickes Lob ausgesprochen, bot diese Turnfahrt nebst dem Sportlichen auch viel Wissenswertes und was das wichtigste ist, Kameradschaft.
Paul Hiestand 9.9.2013