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KTV Freienbach war Zwei Tage im Nationalpark unterwegs
Das Gemeinsame ist wichtig und miteinander verbrachten drei Riegen des KTV Freienbach ein Wochenende in Zernez. Bereits am Freitag reiste der Grossteil an und genoss ein gemütliches Dinner. Ungemütlicher dürften es die notorischen Verlierer des Kartenspiels empfunden haben. Anderorts klärten Diskussionen die Standpunkte. Das Nachtleben fand sich auch nicht wirklich. Das stellte wenigstens sicher, dass die Betten im Hotel Spöl nicht kalt blieben.
Kraft tanken am ausgiebigen Morgenbuffet war Pflicht, denn keine Gaststätte lag an der Wander-Route. Erstmals seit Jahren wurde fürs Mittagessen der Rucksack gepackt. Es lohnte sich für die Entdeckungsreise im 100 jährigen Park. Rund 30 Turner erkundeten unter der Leitung von Ernst Schärer die ursprünglichste Tier- und Pflanzenwelt der Schweiz. Sie gewannen dem Ziel des Nationalparks, „ein Stück Gebirgsnatur der menschlichen Nutzung zu entziehen“, eine Vielzahl von bleibenden Eindrücken ab. Ein spannender Blick in die besonderen Formen des Waldes und dessen Totholz, wechselte in kurzer Folge mit dem Einblick in die alpine Tierwelt. Man beobachtete Hirsche, Murmeltiere, Gämsen, Eichhörnchen, Tannenhäher, und der Steinadler zeigte seine Flugfähigkeiten, in grosser Höhe. Einzig der Steinbock blickte nur von der Gaststubenwand. Selbst die Geologie verzaubert diese Gegend mit seinen vielfältigsten Prägungen. Überwältigt von den Eindrücken blieben die Anstrengungen des Wanderns gänzlich unbemerkt. Vor lauter Staunen vernachlässigte manch einer das Trinken. Zum Glück konnte dieses Versäumnis am Etappenziel kompensiert werden. Auf der kurzen Talfahrt fesselte der Buschauffeur seine Fahrgäste mit Geschichten, die das Leben schrieb. Ein ausgiebiges Nachtessen, ein Kartenspiel, weiterführende Diskussionen aber vor allem das gemütliches Beisammensein rundeten den ersten Tag der KTV Turnfahrt ab..DSCN9394_
Die sonntägliche Wanderung durch die Spölschlucht animierte zu hochstehenden naturkundlichen Gutachten. Den Höhepunkt bildete sicher der Bartgeier in der Schlucht. Es schien als habe er auf die Freienbacher gewartet, um seine beeindruckende Flügelweite im eleganten Tiefflug zu präsentieren. Dass der Präsident Peter Keller die Übersicht stets behält zeigte sich darin, dass er diesen Flug des grössten Vogels der Alpen reaktionsschnell filmte. Gemütlich wanderte der KTV Freienbach talwärts. Wanderführer, Event Manager und KTV Mitglied Ernst Schärer durfte für die Organisation ein herzliches Dankeschön entgegen nehmen. Es tat gut und weckt Hoffnungen auf weitere gemeinsame Abenteuer der drei Riegen.
Paul Hiestand