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KTV Freienbach auf den Spuren der Steinböcke
Die Murmeltiere machten sich einen Spass daraus, die Wanderer anzupfeifen, der Schleusenwart am Bünderhimmel deckte sie mit Graupel ein und Warntafeln ängstigten die Berggänger mit Tauwetter und seinen Auswirkungen. Die Turnerinnen und Turner des KTV Freienbach trotzten all der Ungemach und eroberten in heiterer Stimmung die Engadiner Bergwelt. Dank der Flexibilität von Tourmanager Hansruedi Pfyl stimmte das Timing derart, dass auf dem Gipfel der Himmel aufriss und das herrliche Panorama mit den Oberengadiner Seen präsentierte. Von Steinböcken keine Spur! Dafür gab’s beim Schälläjass Sauböck!
Nach dem Abstieg in die Niederungen von Pontresina überraschte die Rhätische Bahn mit ihren „Zwillingen“, eine Zweierkomposition aus den frühen 20er Jahren, die extra für besondere Gäste eingesetzt wird. In einer schönen Bünderstube in Celerina verpflegten sich die Sportler aufs Beste. Der anschliessende Streifzug durchs Nachtleben von Celerina verlief sehr ruhig. Die einzigen Gäste waren Freienbacher, was nicht weiter störte, da am späteren Abend nur noch ein Höhentraining für Kartenakrobaten angesagt war.
Neues Leben erobert das Tal
Nach der ruhigen Nacht in einer vorzüglichen Unterkunft am Inn, brillierte erst einmal das Bündner Wetter. Nach der kurzen Wanderung durch Arvenwälder begrüsste die imposante Bergwelt des Bernina Massivs eine staunende Turner-Familie. Der Fussmarsch zum Morteratschgletscher entpuppte sich zu einer Zeitreise des letzten Jahrhunderts. In nur hundert Jahren zog sich der Gletscher um zwei Kilometer zurück und hinterliess eine riesige Steinwüste. Doch neues Leben erobert das Tal. Waren es beim Gletscher kleine Flechten blühten einige Schritte weiter schon die ersten Blumen. Es folgten kleine Büsche und schon bald auch die ersten kleinen Birken und Lärchen. Kaum zu glauben, dass hier vor zwölf Jahren noch das Eis lag. Tief beeindruckt sammelte sich die Turnerschar zur Rückreise ins Unterland. Im Panoramawagen des Berninaexpresses entspannten sich die Sportler beim Ausblick ins Engadin und später ins Albulatal.
Die perfekte Tourorganisation verdankt der KTV Freienbach Hansruedi Pfyl, der in Petrus einen lieben Verbündeten fand.
KTV Freienbach, Paul Hiestand